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Motorradreisen USA : Der Südwesten

Motorradreisen  USA – Ein Traum, den sich so viele seit ihrer Jugend erfüllen wollen, wird wahr. Der Südwesten der USA eignet sich wohl am besten für Motorradreisen. Ein Abenteuer- aber alles unter Kontrolle!

Flaggen auf der Harley

Die über 12-stündige Anreise von München nach Los Angeles, und dann noch mal 1 Stunde nach San Diego ist bei diesem 15-tägigen Trip wohl der anstrengenste Teil. Nach einer erholsamen Nacht im Best Western Seven Seas Hotel in San Diego zur Überwindung des Jetlags erwartet uns ein traumhafter Spätsommertag, um heute ganz relaxed San Diego zu „erobern“. Das Trolley-Bussystem mit seinen 11 Stops bietet die komfortabelste Art, die Highlights dieser faszinierenden Stadt am Pazifik kennen zu lernen. Erster Stop: Der Balboa-Park, eine Oase mit traumhaften Gärten, historischen Gebäuden und Museen. Aber wer will schon die knappe Zeit in dieser Stadt in Gebäuden verbringen? Also geht´s weiter zum Hafen: Der Flugzeugträger Midway läßt sich besichtigen. Und nicht nur das. Wir unterhalten uns mit jungen Matrosen und Veteranen, die stolz auf die Geschichte der Navy sind, und außerdem, wie wir noch oft in den USA erleben werden: Einfach gut drauf! Das „Seaport Village“ lädt zum Shoppen ein, und dann geht´s rüber über die Bay zum „Hotel del Coronado“. In diesem historischen Hotel wandeln wir auf den Spuren von Marylin Monroe. Hier wurde „Manche mögen´s heiß“ gedreht. Wir lassen den Tag im historischen „Gaslamp-Quarter“ ausklingen und überspringen dabei einige Trolley-Bus-Stops: Mut zur Lücke! Man will ja noch mal wieder kommen. Wir finden hier im alten Stadtzentrum Lokale für jeden Geschmack und: ein kühles Bier- übrigens deutlich besser als sein Ruf bei uns! Es gibt immer mehr „Mikro-Brauereien“, die recht alkoholhaltiges, süffiges, gold- bis rotbraunes Bier brauen: Ein Genuß.

San Diego California

Am nächsten Tag wird´s ernst: Unsere Motorradreise duch den Südwesten der USA beginnt. 10 Harley-Davidsons, die Modelle gemäß den Wünschen der Fahrer, warten auf 14 Deutsche und Österreicher beim größten Harley-Vermieter der USA- „Eaglerider„. So wird auch diese one-way-tour nach San Francisco möglich. Dort wird nämlich in 2 Wochen diese Motorradreise durch den Südwesten der USA ihr Ende finden. Nach einer Einweisung in die Harleys, auf Wunsch auch mit Probefahrt für die Gäste, die schon lang nicht mehr gefahren sind oder die noch nie Harley gefahren sind gibt es Informationen über das Fahren in Amerika und unsere Fahrweise in der Gruppe. Beim Hotel wird noch das Gepäck in den Anhänger vom Begleitfahrzeug geladen, ebenso ein Ersatzmotorrad: Praktisch, denn so muß bei einer Reifenpanne die Fahrt nur kurz unterbrochen werden. Ein paar Meilen auf der „Interstate No. 8“ nach Westen, dann wird´s kurvenreich und entspannt.

Big Daddy

Tolle Typen mit unglaublichen“Custom-Bikes“- individuell gefertigt- sehen wir in einem typischen, versteckten „Biker-Hangout“-in der Nähe des Western-Städtchens Julian. Am späten Nachmittag dann der unbeschreibliche Blick ins Tal von Palm Springs, dem heutigen Ziel. Das Bad im Swimmingpool und im Jacuzzi des Quality Inn haben wir uns alle verdient. Die Gruppe harmoniert- auch fahrerisch- . Der nächste Tag: Ein Erlebnis, durch den Windpark von Palm Springs und dann in die Wüste zu fahren. Über Twentynine Palms geht es mit unseren Motorrädern, gefolgt vom Begleit-Pickup-Truck nach Amboy, unserer 1. Begegnung mit der Route 66.Auch hier kommen Fotostopps und Getränkepausen (kaltes! Wasser und Softdrinks aus unserem Truck)  nicht zu kurz.

