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Namibia Mietwagenreise mit gemütlichen Gästefarmen

Eine Mietwagenrundreise durch Namibia sollte es werden, aber mit besonderen Unterkünften. Das war der Plan, als mein Mann und ich uns während unseres Weihnachtsurlaubs vergangenes Jahr mit unseren kommenden Urlaubsplanungen beschäftigten. Namibia war dabei kein absolutes Neuland für uns. Vor einigen Jahren hatten wir bereits eine Kleingruppenreise durch Namibia unternommen. Dieses Mal wollten wir das Land auf eigene Faust entdecken und haben uns deswegen für die Variante mit dem Mietwagen entschieden. Bei den Unterkünften suchten wir das Besondere, weshalb wir uns für speziell für gemütliche Gastfarmen interessierten. Jetzt, nach der Reise, kann ich sagen, dass dies eine super Entscheidung war und wir uns während unserer Selbstfahrer Reise oft über die familiär geführten Unterkünfte gefreut haben.

Start unserer Namibia Mietwagenreise in Windhoek

Start unserer Namibia Mietwagenreise in Windhoek

 

Unsere Mietwagenreise durch Namibia begann in Windhoek, wo wir nach einem Nachtflug mit Air Namibia von Frankfurt kommend unseren Mietwagen übernahmen. Da wir auf Nummer sicher gehen wollten, hatten wir uns für einen etwas größeren, geländegängigen Allradwagen entschieden. Ebenfalls eine gute Entscheidung, denn unser Toyota Hilux 4×4 war für die kommenden Tage ein zuverlässiger Begleiter mit viel Stauraum für unser Reisegepäck. Da mein Mann leidenschaftlich gerne fotografiert, hatten wir somit auch ausreichend Platz für seine umfangreiche Fotoausrüstung.
Unser erstes Ziel war das Khormas Hochland westlich von Windhoek, wo wir die gemütliche Okomitundu Gästefarm gebucht hatten. Im Khormas Hochland erwarteten uns unberührte Landschaften und frei umher ziehende Tierherden, die wir in unmittelbarer Nähe unserer gemütlichen Gästefarm beobachten konnten. Wir bleiben insgesamt 2 Nächte in der Gästefarm und unternahmen mit dem Auto Pirschfahrten auf eigene Faust, was wegen des Allradantriebs wunderbar geklappt hat. Die Fahrt zum Kudu Berg wurde mit einem traumhaften Ausblick ins Umland belohnt. Angeblich soll man bei guter Sicht bis zur Spitzkoppe und zum Mount Etjo gucken können, dafür war es an diesem Tag dann aber doch zu diesig.

Zu Gast in der Okomitundu-Gästefarm

Zu Gast in der Okomitundu-Gästefarm

Vom Khormas Hochland führte uns unsere Namibia Gästefarmreise Richtung Norden. Am Waterberg Plateau wartete die Wabi Gästefarm auf uns. Wir hatten uns im Vorfeld unserer Namibia Reise natürlich schon mal einen ersten Eindruck von den Gästefarmen verschafft und auf die Wabi Gästefarm freute ich mich besonders. Und was soll ich sagen… Der erste Eindruck täuschte nicht und wir fühlten uns sofort pudelwohl. Leider hatten wir hier nur eine Nacht eingeplant – wir wären gerne noch länger geblieben. Aber Reiseplan ist Reiseplan, und in den kommenden Tagen wartete schließlich der weltberühmte Etosha Nationalpark auf uns.

Die Wabi-Lodge am Waterberg

Die Wabi-Lodge am Waterberg

Vom Waterberg Plateau war es nicht weit bis zum Etosha Nationalpark. Da die Strecke nicht all zu lang werden sollte, haben wir am Vormittag noch eine kleine Wanderung am Waterberg unternommen, um die überraschend grüne Landschaft in diesem Teil Namibias zu genießen. Nachdem mein Mann ausreichend Fotos geschossen hatte, ging es mit dem Mietwagen weiter Richtung Norden. Unterwegs legten wir noch einen Zwischenstopp bei der Geparden Stiftung CCF ein um die geschmeidigen Raubkatzen zu sehen und mehr über den Schutz der Tiere zu erfahren. Anschließend fuhren wir weiter und erreichten am späten Nachmittag unsere Gästefarm für die kommenden Tage. Wir haben uns das Halali Rastlager als Rückzugsort für unsere Pirschfahrten im Etosha Nationalpark ausgesucht und sind nach wie vor der Meinung, dass diese persönliche Gästefarm der ideale Ausgangspunkt für Tierbeobachtungen im Etosha Nationalpark ist.

