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Wirklichkeit oder Traum

Unser Urlaub war traumhaft und unvergesslich. Wir haben keine Sekunde bereut und noch nie so einen einzigartigen, gut organisierten Aufenthalt in einem fremden Land erlebt.

Vielen Dank für die Sitzplatzempfehlung im Flieger. Mein langer Freund konnte ordentlich seine Beine ausstrecken. Insgesamt gesehen hat die Fliegerei mit den ganzen Inlandsflügen super geklappt (gezählte 9 Flüge). Auf dem großen Flughafen in Johannesburg wurde uns ohne weiteres geholfen. Auch in Kasane oder Maun wurden wir schon so gut wie am Eingang empfangen und an den richtigen Ort begleitet. Das war total stressfrei und verlief ohne jegliche Probleme.

Unser Traumurlaub begann in dem sehr schönen Zambesi Sun Hotel. Die Unterkunft ist von der Bauweise ansehnlich in die Landschaft integriert. Das erste Mal große Augen bekamen wir, als die „blauärschigen“ Äffchen bei uns auf dem Balkon spazieren gegangen sind. Wir haben uns in der Anlage mit den freilaufenden Zebras, den Perlhühnern, unserem ersten kleineren Krokodil gut aufgenommen gefühlt. Frühs gingen wir verschlafen zum Pool und trafen auf grasende Zebras. Wir durften auch ein Frühstück neben grasenden Zebras erleben. Wir fühlten uns mitten im Paradies. Da wussten wir zwar, dass wir noch am Anfang unserer Reise sind, aber es sollte noch ein Highlight nach dem anderen folgen.

Die Victoriafälle waren bei unserem Aufenthalt gut zu bewandern. Schon verrückt, dass wir an den Stellen gelaufen sind, die zur Regenzeit überflutet sind. Ein Blick in die Tiefe und die sprühende Gischt in der Ferne – ein weiteres Erlebnis. Am Abend hatten wir uns nach längerem Hin und Her (typisch für uns) für das ziemlich teure und rundum leckere Buffet entschieden. Zum Ankommen und Relaxen mit chilliger Musik genau das Richtige. Wir besuchten auch die Anlage nebenan (Royal Livingstone). Zum Beschnuppern der „gut betuchten Hotelwelt“ hat unser Kurzaufenthalt, auf der dortigen perfekt gelegenen Terrasse mit Blick auf die Gischt inklusive Sonnenuntergang sowie ein Besuch der filmreifen Bar, an der wir unseren Cherry schlürften und uns in die Zeiten zu Anfang des 19. Jahrhunderts versetzt fühlten, voll ausgereicht. Mit unserem gebrochenen Englisch stellten wir dem Barkeeper ein paar Fragen zu den Verhältnissen vor Ort und bekamen ein schummriges Gefühl, wie gut es uns doch zu Hause geht.

Im Nachhinein gesehen, pflegten wir an allen Orten sehr freundliche Kontakte. Manche erzählten uns Ihre Zukunftspläne oder gaben uns Tipps für unseren Aufenthalt. Mein Freund sprach mit den Jungs über Fußball. Michael Ballack ist bekannt wie ein bunter Hund 😉

Einen weiteren Abend fuhren wir sehr edel mit der African Queen und sahen unsere ersten Hippos. Wir waren total aus dem Häuschen! Nach zwei voll ausreichenden Tagen ging es weiter nach Botswana. Abendteuerlustig war die Grenzüberschreitung mit Bootsfahrt, Desinfizierung unserer Schuhe, der Warteschlange im Grenzhäuschen (nur wir Urlauber wurden gleich weiter geschleust) und der Besichtigung des tausendjährigen Baobams am Straßenrand. Die Garden Lodge hielt sich voll an Ihren Namen. Wir hatten unserer Meinung nach die größte Terrasse mit einem wundervollen Blick in den grünen Garten mit einem lustig aussehenden Warzenschwein, Enten, vielen bunten Vögeln und der Chobe River ganz in der Nähe. In der angenehmen familiären Atmosphäre fühlten wir uns schnell heimisch. Nachmittags gab es in einer großen Runde Kaffee und Kuchen (auch für die Enten) und abends saßen wir an einem langen Tisch gemütlich beisammen und konnten uns über das Erlebte austauschen.

