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Khmer Bauwerke Kambodschas

Ich freue mich, nun meinen zweiten Beitrag hier auf Reiseberichte-Blog zu veröffentlichen zu können. Im ersten Beitrag ging es ja bereits ausgiebig um Phnom Penh und Angkor Wat, wer sich nicht erinnern kann, darf gern hier nachlesen. Kambodscha hat aber weit mehr zu bieten als “nur” Angkor Wat. Unsere Reise ging weiter nach Angkor Thom, was wörtlich übersetzt “große Hauptstadt” bedeutet. Das war sie auch als sie Ende des 12. Jahrhundert gebaut wurde. Die quadratische Anlage, die an jeder Seite 3 km lang war, bot unter anderem zahlreichen Tempeln Platz. Einer davon ist der wunderschöne Bayon Tempel – der über die Grenzen Kambodschas hinaus für seine zahlreichen Steingesichter bekannt ist.

Der Tempel in der Gesamtansicht

Bayon Tempel

Collage aus mehreren Gesichtern

Die Stimmung vor Ort ist unbeschreiblich, man muss es fast selbst erlebt haben. Bayon ist relativ klein, daher empfiehlt es sich am frühen Morgen oder in den Mittagsstunden dort hin zu gehen um Menschenmassen aus dem Weg zu gehen. Früh am Morgen ist es sicherlich am eindrucksvollsten, wenn der Dschungel rings herum gerade erwacht. Wir haben die Anlage etwas abseits der üblichen Touristenwege erkundet (danke an unseren Guide!!) und hatten daher auch ziemliche Ruhe. Es empfiehlt sich, viel Zeit mitzubringen, denn es gibt massig Details zu entdecken. Ein Tipp für Fotofreunde: Versucht doch mal so viele Gesichter Bayon’s wie möglich zu fotografieren – rund 200 bis 220 sind es wohl – die genauen Zahlen weiß ich leider nicht. Ich habe aus Zeitgründen nur ein paar auf die Speicherkarte gebannt.  Der Tempel lädt dazu ein, einmal nur da zu sitzen und sich beeindrucken zu lassen, irgendwo findet sich sicherlich ein ruhiges Plätzchen. Wer auch noch ein wenig Interesse für Flora und Fauna hat, der sollte sich rings um den Tempel ein wenig umschauen. Farbenfrohe Schmetterlinge, exotische Libellen und noch viele andere Lebewesen kann man hier bestaunen.

  Bauwerke der Khmer

 

 

 

 

 

 

aufgenommen vor dem Bayon Tempel

 

 

 

 

 

 

 

Elefantenterasse und Terasse des Lepra-Königs

Nur ein paar Meter entfernt vom Bayon Tempel liegt noch eine kleine sehenswerte Anlage. Der einstige Paradeplatz der Herrscher, zu dessen Füßen sich eine rund 350 m lange Terasse befindet. Dort sind in Stein gehauen Abbildungen von Elefanten und einer Elefantenjagd zu sehen. Unser Guide erzählte uns, dass hier der König und seine Getreuen Paraden abhielten und Feste feierten. Es lohnt sich, die Terasse abzugehen und die feinen Darstellungen zu bestaunen. Am Ende dieser Terasse befindet sich eine weitere – die Terasse des Lepra-Königs. Dieses alte Relikt der Khmer zeigt wunderschön ausgearbeitete Reliefs, die man an der Mauer eines Wandelganges betrachten kann. Hier wurden einst wohl die verstorbenen der Adelsfamilie verbrannt, so wird es zumindest vermutet. Abseits der Terasse kann man übrigens einen kleinen Einblick in die kulinarische Welt der Kambodschaner gewinnen. An der Stelle wo die Busse und Autos parken speisen die Fahrer und Guides, auf den Grills sieht man Frösche brutzeln, wer mag kann hier einmal probieren – ich habe es nicht getan.

Der Urwaldtempel – Ta Prohm

Ein absolutes Highlight unserer Kambodscha-Rundreise ist zweifellos der Ta Prohm – Tempel gewesen. Als damals das Khmer Reich niederging, gerieten die beeindruckenden Khmer Bauwerke Kambodschas in Vergessenheit. Vermintes Gelände machte es den Leuten unmöglich die Anlagen zu betreten. Noch heute sind einige der Gebiete noch nicht minenfrei. Dieser Umstand war einer der Gründe dafür, dass das Vergessen begann. Doch dies war nicht zum Nachteil für die Region – denn besonders Ta Prohm profitierte davon – der Dschungel nahm sich zurück was ihm gehört. In Ta Prohm wird man sich dessen bewusst, sämtliche Restaurationsmaßnahmen zielen darauf ab das Zusammenspiel zwischen alter Khmer Kultur und der Natur zu erhalten. Wenn man vor Ort ankommt, sieht man schon was ich meine. Die Mauern sind teilweise von Bäumen beiseite geschoben oder die Baumriesen wachsen direkt auf einem riesigen Felsblock. Schon im Eingangsbereich der Anlage ist man hin und weg von der Gewalt der Natur.

