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Australien Rundreise mit Sydney, Ayers Rock, Darwin, Cairns, Brisbane

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Zu viert wollten wir zu einer Reise nach Australien aufbrechen. Diesen Traum hatten wir schon lange vor uns her geschoben, immer wieder gab es Terminschwierigkeiten, aber im März war es dann endlich soweit. Meine Frau Barbara und ich fuhren mit dem Zug nach Frankfurt, wo wir am Flughafen unsere Freunde Michel und Sandra trafen. Beim Check-in konnten wir schon einen Blick auf unsere Mitreisenden werfen (wir erkannten sie an dem gleichen Kofferanhänger in Kiwi-Form). Wir flogen von Frankfurt  über Singapur

Singapur Skyline

Singapur Skyline

weiter nach Sydney. Der Flug war lang, richtig lang, wer nicht gern fliegt, sollte von einer Reise nach Australien absehen. Über 20 Stunden im Flieger, das kann auch schon mal langweilig werden. Auch der Umsteigeaufenthalt am Flughafen von Singapur macht nur bedingt Spaß, denn man kann sich nirgends wirklich ausruhen. Oder man muss viel Geld ausgeben. Aber immerhin war der Flug, den wir mit Qantas machten, so angenehm, wie eben ein so langer Flug sein kann. Das Personal war freundlich, das Essen gut und der Sitzabstand auch in Ordnung.
In Sydney kamen wir erst am dritten Tag an. Das ist ja mal ein Anfang von einem Urlaub, bei dem einem allein durch Flug und Zeitverschiebung zwei Tage geklaut werden… Aber wir hatten ja genug Zeit, wir hatten, damit es sich rentiert, wenigstens gleich eine 23-tägige Rundreise gebucht. Unsere Ankunft in Sydney war gut, der Flieger war pünktlich, die Passkontrolle ging schnell. Am Ausgang erwartete uns unser Reiseleiter mit einem Schild mit dem Aufdruck Kiwi Tours. Nach einem herzlichen Empfang, bei dem wir sahen, dass sich unserer Reisegruppe noch 16 weiter Personen angeschlossen hatten, wurden wir zum Bus gebracht. Für unsere Koffer wurde gesorgt. Es war frühmorgens, wir hatten alle wenig oder schlecht geschlafen und waren hundemüde. Doch die Organisation war erstklassig, wir konnten sofort in unsere Zimmer und haben uns erst einmal ein wenig ausgeruht. Nach einem gut vierstündigen Schläfchen sind wir dann zu viert losgezogen und haben Sydney unsicher gemacht. Es war toll, einfach so durch diese Wahnsinnsstadt zu laufen. Das Lebensgefühl ist hier ein ganz anderes, es ist alles so freundlich und fröhlich.

Sydney Skyline

Sydney Skyline

Am Abend trafen wir uns  zu einem Willkommensumtrunk mit den Mitarbeitern von Kiwi Tours. Der Reiseleiter erklärte uns bei einem kleinen Cocktail, wie unsere Reise ablaufen würde und was uns Tolles erwartete. Den morgigen Tag würden wir noch in Sydney verbringen, dann ging es weiter ins rote Herz des Kontinents, zum Ayers Rock.
Wir schliefen gut in dieser Nacht, endlich wieder in richtigen Betten. Das Hotel war schön, gepflegt und hatte ein tolles Bad. Wir genossen es, uns endlich wieder frisch zu fühlen.
Am nächsten Morgen ging es auf Entdeckungstour. Wir machten eine Stadtrundfahrt in unserem komfortablen Bus. Und, was auch nicht fehlen durfte, eine Hafenrundfahrt rundete den heutigen Tag ab. Sydney ist eine großartige Stadt.

Sydney Oper

Sydney Oper

Und vom Wasser aus, wenn man den berühmten Blick auf die Skyline hat, fühlt man sich dann wirklich angekommen im Urlaub.
Am nächsten Morgen hieß es dann allerdings wieder ab zum Flughafen. Wieder ein Flug, wenn auch diesmal nur ein kurzer bis ins Landesinnere. Den Ayers Rock konnten wir zum Sonnenuntergang betrachten, ziemlich dekadent mit einem Glas Sekt in der Hand, was aber dem Moment wirklich das I-Tüpfelchen gab. Es war ein atemberaubender Anblick. Für uns einer der Höhepunkte, denn es sind diese kurzen Momente, die einem besonders im Gedächtnis bleiben und wenn uns jemand fragt, wie es war, dann müssen wir meist zuerst an diesen Moment vor dem gigantischen roten Berg denken.
Am nächsten Morgen noch einmal ein ähnliches Farbspiel beim Sonnenaufgang, den wir auch wieder am Ayers Rock erleben. Wir sind gestern extra früh schlafen gegangen, da uns unser Reiseleiter schon sagte, dass wir ziemlich früh aufstehen würden, dass es sich aber auch lohnen würde.