Zebras am Halali Wasserloch

Zebras am Halali Wasserloch

In den nächsten Tagen unternahmen wir zahlreiche Pirschfahrten, teils auf eigene Faust mit dem Mietwagen, teils geführt im offenen Geländewagen. Mein Mann war voll in seinem Element und hielt mit der Kamera voll drauf. Ich hingegen habe es eher genossen, die wunderschöne Natur und die wilden Tiere „live“ zu sehen, statt durch irgendein Fotoobjektiv… Aber über seine sehr gelungenen Bilder freue ich mich auch, sind sie doch schließlich eine tolle Erinnerung an unsere Namibia Gästefarm Reise mit dem eigenen Mietwagen und werden uns sicher noch lange an unseren Namibia Urlaub erinnern.

Wildtiere im Etosha Nationalpark

Wildtiere im Etosha Nationalpark

Über die Omaruru Region und das Damaraland, wo wir 2 Nächte in der sehr gemütlichen Eileen Gästefarm verbrachten, fuhren wir schließlich weiter nach Swakopmund. Hier erwartete uns ein mondäner Badeort, was einen krassen Gegensatz zu der bis dahin doch eher kargen und trockenen Wüstenlandschaft des Hinterlandes darstellte. Swakopmund hat uns gut gefallen, nicht zuletzt wegen der vielen Ausflugsmöglichkeiten, die man hier wahrnehmen kann. Wir haben an der sehr beliebten „Living Desert Tour“ teilgenommen, die uns von Freunden wärmstens empfohlen wurde und die wir dann auch gleich schon von Deutschland aus reserviert hatten. Wirklich interessant, was so alles an kleinen Bewohnen in der Wüste kreucht und fleucht. Abends haben wir in einem ausgezeichneten Fischrestaurant gegessen. Mein Mann schwärmt immer noch von der Fischsuppe und behauptet steif und fest, dass es weltweit keine bessere Fischsuppe zu bekommen gibt. Übernachtet haben wir in Swakopmund im kleinen aber feinen Cornerstone Gästehaus, deren Betreiber sich aufgrund ihrer persönlichen und freundlichen Art einen Platz in unserem Herzen erobert haben. Schöne Grüße und danke noch mal für den Restaurant-Tipp! In Swakopmund haben wir uns in einem Fotogeschäft noch eine neue, zusätzliche SD-Speicherkarte gekauft, da die vorhandenen Karten bereits gut gefüllt waren.

Das mondäne Swakopmund

Das mondäne Swakopmund

Von Swakopmund führte uns unsere Namibia Gästefarmreise weiter und wir fuhren mit dem Mietwagen über die Namib-Würste (hier übernachteten wir in der schönen Niedersachsen-Gästefarm) in die Sossusvlei Region. Die berühmten Riesendünen und die verdorrten Bäume des Deadvlei erwarteten uns. Wir verbrachten 2 spannende Tage im Sossusvlei und staunten nicht schlecht über die großen roten Dünen. Soooo groß hatten wir sie uns nun doch nicht vorgestellt. Zu Fuß haben wir dann eine dieser großen Dünen erklommen, uns in den Sand gesetzt und ein Picknick mit überragender Aussicht gemacht. Ich glaube, diesen Moment werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Selbst abends in der Büllsport Gästefarm konnte ich nicht aufhören, von der Weite und der Stille zu Schwärmen.

Riesendünen im Sossusvlei

Riesendünen im Sossusvlei

Leider ging unsere Namibia Gästefarmreise langsam zu Ende und so kehrten wir Richtung Windhoek zurück. Vollends vom Afrika-Virus befallen, verbrachten wir unsere letzte Nacht in Namibia bei der Etango Gästefarm nahe dem Flughafen. Bei einem Glas Wein auf unserer Terrasse beschlossen wir, bereits im nächsten Jahr zurück zu kehren. Denn den Süden haben wir in diesem Jahr ja gänzlich ausgelassen.

Herzliche Grüße aus Kassel,
Sabine Reinke-Möller

Mehr über diese Namibia Mietwagenreise findet man auf www.namibia-reise.de

 

Namibia Mietwagenreise mit gemütlichen Gästefarmen
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Über den Autor

Eine Reaktion bis “ Namibia Mietwagenreise mit gemütlichen Gästefarmen ”

  1. Ein wunderbarer Bericht über mein geliebtes Namibia. Ich war mehr als 20 Mal in Namibia und habe etliche Fahrten ebenfalls mit dem Hilux 4×4 unternommen. Mein Bruder ist 1963 nach Namibia ausgewandert und betreibt eine Gästefarm nördlich von Omaruru.
    Wenn ich die Berichte lese, bekomme ich wieder „Heimweh“.
    Ich freue mich über weitere Reiseberichte obwohl ich das alles gut kenne. Aber jeder empfindet die Highlights anders. Zum Glück.
    Vielen Dank für die tollen Berichte.

    Hans-Jürgen Röttger

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