Bauwerk Kambodscha

Der Weg zum Tempel ist von riesigen Würgefeigen und Kapok-Bäumen gesäumt, deren Wurzeln die schweren Steine scheinbar mühelos zur Seite drängen. Im Tempel an sich herrscht, trotz vieler Besucher, einen angenehme Ruhe. Wir sind wieder abseits der Touristenwege unterwegs um noch bessere Eindrücke zu erhalten. An manchen Stellen geht es offensichtlich nicht weiter, da Durchgänge mit Wurzeln durchwachsen und mit Steinen gefüllt sind. Dann biegt man ab ins innere der Bauten und wandelt in dunklen Gängen bis zum nächsten Ausgang, während nur wenig Licht den Weg nach innen findet.

Schnell befindet man sich wieder im freien, wo wieder ein Riese mit mannsdicken Wurzeln über allem thront. Nicht nur wir waren begeistert von der Ausstrahlung Ta Prohm’s, auch Hollywood lies sich schon inspirieren und nutzte für den Film “Lara Croft – Tomb Raider” mit Angelina Jolie den Tempel als eindrucksvolle Kulisse. Dies verschaffte der Region noch mehr Ruhm und somit natürlich auch mehr Touristen. Der Flachtempel, der anders als Angkor Wat und Bayon ganz ohne herausragende Tempelspitze gebaut wurde ist ca. 60 Hektar groß. Früher lebten innerhalb der Mauern wohl hauptsächlich Mönche. Nun lebt hier die Natur… wirklich eindrucksvoll – ich kann es nicht oft genug wiederholen.

 

 

 


Banteay Srei

Abseits von den bisher genannten Tempeln befindet sich noch eine wundervolle Anlage, die eine Fahrt von rund 30 km durchaus rechtfertigt. Wir hatten die Möglichkeit, die “Zitadelle der Frauen” zu besuchen – Banteay Srei. Dieser relativ kleine Tempel beeindruckt besonders durch die extrem filigranen und detaillierten Reliefs, die in den roten Sandstein gemeißelt wurden. Überall entdeckt man wunderschöne Details der damaligen Bauherren und Künstler.

 Banteay Srei Kambodscha

 

 

 

 

Banteay Samre

Der Flachtempel aus der Angkor Epoche liegt etwas abseits touristischer Wege, ist deswegen aber nicht weniger sehenswert. Der Tempel besteht aus einer Mischung von hinduistischen und buddhistischen Reliefs.

Das soll es von mir erstmal wieder gewesen sein. Hiermit schließe ich das Land Kambodscha ab. Als Fazit muss ich sagen, dass wir in den Tagen im Land sehr viele Tempel gesehen haben, es jedoch nie langweilig oder eintönig war. Jede Anlage, egale wie groß oder klein hatte ihren eigenen Reiz. Gern wäre ich vor Ort länger geblieben, jedoch hatten wir noch eine weite Reise vor uns, die nach Vietnam, Laos und Thailand führte. Mehr davon gibt es bald hier. Natürlich gibt es auf meinem persönlichen Blog auch wieder ein paar mehr Bilder zu den oben genannten Orten.  Bayon, Banteay Srei und Banteay Samré gibt es hier zu sehen, zu Ta-Prohm habe ich hier ein paar Bilder.

Über Kommentare hier und/oder auf meinem Blog würde ich mich freuen.

Bis dahin …

Alexander Kulla

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Über den Autor

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Ich bin Alexander Kulla, 79'er Jahrgang und lebe mit meiner Frau im fränkischen Erlangen. Neben meinem Beruf als Gesundheits- und Krankenpfleger in der Onkologie beschäftige ich mich intensiv mit der digitalen Fotografie. Meine Lieblingsmotive finde ich in der Natur, auch die Fotografie auf Reisen bereitet mir viel Freude. Ich würde mich freuen, wenn meine Reiseberichte viel gelesen und kommentiert werden und wenn ich mit meinen Bildern Freude bereiten kann. Eine gute Zeit ... Alexander Kulla

Eine Reaktion bis “ Khmer Bauwerke Kambodschas ”

  1. Auch in Thailand gibt es in der ländlichen Isaan Region einige sehenswerte Khmer Tempel zu besichtigen. Zum Beispiel Phra Phanom Rung auf einem Berg gelegen, von dem aus man fast den gesamten Korat übersehen kann.

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