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Dubai – Stadtbesichtigung und ein Abendessen im Burj al Arab

Montag, 26.12.11

Heute ist der zweite Tag meiner Dubai -Stadtrundfahrt und  so mache ich mich auf den Weg um die rote Tour zu erkunden. Genau wie gestern fahre ich mit einem Taxi zum Deira City Center und starte von dort wieder mit dem „Hop-on Hop-off“ Bus zu meinen Besichtigungen.
Bis zum Wafi-Einkaufszentrum bin ich auf der gleichen Strecke wie gestern, doch von dort aus gibt es Neues zu sehen und zu hören.

das Sheikh Rashid Hospital

Der erste Halt ist der Creek Park am westlichen Ufer des Creeks. Dieser Park hat verschiedene Themengärten und geht fließend in die  im Jahr 2002 eröffnete „Dubai Children´s City“ über.
Naturgemäßsteigen hier die Familien mit Kindern aus und ein, ich selbst bleibe erst mal sitzen. Den Park hebe ich mir auf, falls ich in den acht Tagen wirklich nicht mehr weiß, was ich mir anschauen soll.
Die Fahrt führt uns vorbei  am Sheikh Rashid Hospital, laut der wohlklingenden Stimme im Kopfhörer, das größte Krankenhaus der Golf Region.
Hier werden alle Arten von medizinischer Behandlung angeboten, doch der Schwerpunkt liegt auf traumatischen Erkrankungen und häufig werden Patienten von anderen Kliniken zu den hiesigen Spezialisten überwiesen.

arabisches Dhow

Weiter geht es nun bis zum Creek Walk, eine Promenade entlang des Creeks auf der ich schon vorgestern entlang flaniert bin. Hier liegen die typischen arabischen Dhows,  auf denen sich heute Restaurants befinden und die Urlauber bei einer Fahrt auf dem Creek mit lukullischen Menüs  verwöhnen. Diese Attraktion wird  für ein romantisches Abendessen angeboten und dauert etwas zwei Stunden. An meinem ersten Tag habe ich mich danach erkundigt, doch leider keinen Preis erfahren. Eingeschlossen ist jedoch die Abholung am Hotel, alkoholfreie Getränke, das Buffet und die Toiletten für Herren und Damen. So hat  es mir jedenfalls einer der Angestellten an einem der Boote erklärt!

Fort al Fahid

Nun kommt das erste Ziel meiner Besichtigungsfahrt, das Dubai Museum. Es ist im historischen Fort Al Fahid untergebracht  und zeigt die Geschichte Dubais und das Leben vor dem Ölboom.
Ich steige aus dem Bus und stehe direkt gegenüber des originalgetreu restaurierten Turmes mit seiner wehenden Fahne.
Im Jahre 1971 ordnete der damalige Scheikh an, dass das Fort instand gesetzt wird und ein Museum entstehen soll. 1987 wurde mit dem Bau der unterirdischen Räume begonnen und 1995 konnte das heutige Museum eröffnet werden.
Der Eintrittspreis ist großzügig  in meiner Stadtrundfahrt enthalten, doch er ist auch ansonsten bezahlbar. Es kostet umgerechnet ca. 70 Cent und die Öffnungszeiten sind Samstag bis Donnerstag von 8:30h bis 20:30h. Am Freitag, dem muslimischen Feiertag,  von 16ººh bis 21ººh.

Dubai Museum

Neugierig betrete ich den Innenhof, was mag mich erwarten? Ich habe schon so oft gehört, was für ein tolles Museum hier ist. Nun, das hält sich ja in Grenzen! Zwei Kanonen flankieren den Eingang und im sandigen Innenhof stehen ein paar sehr schön und detailgetreu restaurierte Boote. Sicher, ein unverzichtbarer Bestandteil der Geschichte Dubais.  Aber ein Museum habe ich mir doch ein wenig anders vorgestellt. Hatte die Dame in meinem Ohrlautsprecher nicht et was von unterirdischen Räumen gesagt?
Doch zuerst stoße ich auf die  Waffensammlung. Auch dies gehört zu der Geschichte jeden Landes, die Geschichten  vieler Kriege. Hier waren es, laut der angeschriebenen Information, Kämpfe gegen Piraten und den Shihuh-Stamm, der  heute noch in Gegenden von 1800 Meter Höhe lebt und früher immer wieder Angriffe auf Dubai gestartet hat.

das einstige Leben im Souk

Doch dort, gegenüber einer Kanone, führt eine Wendeltreppe in die Tiefe. Ich komme in einen stockdunklen Raum, der von einer großen Leinwand erhellt wird.  Hier wird mir in einer Kurzfassung die Geschichte Dubais erzählt und anhand von Fotos dokumentiert. Es sind Bilder wie ich sie auch schon im Internet gesehen habe, jedoch immer wieder neu beeindruckend.

