Reiseberatung für individuelle Reisen

Mein Tipp: Kombination Sprachreise und Onlinekurs

Ihr kennt das. Man nimmt sich etwas vor, wie ich mein Spanisch wieder etwas aufpolieren zu wollen, und letztlich scheitert es am stressigen Alltag oder der eigenen Faulheit…oder einer Mischung aus beidem. Neujahrsvorsätze adé. Im letzten Jahr sollte es anders werden. Deswegen beschloss ich eine Sprachreise nach Barcelona zu machen. Spanien olé! Wo kann man schließlich besser und entspannter eine Sprache lernen als in dem Land in dem sie gesprochen wird?

Neues Lernkonzept

Bei meiner Recherche im Internet stieß ich auf eine vielversprechende Kombination von Skype-Einzelunterricht und einem Aufenthalt in Barcelona. Ich gebe zu, ich war skeptisch. Da ich aber von dem Veranstalter sehr gut beraten und mir ein Versuch ans Herz gelegt wurde, habe ich gedacht „probier’s aus. Was hast du zu verlieren?“


Eine Sprache lernt sich am Besten vor Ort… oder etwa nicht?

Im Grunde waren für mich zwei Argumente ausschlaggebend für die Entscheidung meine Unterrichtsstunden aufzuteilen. Zum einen blieb mir so nämlich mehr Zeit für die Erkundung der spannenden Metropole vor Ort. Lieber als den ganzen Tag im Klassenraum zu sitzen wählte ich die Option 15 Unterrichtsstunden vor und nach meinem Aufenthalt via Skype zu nehmen. So hatte ich dann in Barcelona die Nachmittage zur freien Verfügung. Zum anderen ist mein Spanisch doch ziemlich eingerostet und ich hatte Bedenken in Spanien anzukommen und mich kaum zu Recht zu finden nur um dann nach meinem Aufenthalt mein verbessertes Spanisch direkt wieder „unter den Teppich“ zu kehren.

Sprachunterricht bequem von Zuhause aus

Mit ein wenig angeleiteter, regelmäßiger Übung im Voraus erhoffte ich mir einen intensiveren und lehrreicheren Aufenthalt. Denn seien wir mal ehrlich: Alleine zuhause zu lernen ist im Alltagsstress gar nicht mal so einfach umzusetzen und verlangt viel Disziplin.

Also begann ich 4 Wochen vor Reisebeginn an zwei Abenden in der Woche mit dem Unterricht über Skype. Die Terminabstimmung mit der Lehrerin war unkompliziert. Wir haben uns auf regelmäßige Termine geeinigt die ich wunderbar in meinen Alltag einplanen konnte. Natürlich fragte ich mich zunächst, ob der online Unterricht so effektiv sein würde wie analoger Unterricht, doch dank meinen Handy-Kopfhörern und einer wirklich super vorbereiteten Lehrerin die ganz gezielt auf mich und meine Bedürfnisse einging, konnte ich bereits vor meinem Aufenthalt wesentliche Fortschritte feststellen. Da wir etwas auf dem Land wohnen kam es zwar in seltenen Fällen zu einem verwackelten Bild oder Tonausfällen. Die verlorene Zeit wurde aber einfach an die Stunde angehängt oder nachgeholt. Selbst als mein Mann unbedingt den Laptop nutzen musste, hielten wir die Unterrichtsstunde einfach über mein Handy mit Videofunktion ab. No hay problema!

Intensivkurs – und trotzdem viel Freizeit

Vor Ort in Barcelona war ich dann selbstsicher(er)  und traute mich bald auch mit Einheimischen einen kurzen Plausch an der Supermarktkasse zu führen. Im Gruppenunterricht in der Schule herrschte natürlich eine ganz andere Dynamik als zuhause im Einzelunterricht. Ich bemühte mich an Diskussionen teil zu nehmen und fand die Erfahrung die Lehrweise eines anderen Lehrers und in der Gruppe zu lernen zusätzlich interessant.


Gemeinsame Stadttour mit der Lerngruppe

Wir bemühten uns in der kleinen, internationalen Gruppe Spanisch zu sprechen und hatten viel Spaß zusammen. Trotzdem muss ich sagen, dass nach den vier Stunden Gruppenunterricht am Vormittag mein Kopf oft „voll“ war. Ich konnte mir kaum vorstellen, wie andere Schüler noch am Nachmittag Einzelunterricht zu nehmen, um die 6 Stunden für den Bildungsurlaub zu erfüllen. Da  schätzte ich doch sehr meine Einzelstunden von zuhause aus, die dann wesentlich effektiver waren, da ich deutlich konzentrierter war. Diese waren sehr viel gezielter als der Gruppenunterricht. Gemeinsam mit der Lehrerin konnte ich viel genauer auf meine persönliche Schwachstellen eingehen und mein Spanisch deutlich verbessern.

Meine freien Nachmittage während des Aufenthalts in Barcelona konnte ich somit voll und ganz der Erkundung der Stadt widmen. Die Hausaufgaben erledigte ich in netten Cafés oder im Park und erlebte das rege Treiben in den Straßen dieser spannenden Stadt. Barcelona hat wirklich viel zu bieten. Mit einem Übermaß an Kunst und Kultur, tollen Events, erstklassigen Restaurants sowie der direkten Nähe zum Strand im sonnig, warmen Klima kann es einem kaum langweilig werden. Ich wohnte in einer Gastfamilie und tauschte mich bei den gemeinsamen Mahlzeiten mit der Gastmutter aus.


Casa Batllo – Eine von vielen Sehenswürdigkeiten in Barcelona

Nachhaltiger Lernerfolg durch Kombikurs

Die Zwei Wochen vergingen so wie im Flug. Zurück zuhause fehlte mir zwar die Atmosphäre der Stadt und das sonnige Klima, aber durch meinen nun wieder regelmäßigen Spanischunterricht über Skype konnte ich meine Spanischkenntnisse beibehalten und weiter verbessern. Meine Lehrerin war begeistert von meiner Steigerung und verstand es sehr gut, auf dem verbesserten Niveau nahtlos aufzubauen.

Alles in allem bin ich absolut zufrieden mit diesem Konzept und sehr froh, dass ich mich aufgerafft habe bereits in Deutschland mit dem Unterricht zu beginnen. Wie vorher vom Team von lernen und helfen Sprachreisen angekündigt bleibt das Gelernte länger im Gedächtnis und die Sprache kann intensiv aber auf entspannte Art und Weise gelernt werden. Die Krönung von allem war jedoch als ich meinem Chef von der Reise und meinen verbesserten Spanischkenntnissen berichtete und er mir vorschlug im nächsten Jahr meinen Bildungsurlaub so zu verbringen. Ich freue mich jetzt schon drauf!

Gebucht habe ich übrigens bei lernen und helfen Sprachreisen die diese Kombikurse anbieten und super Lehrer dafür haben.

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