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Kalahari Löwe im Kgalagadi Transfrontier Park, Botswana

Die Kalahari ist die sechstgrößte Wüste der Welt.

Dort besuchten wir den Kgalagadi Transfrontier Nationalpark = Grenzpark, der 36.000 qkm groß ist.
Kalahari Löwe im Kgalagadi Transfrontier Park auf der Reise Savannengras Ein Viertel des Naturparks liegt in Südafrika und drei Viertel liegen in Botswana. Der durchnittliche Regenfall ist meistens weniger als 150 mm im Jahr und die parallel laufenden Sanddünen schimmern in einem roten und orangenen verzauberten Licht. Die Vegetation ist spärlich. Es gibt sogar zwei Flüsse: der Nossob und der Auab, die vielleicht einmal in 10 Jahren Wasser führen. Hier in diesem Naturparadies besuchten wir auf der Rundreise Savannengras von Kapstadt bis Victoria Falls die Lodge Rooiputs (rooi fuer rot). Es ist ein ganz besonderes Gebiet für Safaris! Wir haben nur wenige andere Reisegruppen getroffen, denn der Kgalagadi ist noch ein eher unbekannter Park.

Die Rooiputs Lodge liegt inmitten der Sanddünen. Die Pfade zu den einzelnen Cottages gehen über Holzplanken, die lose auf dem Sand liegen. Wir wurden von einem Ranger zu den Cottages oder zu den Frühstücks- und Dinner-Cottages begleitet, denn die Lodge ist nicht umzäunt. Das hört sich spannend und abenteuerlich an, aber alle Cottages haben innen dennoch den größten Komfort und nach Pirsch- und Erkundigungsfahrten fühlt man sich wohl dort und man kann sich erfrischen und erholen.

Am 24. April 2015 um 5 Uhr wurde unsere Reisegruppe von einem lauten Löwenbrüllen geweckt. Ich natürlich auch! Ich war schon oft im südlichen Afrika auf Reisen und dachte, der ist ja mindestens noch 2 km vom Camp entfernt – also keine Gefahr im Verzug. Aber nach 20 Minuten ging das Löwenkonzert wieder los und  dieses Mal näher.

Gepardin im Kgalagadi Transfrontier Nationalpark auf der Reise Savannengras

So bald es erlaubt war, das Camp zu verlassen, stellte sich der Ranger ein und meinte, jetzt müssen wir den Löwen ausfindig machen und das im offenen Geländewagen… Über den Kalahari Löwen ist bekannt, dass er viel größer und mächtiger ist als die sonst bekannten Löwen z.B. aus dem Kruger Nationalpark. Er, der männliche Kalahari Löwe hat eine schwarze Mähne und sieht echt furchterregend aus. Er ist nur hier in der Kalahari zu finden. Unser erfahrener Ranger hatte ihn bald aufgespürt und als der Löwe uns erspähte, kam er direkt auf uns zu, als seien wir seine Opfer. Der Sand wirbelte unter seinen Tatzen auf, es war wirklich ein Erlebnis. Beherzte Mitreisende aus meiner Gruppe filmten was das Zeug hält –

Wir sahen dann, dass wir nicht sein Opfer sein sollten, sondern vier junge Geparden, deren Mutter anscheinend zur Zeit auf Jagd war und ihre Jungen alleine gelassen hatte. Man muss verstehen, dass in der Wildnis diese Jungtiere, seien es Geparden, Leoparden, oder selbst die eigene Gattung, Gefahr für den erwachsenen mächtigen Löwen darstellen, entweder bei der Futtersuche/im Jagdbereich oder in der Fortpflanzung. Uns allen blieb das Herz stehen, denn die kleinen Geparden sahen so hilflos und ängstlich aus – aber da kam Hilfe: die Mutter der Kleinen hatte den Hilferuf ihrer Jungen gehört und natürlich auch das Brüllen des Widersachers. Sie erschien auf der Bildfläche und wusste, dass sie kräftemäßig dem Löwen unterlegen, aber bestimmt in der Schnelligkeit weit überlegen war. Sie versuchte ihn, den König der Löwen, auf sich aufmersam zu machen, tänzelte vor ihm her und lenkte ihn auf sich, was ihr gelang. So waren wir alle froh und begeistert, dass so ein Naturerlebnis gut ablief und die kleinen Geparden hoffentlich erwachsen werden können.

Oft sieht man Naturfilme im Fernsehen, und man überlegt sich, wie lange Fotografen geduldig auf solche Erlebnisse warten müssen. So war uns allen bewusst, wie bevorzugt wir waren, dieses Schauspiel hautnah – aber nicht zu nahe!! – erleben zu können.

Kalahari Löwe im Kgalagadi Transfrontier Park, Botswana
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Über den Autor

Ich wurde in Sambia geboren, aufgewachsen bin ich in Gaborone, Botswana. Später habe ich lange in Johannesburg gelebt und gearbeitet, bis ich mit meinem Mann, Johannes Haape, nach Deutschland gezogen bin. Jedes Jahr zieht es uns aber für Reisen in unsere afrikanische Heimat. Meistens nach Botswana, Namibia und Südafrika. Aber auch Sambia, Simbabwe, Malawi, Tansania und Äthiopien haben wir bereist.

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