Noch am ersten Tag unternahmen wir eine Bootstour. Diese bestand nur aus uns beiden und unserem Guide. Wir hatten sehr viel Glück und sahen am Flussrand sehr viele Tiere – wir sahen alles zum ersten Mal in freier Wildbahn und waren dementsprechend abends voll beladen mit unseren Eindrücken und konnten diese gar nicht in Worte fassen. Es war einfach unbeschreiblich schön den ersten Elefanten zu sehen (der auch prompt losgeködelt hat), aus ungefähr 10m Entfernung eine trinkende Elefantenherde minutenlang zu beobachten, die ersten Büffel, Impalas, die vielen verschiedenen Vogelarten uvm. Unser Guide fuhr relativ nah an eine Hippoherde heran. Da war dann doch eins ein bißchen gereizt, zu unserem Fotoglück. Ein toter stinkender Büffel schwamm im Chobe, der von den kräftigen Krokodilen verspeist wurde. Ach, da gibt es so viele Erlebnisse…

Wir waren froh, drei Nächte in diesem Paradies bleiben zu dürfen. So hatten wir ein wenig Zeit, um zu angeln (nach Plastiktüten), ein Buch zu lesen oder einfach die Beine hoch zu legen und die Tiere in der Lodge zu beobachten und die Ruhe zu genießen. Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Jeep in den Chobe Safari Park. Dort war es nicht so einfach wie mit dem Boot – einfach fahren und überall Tiere sichten. Hier mussten wir doch ein paar Kilometer abfahren und nach Tieren Ausschau halten. Das war für uns auch sehr reizvoll und spannend. Was erwartet uns hinter der nächsten Kurve oder ist vielleicht doch irgendwo ein langer Hals zu sehen oder auf dem Baum ein Leopard? Wir hatten sehr viel Spaß und merkten von Tag zu Tag mehr, wie entspannend die Safaritouren auf uns wirkten.

Abends wurden wir mit einem farbenprächtigen Sonnenuntergang und immer wieder mit einem leckeren Menü belohnt. Als ob der Tag nicht so schon schön gewesen wäre. Mit dieser Mischung von netten Menschen, einer zauberhaften Landschaft mit den unterschiedlichsten Tieren, dem wundervoll Erlebten. Wir befanden uns auf einer perfekten Welle des Glücks. Es ging weiter mit dem Kleinflugzeug ins weitere Glück – Okuti Camp. Ein Paradies für uns und unseren Naturfaible. Wir fühlten uns fern ab der Welt, frei, aufgenommen in ein super freundliches, perfekt organisiertes Team. Wir hatten sehr viel Glück mit unserem Guide. Die Touren durch den Moremi waren äußerst individuell. Mit unserem Fernglas in der Hand, dem Fotoapparat um den Hals ging es los, drei Tag hintereinander und wir missen keine Sekunde. Wir fuhren mehrere Gebiete ab, wie DeadTree und konnten uns ein Bild von der Größe und der Vielfalt des Parkes machen. Für uns war jeder Gamedrive ein Erlebnis – lässig im Jeep sitzen, jede Bodenwelle mitnehmen, hin und her schaukeln, lachen, kichern, mit dem Fernglas nach links oder nach rechts schauen, ständig in Lauerstellung, das Vogelbuch griffbereit, der Fotoapparat ständig bereit für jeden guten Aufnahmemoment.

Wir freuen uns sehr, dass wir uns nach Afrika getraut haben und so etwas Schönes erleben durften. Jeder Moment wird versucht festzuhalten, auch wenn wir später zu Hause merken, das es am Rechner dann gar nicht so wirkt, wie auf Safari. Aber wie sollte es auch? Die erste Nacht in freier Natur im befestigten Zelt ist sehr sicher, aber man sagt uns, es könnten die Hippos vor unserer Terrasse spazieren gehen. Dementsprechend wachsam ist der Schlaf. Mein Freund ratzt neben mir und ich wache ab und zu auf, bin beeindruckt von der Geräuschkulisse, flippe aus, alsich mitten in der Nacht ein Löwengebrüll höre und versuche vergeblich meinen Freund zu motivieren, aber er schläft. Auch ein zweiter Versuch missglückt. Am nächsten Morgen befinde ich mich wie im Traum und noch in Trance von dem in der Nacht erlebten. Welch Wahnsinn. Am frühen morgen vernehme ich noch matschige Schritte und vermute die Hippos. Beim Frühstück berichtet eine Australierin von Ihrem Gehörten, und meine Vermutung bestätigt sich. Ich bin rundum entzückt. Nach einem nahrhaften Frühstück – nach Herzenswünschen wird uns hier alles erfüllt – geht es wieder auf Safari.