Handel im alten Dubai

Ein Wüstenort verwandelt sich in kurzer Zeit in eine moderne Großstadt.
Die folgenden Räume zeigen anhand nachgestellter Szenen das Leben des „alten“ Dubais. Händler bei einem Gespräch im Souk, Handwerker bei  ihrer Arbeit und Einblicke in private Häuser und das damalige Familienleben. Auch eine nachgebaute Koranschule ist zu sehen und eine Informationstafel über den Islam und seine fünf Pfeiler.
Im nächsten Raum werde ich und die anderen Besucher in die Wüste versetzt, der Boden ist mit Sand aufgeschüttet und eine Beduinenfamilie an einem Lagerfeuer nachgestellt. Langsam gehe ich weiter, erreiche einen Raum der die Wüste und die in ihr lebenden Tiere im schwach beleuchteten Licht der Nacht demonstriert.
Und zum Abschluss wird das Meer dargestellt, für Dubai schon immer von großer Bedeutung. Nicht nur für Fischfang und den Handel auf dem Seeweg, sondern auch die Perlenfischerei war einst für Dubai ein wichtiger Wirtschaftszweig.

restaurierte Handelshäuser

Kurz darauf stehe ich wieder auf der Straße, es ist inzwischen Mittagszeit. Ich entschließe mich für eine kleine Pause in einem Gartencafé und relaxe erst einmal bei einem Pfefferminz-Tee.  Denn heute Abend möchte ich munter und ausgeruht sein, schließlich habe ich für heute ein Abendessen im Burj al Arab gebucht. Das darf ich auf keinen Fall versäumen.
Nach dem Tee schlendere ich noch eine Weile durch die direkt nebenan liegende Siedlung von ehemaligen Handelshäusern. Sie sind alle mustergültig renoviert, können teilweise besichtigt werden und in einigen befinden sich auch heute noch Handelshäuser in Form von Souvenirgeschäften. Nun wird es aber Zeit mein Hauptziel anzugehen: der Goldmarkt von Dubai. Ich nehme den nächsten „Big-Bus“ und setze die Rundfahrt fort. Den „Old Souk“ lasse ich für heute links liegen, da kann ich immer noch an einem anderen Tag in Ruhe stöbern. Der nächste  Halt ist das Sheikh Saeed al Maktoum´s House. Hierbei handelt es sich um ein  Heritage Village mit original nachgebauten Steinhäusern aus den Berg- und Wüstenregionen. Beduinenzelte, Marktstände, Gewürzläden und viele andere Attraktionen zeigen die ehemalige Lebensweise  der Wüstenbewohner. Angeboten werden auch Souvenirs, Kunsthandwerk und Antiquitäten sowie ein Restaurant für eine Ruhepause. Mein Ohrlautsprecher informiert mich, dass inzwischen auch die Bewohner Dubais großes Interesse an diesem historischen Dorf zeigen. Das gesamte Jahr finden hier auch gesellige Programme wie arabische Musik und Volkstänze statt.