Motorradreisen in den USA

Ein Erinnerungs-T-Shirt von Roy´s Cafe ist ein Muß. Heute befahren wir auch ein -eigentlich- gesperrtes Teilstück der alten Route 66. Ein Polizist der Highway-Patrol warnt uns vor den Gefahren dieser Strecke -ausgewaschene Teilstücke- verbietet uns aber nicht, die Straße zu fahren. Respektvoll fahren wir los – ist aber alles halb so schlimm – alles gut gegangen. Abends erreichen wir nach 200 Melen Fahrt heute (Durchschnitt liegt bei 250 Meilen pro Tag) die Spielerstadt Laughlin, Nevada. Nach 1 Tag Wüste ein faszinierender Anblick. Die neonbeleuchteten Hochhäuser am Colorado River. Unser Aquarius-Hotel ist auch ein Spielcasino. Wer lieber Natur sieht, nimmt ein erfrischendes Bad im Colorado und geht dann gepflegt zum Essen. Am nächsten Tag geht unsere Motorradreise durch die USA weiter durch Baumwollfelder, entlang dem Colorado zum Minenstädtchen Oatman, ein Highlight an der Route 66. Die verwilderten Esel versuchen immer wieder in die Läden und Saloons zu kommen. Die Fotoausbeute ist hoch. Nach einer Mittagspause in Kingman geht´s weiter über Hackberry nach Seligman.

Altes Eisen an der Route 66

Hier besuchen wir (obligatorisch!) Angel Delgadillo, den Friseur und Bewahrer der „Mother Road“. Übernachtung in Williams: Gutes Essen im „Cruiser´s Cafe und dann in den „Canyon Club“ zum Shuffleboard mit einigen locals. Eine tolle Atmosphäre hier! Die Reise geht weiter zu den Top-Aussichtspunkten am Grand Canyon,

USA Motorradreisen zum Grand Canxyon

Motorradreise USA: Grand Canyon

dann in Richtung Utah, gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang im Monument Valley.

Motorradreise USA: Monument Valley

Die nächsten 2 Tage cruisen wir durch Indianerland. Abends in Escalante ein uriges Cowboydinner nur für uns und mit Lagerfeuer.

Motorradreise USA: Escalante

Und dann weiter durch die imposanten Landschaften am Colorado, im Canyonlands National Park und im Bryce Canyon. Immer wird auch gefilmt, und jeder bekommt nach der Reise ein Video der Tour, um sich noch noch in Jahren an dieses Erlebnis erinnern zu können. Und dann: Der Kontrast könnte nicht größer sein! – Am frühen Abend taucht aus der Wüste, wie eine Geisterstadt, die hell leuchtende Glücksspielermetropole Las Vegas auf.

Motorradreise USA. Las Vegas

Motorrad Reisen USA Las Vegas

Motorradreisen USA: Las Vegas

2 Nächte haben wir hier Zeit, den Trubel zu erleben. Neben den bekannten Highlights der Stadt kann man hier auch hervorragend shoppen: Harley-Zubehör(ein Muß bei einer USA-Motorradreise), Cowboy-Stiefel oder Jeans zu Super-Preisen.

Erschwinglich ist auch eine Runde als Beifahrer in einem Indy-Racecar auf der Rennstrecke, ein Hubschrauberflug in den Grand Canyon oder eine Fahrt auf eigene Faust mit dem Motorrad zum Hoover-Damm. Nach der Hektik wird es einsam: Und das in Kalifornien!

