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Besuch der Kuhestanfarm bei Tzaneen in Südafrika

Im März diesen Jahres flogen wir wieder einmal nach Südafrika. Auch diesmal hatte Daniella von AST-Reisen alles gut organisiert. Wir kamen in Johannesburg an, wurden abgeholt und übernachteten im Peech Hotel. Am nächsten Morgen stand eine kleine Stadtrundfahrt auf unserem Programm. Patrick und Daniella zeigten uns das alte Johannesburg. Früher hieß der Teil Down Town, heute ist es New Town, ein trendiges Viertel mitten in der City. Gerne wäre ich zu Fuß durch die Straßen gewandert, aber das sollte man dann doch nicht, schade. Aber auch aus unserem Mietwagen heraus konnten wir viel sehen. Da gab es bunte Häuschen, in denen sich kleine Läden befanden, direkt neben hohen Glaspalästen. Einer dieser Glaspaläste war die Börse von Johannesburg und gleich gegenüber sahen wir die Reservebank. Diese war allerdings ein älteres, sehr schönes Backsteingebäude.

New Town

New Town

 

Kleines altes Geschäft

Kleines altes Geschäft

Über die Nelson-Mandela-Brücke verließen wir die New Town.

Die 2010 stattfindende Fußballweltmeisterschaft ist überall präsent. So konnten wir von der Mandelabrücke direkt auf ein Hochhaus sehen, in dessen Fenster ein riesiger Fußball „einschlug“. Ob die Bewohner wohl noch aus ihren Fenstern sehen können?

Nelson-Mandela-Brücke

Nelson-Mandela-Brücke

Dann fuhren wir über die N1 in Richtung Tzaneen, vorbei an der Münze Südafrikas. Später ging es durch Polokwane (Pietersburg), wo wir ein im Bau befindliches Stadion sahen, welches für die Fußballweltmeisterschaft 2010 errichtet wird.Fußballstadion in Polokwane

Die Kuhesstanfarm befindet sich circa eine halbe Stunde von der Stadt Tzaneen entfernt, direkt auf dem Magoesbaskloof Pass. Bei Polokwane wechselt man von der N1 auf die R71 und es geht vorbei an Zion City Moria. Hier befindet sich das Hauptquartier der Zion Christian Church (Kirche der Zion-Christen). In der Osterzeit sind hier 2-3-Millionen Menschen unterwegs um die Ostermesse zu zelebrieren. Es ist das größte christliche Ereignis der Welt.Dann erreichten wir den Magoesbaskloof Pass. Er führt etwa 5 km durch dichten Urwald, Tee- und Obstplantagen und bewältigt dabei ca. 610 Höhenmeter. Den Namen erhielt der Pass nach einem Häuptling der Tlou – Makgoba. 1894 war diese Gegend Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen zwischen der Regierung von Transvaal gegen den Sotho-Stamm der Tlou. Er musste vor den Buren und den Swasis – die mit der Regierung verbündet waren –  in den Urwald fliehen. Eine seiner Frauen wurde getötet, eine andere so lange gefoltert bis sie sein Versteck verriet. Daraufhin wurde er gefangen genommen und geköpft. Das Volk der Tlou existiert heute nicht mehr. Die letzten 10 Minuten führten uns über eine etwas holprige  Sandstraße bis zur Einfahrt der Farm. Es ist ein herrliches, ruhiges Fleckchen Erde, umgeben von einheimischen Urwald. Die Besitzer der Farm – Shahrsad und Brett – begrüßten uns herzlich. Da meine Tochter Daniella und ihr Lebensgefährte Patrick – die Beiden wohnen im Kings Camp im Timbavati Game Reserve – unsere Gastgeber sehr gut kennen, wurden wir alle vier zum Dinner eingeladen.