Fensterdekoration im Goldmarkt von Dubai

Dann habe ich mein Ziel erreicht: „Nächster Halt: City of Gold- der Goldmarkt !“ Da bin ich nun aber gespannt, 300 Juweliergeschäfte soll es auf diesem Goldmarkt geben. Der Preis auf diesem Markt geht nach Gewicht und wird nach Tagespreis und Karat berechnet.
Die Mittagspause ist gerade vorbei  und einige Geschäfte beginnen wieder zu öffnen , andere warten auch in der Mittagszeit auf Kunden. Es ist sehr ruhig hier in den Straßen, keine Händler die mich in die Geschäfte einladen. Die Auslagen in den Fenstern glitzern voller Gold und Edelsteine. Der Schmuck selbst- nun ja- das ist wohl Geschmackssache. Ein wenig überladen nach meinem Empfinden. Am besten gefallen mir noch die Goldbarren! Nett wie sie da so liegen zu 0,5g bis 5 g Gold. Was die wohl kosten? Doch da hier laut meinem Reiseführer gehandelt wird, mache ich sowie so keinen guten Schnitt. Da bin ich leider völlig ungeeignet.
Ein junger Berber in Marokko wollte mir einmal das Handeln beibringen, doch nach fünf Minuten hat er schulterzuckend aufgegeben und mir freiwillig die Ware 50% billiger gegeben.

der Goldsouk von Dubai

Und eigentlich sind Goldbarren, auch nicht die kleinen, in meinem Reiseetat eingeschlossen.
Daher beschränke ich mich auf das Anschauen der Schmuckstücke.
Ich habe vor meinem Urlaub ein wenig über den Goldmarkt gelesen und dabei erfahren, dass das Gold hier nicht nach dem Aussehen, sondern nach dem Wert und als Anlage gekauft wird. Das Design ist eigentlich nur eine kostenlose Zugabe. Günstiger als auf dem Goldsouk kann man  wohl nirgendwo Gold kaufen und das Gold kommt aus den verschiedensten Ländern hier zu den Händlern.
Vor Fälschungen ist man hier in den Geschäften sicher, auf so etwas wird sich hier kein offizieller Händler einlassen und die Strafen sind in Dubai wohl sehr hoch.
Doch mit Fälschung wird hier auch gehandelt- ganz offen auf der Straße. „Rolex? Möchten sie eine Rolex?“ fragt mich mit leiser Stimme ein vorbei gehender Mann. „Rolex Uhr? Louis Vuitton Handtasche? Prada? Escada?“ tönt es von der anderen Seite mit gedämpfter Stimme.
Nein danke! Doch diese Händler stehen überall, an jeder Straßenecke. Ich habe inzwischen die andere Seite des Goldmarktes erreicht und befinde mich nun in einer Einkaufsstraße. Hier reihen sich die verschiedensten Geschäfte aneinander. Elektronik , Haushaltswaren, Supermarkt und Parfumverkauf. Ich passiere eine Moschee in der  offensichtlich gerade Gebetet wird, zumindest nach den vielen Schuhen vor der Tür und dem Gemurmel aus dem Inneren zu schließen.  Doch auch hier, direkt vor der  Moschee geht es weiter: „Rolex? Prada? Escada? Louis Vuitton?“  Ich gehe weiter und während ich nach einem Lokal für eine Teepause Ausschau halte, geht das Gemurmel weiter: „Rolex? Prada?Escada? Louis Vuitton?“

Einkaufsstrasse in Deira

Einer dieser Händler fällt aus der Reihe: „Rolex? Prada? Escada?“ Na nu! Was ist mit seinen Louis Vuitton Handtaschen? Ausverkauft? Und dann wird es auf einmal ruhig- keine murmelnde Stimmen tönen aus den Hauseingängen. Den Grund hierfür sehe ich hinter der nächsten Straßenkreuzung. Genau auf der Ecke stehen zwei Polizisten und halten einen kleinen verschüchtert drein-blickenden Mann fest. Mit im Gespräch ist ein Ehepaar in den mittleren Jahren, offensichtlich Touristen wenn ich die Kleidung und die umgehängte Kamera anschaue.
Sie machen einen ratlosen und verlegenen Eindruck bei ihrem Gespräch mit der Polizei. Haben die beiden eine Louis Vuitton Handtasche erstanden und sind dabei erwischt worden?  Leid bei der Geschichte tut mir eigentlich der Händler. Er ist einer der vielen Ausländer, die hier in Dubai für wenig Geld arbeiten und wird nun sicherlich, abgesehen von seiner Strafe, des Landes verwiesen.
Ein nettes Café für eine Pause ist hier in der Gegend leider nicht zu finden. Schnellimbiss, ein Hähnchengrill- wo bin ich eigentlich überhaupt? Inzwischen fängt es an zu dunkeln und ich nehme mir ein Taxi und lasse mich zum Hotel zurück fahren. Als ich dort ankomme, stelle ich fest, dass ich recht hatte und gar nicht so weit entfernt war.

