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Völker und Vögel des Sine-Saloum-Delta im Senegal – eine Reise in eine faszinierende Flusslandschaft !

Delta Niominka

Delta Niominka

Im Süden des nördlichen Senegals liegt das Sine-Saloum-Delta. Auf unserer Reise in dieses Gebiet haben wir eine ganz besondere Naturlandschaft erfahren. Die Flüsse Sine und Saloum münden hier ins Meer und bilden ein großflächiges Überschwemmungsgebiet. Das Besondere daran ist, dass das Meer in Richtung des Flusses drückt und somit die ganze Mündungsregion vom Atlantik gespeist wird.

Eine Eigenheit des Deltas ist die Vermischung von Süßwasser des Sine-Saloum-Flusses mit dem Salzwasser des Atlantischen Ozeans. Das bedingt einen ganz speziellen Lebensraum, der einzigartig und gleichzeitig so vielseitig aufgebaut ist, dass sich hier verschiedenste Arten von Tieren und Pflanzen haben ansiedeln können. Tier- und Pflanzenreichtum dieser Region sind wirklich unermesslich!

Keur Saloum Landschaft

Keur Saloum Landschaft

Die Region zeichnet sich vor allem durch ihren immensen Reichtum an Vogelarten aus. Das Sine-Saloum-Delta ist eines der Gebiete, in denen Zugvögel aus Europa den Winter verbringen. Hier findet sich eine Vielzahl an Brutplätzen, was wirklich einen imposanten Eindruck hinterlässt. Es überwintern hier zum Beispiel Kraniche, Störche, Reiher, Pelikane, Flamingos und Kormorane, um nur einige der über 250 Vogelarten zu nennen.

Außerdem leben hier verschiedenste Entenvögel, Möwenarten und Seeschwalben. Im Sine-Saloum-Delta und den umgebenden dichten Wäldern befindet sich zudem der Lebensraum von Antilopen, diversen Affenarten, Hyänen und Wildschweinen. Schildkröten, Delfine und Seekühe leben in den weiten Gewässern des Deltas.

Imposanter Baobab im Saloum Delta

Imposanter Baobab im Saloum Delta

Ein einzigartiges Biotop, das sich auch auf die vielen kleinen Inseln, die dem Sine-Saloum-Delta an der Küste vorgelagert sind, erstreckt.Dies gilt es natürlich zu bewahren. Der Nationalpark „Delta du Saloum“wurde 1976 als zweiter Nationalpark des Senegals gegründet.

Trommelkurs im Paletuviers

Trommelkurs im Paletuviers

Seit 1981 sind 334.000 ha des Deltas sogar als weltweit schützenswertes Biosphärenreservat ausgezeichnet. Zahlreiche weitere Vorhaben zum Schutz der Natur in der Region Sine-Saloum sind geplant, darunter auch die Auswilderung hunderter Tiere in den Wäldern der regionalen Naturschutzgebiete. Unser Ausflug in den Nationalpark hat sich als unvergesslicher Erlebnis erwiesen.

Während der Regenzeit sind die vorwiegend unbefestigten Straßen des Deltas kaum befahrbar. Wo sich in der Trockenzeit ein sprödes Salinengebiet mit trockenen Böden zeigt, ist in der Regenzeit eine riesige Wasserfläche.

Piroge

Piroge

Die beste Art, das Delta zu erkunden, ist daher eine Fahrt mit den traditionellen Pirogen. Mit ihnen kann man lautlos durch das Wasser gleiten und die unzähligen Seitenarme des Sine-Saloum kennen zu lernen. Wir haben verschiedene Bootstouren unternommen und die herrliche Flusslandschaft erkundet. Dabei eröffneten sich uns je nach Region und Ausgangspunkt unterschiedlichste Landschaftsbilder und gaben den Blick frei auf Scharen von Flamingos, Pelikankolonien und bizarre tropische Kingfisher-Arten.