So ein Safaritag ist für uns etwas Einmaliges. Zeitig aufstehen, auch wenn es schwer fällt, aber mit so netten „Wake up“-Rufen und einem Tablett mit heißen Getränken gleich bereit stehend, kann der Tag überhaupt nur gut werden. Mit der heißen Tasse in der Hand genießen wir von unserer Terrasse den Blick in die endlose Natur, vor uns dann auch noch die Hippos, die mit dem Strom schwimmen und vor sich hinschniefen – einfach schön. Wir freuen uns jeden Tag aufs Neue und lassen uns auf den Safaritouren dahingleiten. Eines spätabends befanden wir uns wie in einer Filmszene. Wir hörten über das Funkgerät von gesichteten Geparden. Vormittags sind wir schon einem Leoparden begegnet, den wir nicht, und die Affen auch nicht, so schnell aus den Augen verlieren wollten. Und nun sollten wir noch Geparden sehen? (ach die Wildhunde hatte ich jetzt ganz vergessen, die gehörten auch zu unserem Wahnsinnstag dazu) Wir waren sehr euphorisch und schauten sehr wachsam. Auf einer lang gestreckten Ebene sahen wir mit einmal eine Gepardenmutter mit drei fast ausgewachsenen Jungtieren. Totale Begeisterung stieg in uns auf. Doch das sollte noch nicht alles sein. Wieder knäckerte das Funkgerät und von einem Löwen war die Rede. Plötzlich kam eine Giraffe von rechts und marschierte gelassen über die weite Ebene. Wir wussten von den Geparden und dem Löwen, der auf der anderen Seite der Ebene lauerte. Die fünf Tiere schauten sich sozusagen in die Augen. Und zu alledem kam auch noch ein Elefantenherde linkerhand gerade über die Ebene gelaufen. Doch diese bemerkten den Löwen und machten mit Angstschreien kehrt. Mit einem Sundowner beendeten wir den rundum erfüllten Tag.

Mittags ging es dann weiter ins Pom Pom Camp. Wir verabschiedeten uns von unserem tollen Guide Beaman. Er hat uns den Moremi Park als wundervolles Fleckchen Erde sehr nah gebracht. Zum Abschied kauften wir uns einen lustigen Teewärmer in Giraffenform und ein Vogelbuch, das schon während unseres Aufenthaltes unser ständiger Begleiter war. Wir putzten uns zu Profis raus 😉 Im Pom Pom Camp wurden wir dann vom “Massentourismus“ ein wenig eingeholt bzw. wir waren zu verwöhnt von unseren anderen Unterkünften. Unser Zelt stand wenige Meter vom See entfernt, indem sich auch Hippos tummelten. Wieder ein Natur- und Tierparadies. Nachts gab es wieder viel zu belauschen und etwas weniger Schlaf für mich. Auf Safari bemerkten wir die andere Vegetation – Palmen, hohes Gras und somit schlechter zu entdeckende Tiere. Beeindruckend waren die mächtigen Büffel, die sich in unserer Nähe befanden. Die Tiere waren insgesamt schreckhafter als im Moremi Park. Jetzt fehlten uns nur noch Rhinos und Hyänen. Die Hyänen sahen wir am letzten Abend auf unserer Nachtsafari. Am nächsten Morgen hatten wir auch wieder Glück und konnten die skurrilen Tiere aus der Nähe bewundern. Nachdem unsere erste Floßfahrt sprichwörtlich total ins Wasser fiel, wollte ich an unserem letzten Tag unbedingt noch einmal über das glasklare Okavango-Delta gleiten. Mit einer sonnigen Fahrt wurden unsere Vorstellungen von einem Paradies bestätigt und der Abschied fiel uns gar nicht so schwer. Denn schließlich wollen wir ja noch die Rhinos in einem nächsten Urlaub sehen! Wir sind dir sehr dankbar für so einen zauberhaften Urlaub!

Wirklichkeit oder Traum
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Über den Autor

2 Reaktionen bis “ Wirklichkeit oder Traum ”

  1. Hallo KriMa,

    das klingt ja wahnsinnig toll. Wir haben auch vor, nächstes Jahr eine Safari in Afrika zu machen. Welche Reisezeit schlägst du vor, und wie oder wo hast du das gebucht?

    liebe Grüße
    Barbara

  2. Hallo Barbara,

    wir waren Anfang Oktober in Afrika. Da beginnt so langsam die Regenzeit, alle sehnen sich nach dem Wasser. Wir hatten zwei, drei Regenschauer – schnell da und wieder weg. Die Natur wandelt sich in ein zartes Grün…

    Eine sehr kompetente und freundliche Beratung erhielten wir von Daniella Csar, AST-Reisen. Sie gibt bestimmt auch gerne Auskunft zur Reisezeit.

    Alles Gute für die Reise
    Kristin

    Vielen Dank noch mal an Daniella! Anbei ein Link:
    http://www.ast-reisen.de/daniella-csar.php

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