das berühmte Burj al Arab

So habe ich nun noch ein wenig Gelegenheit mich auszuruhen, bevor ich zum Abendessen in das berühmte Burj al Arab gehe.
Um sieben Uhr werde ich abgeholt und stehe natürlich pünktlich an der Rezeption. Ich habe mich so richtig schick aufgebrezelt zu diesem Anlass- neue Hosen, eine dazu passende Bluse und meine, heute sogar frisch geputzten, Stiefelletten. Gewählt habe ich das asiatische Buffet im Hinblick darauf, dass ich Vegetarierin bin. Bei der Buchung hat der zuständige Herr mir versichert, dass ich dort mit Sicherheit genug Auswahl an vegetarischen Gerichten finde.
Da kommt auch schon mein Taxi und der Fahrer entpuppt sich gleichzeitig als „Reiseleiter“.
Er stammt aus Kaschmir und arbeitet nun schon fünf Jahre in Dubai, erfahre ich auf dem Weg in das nächste Hotel  wo weitere Gäste für das asiatische Buffet zusteigen. Es ist eine schwedische Familie , die sich genauso wie ich auf den heutigen Abend freut.
Unterwegs bekommen wir einige Information über das Hotel: „Jede Etage verfügt über eine eigene Rezeption und alles was sie in Gold sehen ist auch echtes Gold.“ Dann kommt ein Hinweis auf die Weinpreise, und dass die Getränke nicht mit im Preis enthalten sind. Ob da schon mal einer zum Schluss die Rechnung nicht bezahlen konnte? Die werden doch sicher eine Weinkarte mit Preisen haben? Kurz vor der Ankunft erfahren wir noch was wir dürfen und was nicht: „Sie dürfen in die Lobby und in das Restaurant.  Sie dürfen nicht auf die einzelnen Etagen oder in ein Zimmer, auf gar keinen Fall! Und wenn sie in die Skyview-Bar hinauf möchten müssen sie an der Rezeption nachfragen ob noch ein Platz frei ist.“

Hotellobby

Inzwischen haben wir die Einfahrt zum Hotel erreicht und nach einem kurzen kritischen Blick des Pförtners werden die Schranken geöffnet und wir dürfen auf die künstliche  Insel fahren, auf der das Hotel steht. Eigentlich war geplant, das Hotel direkt an der Küste zu bauen, doch dieser Plan wurde verworfen. Das Gebäude hätte einen zu großen Schatten auf den Strand geworfen. Toll- warum kümmert sich eigentlich keiner um so was an der Costa del Sol in Spanien?
Vor dem Eingang stoppt unser Wagen und nachdem wir alle ausgestiegen sind dürfen wir die heiligen Hallen betreten. „Wartet auf mich!“ ist von unserem Reiseleiter zu hören. „Ich muss nur parken, dann zeige ich euch alles!“ Wieso alles? Wir dürfen doch sowieso nur in die Lobby und ins Restaurant? Doch brav bleiben wir als seine Touri –Gruppe in der Lobby stehen und warten auf die Führung bis zum Restaurant. Inzwischen schaue ich mich um. Auch im Inneren ist die Form eines Segels klar zu erkennen und die Säulen schimmern golden im gedämpften Licht. Nach dem was ich gelesen habe sollen  8.000 m2 Blattgold verwendet worden sein. Da muss der Gold-Souk ja geblüht haben!
Im Gänsemarsch marschieren wir unserem Fahrer und Führer hinterher bis wir am Eingang des Junsui -Restaurant von einer jungen Dame begrüßt werden. Freundlich führt sie uns an den verschiedenen asiatischen Buffets vorbei und erklärt uns wo wir welche Gerichte finden. Am thailändischen Buffet empfiehlt sie „fried noodles with chicken“ und am chinesischen die gebackenen Ente. Bei der japanischen Sektion weist sie uns besonders auf die Sushi und andere frische Fischspezialitäten hin. Danach bittet sie uns an dem reservierten Tisch Platz zu nehmen. Und wo sind die bei der Buchung  zugesagten vegetarischen Gerichte? Vielleicht ein paar indische Linsen oder so? Der Restaurantbesuch ist mit 130,00€ ohne Getränke ja nicht gerade preiswert, da möchte ich doch nicht nur Beilagen essen. „Excuse me!“ halte ich die junge Dame auf „haben sie keine vegetarischen Gerichte? Es wurde mir bei der Buchung zugesagt.“  „Oh- of course“ meint sie mit nicht sehr überzeugter Stimme „lets have a look!“
Wir machen den Buffet-Rundgang nochmal und sie schaut in fast alle Töpfe.  „Darf es denn Fisch sein?“ fragt sie etwas nervös. Warum soll ich ihr das Leben leicht machen? „Nein danke, rein vegetarisch bitte.“  Es werden mir chinesische Nudeln mit Gemüse empfohlen und thailändischer Reis mit Gemüse. Na ja- ich bin ja wegen der Ambiente hier, nicht nur zum Essen. Also nehme ich erst mal Platz und bestelle mir einen Aperitif -wenn schon teuer, dann bitte richtig! Ich habe zwei Getränkekellner zu meiner Verfügung die sich mir namentlich vorstellen, nach meinem Namen fragen und mich den restlichen Abend  immer wieder mit Mrs. Elke ansprechen. Tolles Gedächtnistraining! Ich weiß schon zehn Minuten später nicht mehr die Namen der beiden.