Geräucherte Fische

Geräucherte Fische

Der Sine- und auch der Saloum-Fluss zeichnen sich durch ihre reichen Fischbestände aus, daher ist die Fischerei der dominierende Sektor in der Region, von dem mehr als die Hälfte der ansässigen Bevökerung ihren Lebensunterhalt bestreitet. Wir besuchten eine der Fischfabriken, die meist in chinesischer Hand sind, und sahen den Arbeitern beim Räuchern der Fische zu, die wir auch frisch vom Rost probierten.

Bei unserer Pirogenfahrt

Bei unserer Pirogenfahrt

Hier konnten wir auch zuschauen, wie die Männer des Dorfes Fische fingen und Muscheln züchteten. Denn berühmt ist diese Gegend auch für ihre großen Austernvorkommen, eine Spezialität, die man im Sine-Saloum-Delta einfach genießen muss. Auf einer Fahrt mit einer solchen Piroge haben wir uns die Schlaf- und Brutplätze der vielfältigen, einheimischen Vogelwelt angesehen. Eine besondere Attraktion war es, als der Fischer sich vom Boot aus tief über das Wasser beugte und uns mit der Hand Austern aus dem Wasser fischte!

Typisch für das Sine Saloum sind die zahlreichen kleinen Dörfer. Sine Saloum ist die Region der Sérèr, die sich vor allem in Sine-Sine, Safen, Palor, Ndout und Niominka angesiedelt haben. Bezeichnend ist aber das friedliche und harmonische Miteinander aller Volksstämme in der Region. Hier leben außerdem noch die Wolof, Fula, Diola und die Mandingas, alles sehr unterschiedliche Völker, die dennoch gemeinsam dieses Gebiet bevölkern, ohne Barrieren zwischen den Stämmen zu schaffen.

Delta Niominka Lodge

Delta Niominka Lodge

Auf der Insel Doinewar auf der Höhe der Küstenstadt Djiffer liegt die neue Lodge Delta Niominka. Die komfortable Anlage mit ihrer einmaligen Lage zwischen Atlantischem Ozean und der Lagune des Deltas ist ein Geheimtipp für alle, die Ruhe und Erholung suchen. Auch wir haben hier einen Zwischenstopp eingelegt und waren von der wunderschönen Anlage begeistert. Unsere Reise führte uns weiter zur Souimanga Lodge in Fimela und wir genossen den ruhigen und entspannten Aufenthalt in eleganter und behaglicher Atmosphäre. Diese kleine, besonders charmante Lodge begeisterte uns. Die Bungalows mit ihrer großen Terrasse und Ausrichtung mit Blick auf die Weite der Salinenlandschaft sowie der liebevolle, persönliche Service und die wirklich gute Küche sind ein Geheimtipp für alle Individualisten. Ein idealer Ausgangspunkt, um die Region des Deltas zu erkunden.

Wochenmarkt (lomo)

Wochenmarkt (lomo)

Eine weitere Attraktion der Region sind die Wochenmärkte („lomos“), die von Dorf zu Dorf ziehen. Dabei dienen sie sowohl dem Austausch von Waren als auch – ein sehr wichtiger Aspekt für die Menschen – der Kommunikation und dem Austausch untereinander. Bei unserem Besuch auf einem solchen Markt herrschte ein unglaublich quirliges Treiben, es brüllten die Händler und überall herrschte ein Gewusel aus Menschen und auch Tieren. Was für eine Atmosphäre!

Ein vor allem in früherer Zeit wichtiger Handelspunkt war das Städtchen Foundiougne am Ufer des Saloum, das während der Kolonialzeit über einen bedeutenden Hafen verfügte. Auch heute noch lohnt eine Besichtigung der kleinen Stadt, das über einige gut erhaltene Häuser im Kolonialstil verfügt.