 

unsere südafrikanischen Gastgeber Shahrzad und Brett Hone

unsere südafrikanischen Gastgeber Shahrzad und Brett Hone

 

Das Farmhaus

Das Farmhaus

Zunächst aber fuhren wir zu unserer Unterkunft. Es gibt dort 2 Doppelbungalows, die jeweils für 2 Familien ausgestattet sind. Ein Wohn- und Schlafraum sowie eine komplett eingerichtete Küche. Für das Frühstück nutzten wir die kleine dazugehörige Terasse. Vor dem Haus war eine wunderschön angelegte Blumengarten, in den wir morgens und abends Nektarvögel beobachten konnten. Leider klappte es selten, ein gutes Foto zu schießen.

 

unser Cottage

unser Cottage

wunderschön angelegter Blumengarten

wunderschön angelegter Blumengarten

 

das zieht Nektarvögel an!

das zieht Nektarvögel an!

Was wir aber erhofften, war die Sichtung der hier lebenden Samango-Affen auch Diademmeerkatzen genannt. Wir waren noch nicht lange dort, als meine Tochter rief: „kommt her, die Affen kommen“. Na ich sah natürlich nichts, aber Daniella meinte, dass sich die Bäume in einiger Entfernung sehr stark bewegten. Sie hatte Recht und nach kurzer Zeit konnten wir die Tiere direkt vor uns beobachten. Sie turnten in den Bäumen und wir versuchten, das mit der Fotokamera fest zu halten. Mit der Videokamera ging es besser. Leider gibt es für diese Tiere nicht mehr große Lebensräume, da der einheimische Urwald nicht mehr in großen Gebieten vorhanden ist.

Samango Monkey - Diademmeerkatze

Samango Monkey – Diademmeerkatze

 

Nachdem die Samangos weitergezogen waren, wollten auch wir einen kleinen Spaziergang unternehmen. Dicht neben dem Urwald befinden sich große Nutzwälder. Aber auch hier kann man die Ruhe genießen und hier und da die kleinen Wunder bestaunen, wie Gottesanbeterinnen und Schmetterlinge.

 

Gottesanbeterin

Gottesanbeterin

 

Um 20°° Uhr gingen wir dann zu unseren Gastgebern und ließen uns von ihnen mit persischen Spezialitäten  verwöhnen. Allerdings gab es keine alkoholischen Getränke, aber man kann sich gerne ein Bier oder den Wein mitbringen.

Am nächsten Morgen – die Jugend schlief noch – gingen wir auf der Farm auf Fotosafari. Schließlich wollten wir ja auch die Farm und ihre Pflanzen sehen. Als wir dann bei dem Farmhaus ankamen, begrüßte uns Shahrsad und so bekamen wir gleich auch eine Führung über das Gelände angeboten. Wir sahen den Gemüsegarten, der eigentlich nicht mehr als Garten anzusehen war. Er hat schon eine beachtliche Größe. Am meisten interessierten mich aber die Blumen. Da gab es sogar Orchideen, die auf den Bäumen wuchsen!

Farmidylle

Farmidylle

 

 

Die Zeit verging schnell und fast hätten wir das Frühstück verpasst. Also machten wir uns auf den Weg zum Bungalow. Nach dem Frühstück schauten wir nocheinmal bei den Farmbesitzern vorbei. Nun hatten wir auch die Gelegenheit den kleinen Laden, den Shahrsad führt, zu besichtigen. Hier hat man die Gelegenheit echte persische Kelims zu sehr guten Preisen zu erwerben. Außerdem bietet Shahrsad auch noch Marmelade an, die sie selbst hergestellt hat und die man in keinem Geschäft kaufen kann. Zum Frühstück hatten wir einige Kostproben und die waren „mmh“ köstlich.

 

Der Farmladen - schöne persische Teppiche und hausgemachte Marmeladen

Der Farmladen – schöne persische Teppiche und hausgemachte Marmeladen

Aber dann mussten wir abfahren und uns in Tzaneen mit Lebensmitteln eindecken. Heute erwartet uns ja der Krüger Nationalpark. Aber das ist eine andere Geschichte…..

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