im Burj al Arab

Während ich noch an meinem Apro nippe kommt der japanische Koch an meinen Tisch: „Sind sie der vegetarische Gast?“ Ja, der bin ich! „Darf ich ihnen ein paar vegetarische Sushi zubereiten?“  Och ja, gerne! Da brauch ich doch nicht nur Nudeln und Reis essen.  Und nicht nur das! Während die schwedische Familie mit ihren Tellern zwischen Tisch und Buffet hin und her wandert, wird mein Essen am Tisch serviert. Den wirklich leckeren Sushi folgt ein leichter und knackiger bunter Salat und im Anschluss bringt der chinesische Koch vegetarische Frühlingsröllchen an den Tisch. Dann taucht wieder die weiße Mütze des Japaners auf: „ Essen sie gerne pikant? Ich könnte ihnen eine Portion gebackene Nudeln machen, es ist eine meiner Spezialitäten.“ Aber ja doch, und gerne pikant! Es sind wirklich die besten gebackenen Nudeln, die ich je gekostet habe! Das ganze Essen runde ich ab mit einem guten Glas Weißwein und bin rundum zufrieden. Nur das Dessert, das muss auch ich mir selbst holen! „Kaffee? Oder ein Digestiv?“ möchte einer meiner beiden Getränkekellner wissen. Nein, danke- aber noch ein Glas von dem guten Wein. Einfach weil es hier so schön ist!
Die schwedische Familie ist kurz darauf am Aufbrechen, sie möchten gerne noch in die Skyview Bar. Diese Bar liegt in 200 Meter  Höhe und bietet einen spektakulären Ausblick. Ob ich nicht auch gerne dorthin möchte, denn eigentlich müssten wir schon in 10 Minuten wieder am Taxi sein. Aber ja doch, wir müssen nur anfragen ob Platz in der Bar ist. „Und unser Fahrer?“ gibt der schwedische Familienvater zu bedenken. Nun er wird sicher nicht mit leerem Auto pünktlich losfahren und alle seine Gäste hier lassen. Aber wir informieren ihn zumindest.
Der Fahrer hat Verständnis und er begleitet mich bis hinauf in die Bar, wo ich für uns die Plätze reservieren  möchte. „Es waren noch nie Gäste pünktlich am Auto“ verrät er mir „deshalb setze ich die Zeit immer ein wenig früher an, als eigentlich geplant.“  Ach ja? Da bin ich ja froh, dass ich nicht soooo sehr zu deutscher Pünktlichkeit neige. Nicht auszudenken, wenn ich deshalb den Wein auf die Schnelle hinunter gekippt hätte!
Die Dame an der Rezeption zur Bar ist sehr freundlich, sie schaut in ihr dickes Buch und nickt. „Ja, das geht!“ lässt sie mich wissen. Doch dann gibt unser Fahrer  ihr den wichtigen Hinweis: „Vier Erwachsene und zwei Kinder!“  Und das geht leider nicht, denn in einer Bar sind Minderjährige nicht erlaubt, auch nicht in Begleitung von den Eltern. Und nun? Man kann ja schlecht die beiden Jung´s solange in der Hotellobby abstellen. Und wenn´s meine Kinder wären, würde ich sie auch nicht im Auto warten lassen. Also schließe ich mich der schwedischen Familie an und wir fahren gemeinsam zurück in unsere Hotels. Kein Wunder, dass unser Fahrer so hilfsbereit war! Der hat das von Anfang an gewusst- so ein Schlawiner. Aber das macht nichts, ich hatte zumindest das Erlebnis der Aufzugfahrt und kann sagen, ich war oben in der Skyview –Bar. Stimmt doch, oder?
Doch egal, mit oder ohne Bar war es ein fantastische Abend, den ich nicht missen möchte und der vermutlich einfach zu einem Urlaub in Dubai dazu gehört.
Morgen werde ich die Stadt weiter erkunden, auf meinem Plan steht das Burj Kalifa- das zur Zeit höchste Gebäude der Welt. Mal schauen ob ich wirklich schwindelfrei bin!