Ayers Rock

Ayers Rock

Danach spazierten wir um den Felsmonolithen herum. Besteigen soll man ihn ja nicht mehr, da er für die Aborigines ein Heiligtum darstellt und das sollte man auch respektieren. Wir betrachteten kleine Felsmalereien, aber am meisten ließen wir uns von der Umgebung und der Spiritualität des Ortes inspirieren.
Danach ging es zu den Olgas, die ebenfalls einen interessanten Anblick boten, und weiter zum Kings Canyon. Es gibt hier lustige Gesteinsformen, die sich im Laufe der Jahrtausende geformt haben. Ansonsten bin ich nicht so ein großer Fan von Canyons. Also weiter nach Alice Springs. Die kleine Stadt ist ein Symbol für australischen Pioniergeist und vor allem Ausgangspunkt für alle Ausflüge ins Rote Zentrum. Aber hier ist auch das Heim des Flying Doctor Service und der School of Air, die auf der Welt einzigartig sind. Das durften wir uns alles ansehen, bevor wir noch vom Anzac Hill einen herrlichen Blick auf die Umgebung werfen konnten. Die Nacht verbrachten wir in Alice Springs in einem schönen Hotel. Am nächsten Morgen bestiegen wir wieder unseren Bus und fuhren nach Norden zu den Devils Marbles. Das sind Steine, ziemlich rund, die hier herumliegen, manche gespalten, manche aufeinander getürmt. Manche sehen aus wie riesige Kartoffeln.
Die nächste Strecke war weniger aufregend, es war ziemlich trocken um uns herum. In Katherine erwartete uns eine Bootsfahrt durch die Katherine Gorge. Das ist ganz schön, aber auch wieder Schluchten. Nur, als das Licht richtig war, kurz vor Sonnenuntergang, hat mich der Anblick dann doch umgehauen.
Danach eines meiner Lieblingsziele: der Kakadu Nationalpark. Wir haben hier so viele Tiere gesehen, und die Vorstellung, dass die hier wirklich frei leben und der Natur freie Hand gegeben wird, macht den Einblick manch eines imposanten Tieres noch spannender.

Koala

Koala

Unser nächstes Ziel war Darwin. Wieder setzten wir uns in den Bus und begnügten uns mit einer herrlichen Aussicht aus dem Fenster. Nichts tun und großartige Gegenden erkunden, was kann man mehr wollen. Ich bin froh, dass wir uns für eine geführte Rundreise entschieden haben, sonst hätte ich selbst fahren müssen und das macht die Strecken nur halb so schön für den Fahrer. Auf diese Art konnte ich alles sehen und genießen.
In Darwin erlebten wir ein ganz anderes Australien. Das Klima ist tropisch hier, man kommt sich vor wie auf einer Südsee-Insel. Von hier aus war es noch ein kurzer Flug nach Cairns, für einen einzigartigen Blick auf das Great Barrier Reef. Diese Unterwasserwelt hat uns tief beeindruckt. Man muss nicht tief hinuntergehen, um etwas zu sehen.
Umso schlimmer ist die Tatsache, dass auch hier immer mehr kaputt geht – und wir Menschen Schuld sind. Vielleicht hatten wir noch das Glück, das hier sehen zu können, während unsere Kinder und Kindeskinder das Reef nur noch von Fotos her kennen lernen würden.
Ein Ausflug brachte uns nach Kuranda, ein kleines Städtchen in den Bergen, das wir mit der Skyrail erreichen konnten. Die Fahrt mit dieser kleinen Gondel führt über den Regenwald und bot uns herrliche Ausblicke. Oben sind wir durch den Ort geschlendert, haben uns den Markt angesehen. Ein netter kleiner Ausflug.
Ab jetzt ging es in weniger bekannte Gebiete Australiens. Wir hatten vorher noch nie vom Airlie Beach gehört. Über ein paar kleinere Orte landeten wir dann also im Paradies. Airlie Beach ist ein Urlaubsort direkt am Strand. Blauer Himmel, blaues Wasser, viel Grün, wir fühlten uns wie im Himmel und machten einfach mal einen Tag blau und verbrachten ihn am Strand. Herrlich!

Great Barrier Reef von oben

Great Barrier Reef von oben

In Rockhampton besuchten wir das Glenmore Homestead mit seinen alten Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Das war beeindruckend, denn nicht oft sieht man so alte Gebäude in so einem guten Zustand. Das lag wohl daran, dass die Nachkommen der ersten Siedler bis in die 1980er Jahre hier genau in diesen Häusern lebten. Aber wir waren schon froh, dass wir in der heutigen Zeit leben… Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Mit einem riesigen Katamaran fuhren wir hinüber auf die Insel. Mehr im Urlaub fühlt man sich nirgends. Auch hier übernachteten wir in einem schönen Hotel und gaben uns ganz dem süßen Nichtstun hin. Erst am übernächsten Tag ging es wieder weiter, zu unserer letzten Station: Brisbane. Allein schon die Strecke dorthin war wunderschön, entlang einer traumhaften Küstenstraße. Wir hatten gro0ßartiges Wetter und so sehr schöne Ausblicke auf das Meer und die kleinen Badeorte. Für Brisbane blieb uns nicht mehr viel Zeit, wir kamen erst am Abend an und am nächsten Morgen mussten wir schon zum Flughafen. Aber wir haben die Reise wirklich sehr genossen, sie war sehr gut organisiert, alles hat reibungslos geklappt und unser Reiseleiter hatte immer ein offenes Ohr für unsere kleinen Fragen und Probleme. Wir können diese Reise nur weiter empfehlen, aber auf jeden Fall können wir Australien als Reiseland weiterempfehlen.

Barbara und Torsten

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