Arbeiten mit dem Mörser

Arbeiten mit dem Mörser

Ein lohnenswertes Ziel ist auch die Muschelinsel Fadiouth. Diese kleine Inselgruppe ist äußerst reizvoll, da sie aus Muschelkalk entstanden bzw. aufgeschüttet worden ist. Sie ist untergliedert in verschiedene Inseln, die alle einem unterschiedlichen Zweck dienen. So gibt es eine Wohninsel mit dem Dorf Fadiouth. Zusammen mit dem Dorf Joal auf dem Festland bildet es den bekannten und bei Touristen beliebten Ort Joal-Fadiouth. Aus Joal, einem wichtigen Fischereizentrum des Landes, stammt übrigens auch der erste Präsident der Republik Senegal, Léopold Sédar Senghor. Neben der Wohninsel gibt es eine Speicherinsel, auf der die Ernte an Hirse und Erdnüssen in auf Holzpfählen gebauten Speichern gelagert wird. Über eine Brücke ist auch die Friedhofsinsel zu erreichen, auf dem die christlichen Bewohner der Gemeinde ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Die Pirogen, die zu den verschiedenen Inseln fahren, können nur bei Flut verkehren. Etwas Vorsicht walten lassen sollten Besucher gegenüber den Schleppern, die hartnäckig versuchen, sie unbedingt auf ihr Boot zu lotsen.

In der Nähe der Muschelinseln liegen die Orte Kaolack und Fatick, die wichtige Durchgangsstationen auf dem Weg von Dakar ins Sine Saloum-Delta darstellen. Der Markt von Kaolack gilt als einer der größten in Westafrika. Wenn gerne über Märkte bummelt, ist hier genau richtig. Auch Fahrten mit den landestypischen Kutschen werden in Kaolack angeboten.

Abendstimmung

Abendstimmung

Südlich von Kaolack liegt der kleine Ort Toubacouta. Er zeichnet sich durch seine hübsche Lage an einem Flussarm aus. Die Keur Saloum Lodge und Les Paletuviers bieten hier das Gefühl des echten Afrika! Auf Kultur- und Natursafaris im Delta der Flüsse Sine und Saloum können Gäste einen unvergesslichen Urlaub inmitten eines Vogelparadieses verbringen. Auch unsere Gruppe besuchte Toubacouta.  Wir haben den Aufenthalt genutzt, um verschiedenste Souvenirs zu kaufen. Dazu eignet sich der Ort mit einer ganzen Straße voller Marktstände bestens.

Bisher war der Westen Afrikas vor allem als Destination für Rucksacktouristen bekannt. Die zahlungskräftigen Gäste zog es eher nach Südafrika oder an den Indischen Ozean. Mittlerweile hat man sich ganz anderen Zielgruppen zugewandt.

Lachende Frau

Lachende Frau

So ist es auch im Senegal geschehen, wo in den letzten fünf Jahren gerade im Sine-Saloum-Delta eine Reihe Hotels entstanden sind, die ihresgleichen suchen. Vor allem die Stadt Palmarin, gelegen südlich von Djiffer auf einem schmalen Streifen Land zwischen Ozean und Saloum, zieht viele dieser zahlungskräftigen Gäste an.

Royal Lodge

Royal Lodge

In Palmarin haben wir in der überaus komfortablen und eleganten Royal Lodge direkt am 30 km langen Sandstrand gewohnt, die uns wirklich beeindruckt hat. Ein idealer Ausgangspunkt für Begegnungen mit Land und Leuten und zur Erforschung der Savannenlandschaft und des vogelreichen Flußdeltas. Man kann dort an vielen spannenden Ausflügen teilnehmen, die vom Hotel selbst angeboten werden. Was mir besonders gefallen hat, ist die Exklusivität der Logde mit ihrem großen, interessant gestalteten Swimmingpool direkt am Strand vor der Kulisse eines großen Baobabbaumes.

Wenn Sie es uns nun gleich tun möchten oder noch mehr über die faszinierenden Reiseziele erfahren möchten, die es außerdem im Senegal zu entdecken gibt, finden Sie bei African World Reisen viele weiterführende Informationen.

Völker und Vögel des Sine-Saloum-Delta im Senegal – eine Reise in eine faszinierende Flusslandschaft !
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Über den Autor

Die Vielfalt Afrikas, der Zauber und die Faszination fremder Welten, seine noch heute lebendigen Traditionen und Rituale, die unterschiedlichen Kulturen und landschaftlichen Schönheiten begeistern mich stets aufs Neue! Das kann durchaus ansteckend. Seit 1979 bin ich nun im Tourismus tätig. Als Geschäftsführerin von AfricanWorld Reisen tausche ich mich gerne mit Ihnen über meine Reiseerlebnisse aus.

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