Der erste Tag meiner Dubai-Reise ist erschienen unter:http://www.reiseberichte-blog.com/dubai-urlaub-eine-reise-in-die-vereinten-arabischen-emirate/

 

Dubai-eine individuelle Urlaubsreise

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Über den Autor

Elke Hoppe

Vor ca. 20 Jahren bin ich von Deutschland nach Spanien ausgewandert, um auf der Sonnenseite Europas leben zu können. Doch auch von hier aus habe ich das Bedürfnis mehr von der Welt kennen zu lernen. Da es mir zeitlich und beruflich möglich ist, mache ich seit 2005 einmal im Jahr eine „große Reise“. Begleitet werde ich dabei von Edith, meiner Mutter, die vor 18 Jahre ebenfalls aus dem deutschen Regen in die spanische Sonne geflüchtet ist. Bisher hat uns unsere Reiselust nach Asien, Kenia und Peru geführt. Für das Jahr 2009 hatten wir uns für Indien entschieden und dort neben Rajasthan inzwischen auch andere Regionen besucht. Auf den Rundreisen in Indien waren wir in Begleitung von unserem Fahrer Prakash Acharya. Er ist ein zuverlässiger und informativer Reisebegleiter, den ich sehr empfehlen kann. Prakash hat sich vor einigen Jahren selbständig gemacht und falls jemand mit ihm eine Rundreise machen möchte bin gerne bereit den Kontakt herzustellen.

3 Reaktionen bis “ Dubai – Stadtbesichtigung und ein Abendessen im Burj al Arab ”

  1. […] Der vorhergehende Reisebericht ist erschienen unter: http://www.reiseberichte-blog.com/dubai-stadtbesichtigung-und-ein-abendessen-im-burj-al-arab/ […]

  2. Hallo Frau Elke
    Vielen Dank für den tollen Bericht von ihrer
    Dubai Reise.
    Ich habe den Bericht verschlungen.
    Toll, was Sie erlebt haben in Dubai.
    Ich habe es genau so erlebt.
    Ich reise am 20 Januar bis 1.februar
    nach Dubai.
    War letztes mal im 2006 dort.
    Das Hotel Jumeirah Beach ist für diese
    Zeit mein daheim.
    Vielleicht hätten sie mir noch einige Insider Typs
    für Dubai??
    Auf jeden Fall Danke ich ihnen nochmals
    ganz herzlich für den Bericht.

    Liebe grüße aus der Schweiz.

    Janet Ackermann
    1992 Les Agettes

  3. Elke Hoppe

    Liebe Janet
    vielen Dank für den netten Kommentar zu meinem Bericht. Es war ein toller Urlaub in Dubai, den ich wirklich nur empfehlen kann.
    Sicher hat sich seit 2006 einiges verändert und es wird für sie bestimmt ein Erlebnis sein, diese Veränderungen zu sehen. Das Burj Kalifa und der Dubai Fountain gab es damals glaube ich noch nicht, oder?
    Ich werde Ihnen auf jeden Fall noch eine gesonderte Mail senden, so können wir vor Ihrer Abreise vielleicht noch einige Erfahrungen austauschen.
    Liebe Grüße aus Spanien
    Elke

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