Am tiefsten Punkt der USA

Es geht ins Death Valley, zum tiefsten Punkt der USA, und in ein Retro-Stil-Hotel in Stovepipe Wells. Nach einer sehr heissen Fahrt( ca.38°C) ein kaltes Bier im Pool – ein Traum! Es kühlt nachts nur auf 27°C ab. Der Himmel ist voller Sterne aufgrund der klaren Luft hier in der Wüste. Aber am nächsten Tag heißt es nochmal 1-2 Stunden richtig schwitzen. Dann geht es raus aus der Wüste. Wir fahren auf den Mt.Whitney zu. Ein unvergeßlicher Anblick. Nach dem tiefsten Punkt gestern heute den höchsten Punkt der USA(ohne Alaska)  aus der Nähe zu sehen. 4418m hoch! Dann wird die Landschaft lieblicher. Es gibt ein Mittags-Picknick am Lake Isabella, bevor es durch das steile Kern Valley nach Bakersfield geht. Was viele bei einer Motorradreise in den USAnicht geglaubt hätten: Es gibt auch Kurven! Abendunterhaltung ist heute Countrymusic im Buck Owens´Crystal Palace. Dazu gibt´s Steaks. Alles recht erschwinglich trotz des ungünstigen Dollarkurses. Weiter geht es durch die Orangen-und Gemüseplantagen des „Central Valley“. Bei San Luis Obispo erreichen wir den Pazifik und den berühmten „Highway Number 1„in California, den Pacific Coast Highway, oder einfach PCH genannt.

Highway No.1

Die Seelöwen vom Point Lobos State Reserve aalen sich in der Sonne. Hier sehen wir die Riesen aus nächster Nähe und können sogar ihren fischigen Atem riechen. Ein wahres Highlight beim Motorradreisen in den USA ist die Fahrt entlang dem Pazifik nach „Big Sur“ und weiter nach Monterey. Die Ausblicke sind von der Harley aus noch besser! Hier fühlt man sich als „Easy Rider“, wenn man nicht gerade hinter einem Wohnmobil herfährt. Und am Abend zur „Cannery Row“ in Monterey. Fisch – frisch – im „Sly Mc Fly´s“ , ebenso gibt´s hier coole Drinks. Beides darf man nicht versäumen. Der nächste Tag: Zum Pier von Santa Cruz, der Stadt in der Clint Eastwood´s Dirty Harry gedreht wurde. Eine Surfer-Stadt, in der wohl viele Ex-Hippies leben: Der Biomarkt-Anteil bei den Supermärkten ist hoch. Weiter geht es ins Küstengebirge mit Traum-Motorradstrassen und Ausblicken ins Silicon Valley zum Mittagessen in „Alice´s Restaurant“. Sehr beliebt bei Bikern und Oldtimerfreunden. Unser letztes Hotel ist das „Best Western El Rancho Inn“ in Milbrae bei San Francisco. Pool, Restaurant, Bar, Frühstück: Alles wirklich gut. Dann der letzte Fahrtag mit der Harley-Davidson, die jedem inzwischen schon ans Herz gewachsen ist:

Motorradreisen USA: Golden Gate

Wir fahren – der Klassiker – über die Golden Gate Bridge nach Sausalito zu den Hausbooten und zu den Redwoods im „Muir Woods Park„. Die eigentliche Motorradreise in den USA geht leider zu Ende. Am nächsten Tag besichtigt jeder auf eigene Faust San Francisco.

Motorradreise USA

Motorradreisen in den USA, das heißt für die oder den die das noch nicht erlebt haben: Diese Tour durch den Südwesten der USA. Jeder Tag hat ein oder mehrere Highlights. Das Wetter passt zum Biken. Die Teilnehmer sind zwischen 45 und 65 Jahre alt. Viele Paare, alle deutschsprachig, ebenso wie die Reiseleitung – die 2 Tourguides Günter und Hans. Bei der Ankunft am Hotel jeden Abend ein kühles Bier und Quatschen. Müde Beifahrerinnen können mal im Truck mitfahren. Die Tankprozedur geht schnell, weil Benzin im Preis drin ist. Die Hotels: Obere Mittelklasse. Und viel Insider-und Hintergrundinformationen zu Land und Leuten.

 

Motorradreisen USA

ABER: Diese Harley-Reisen durch die USA können süchtig machen nach mehr: Siehe in diesem Blog: „Motorradreise durch Texas, USA mit der Harley-Davidson

 

 

Motorradreisen USA : Der Südwesten
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Über den Autor

Classic Highways ist eine 2 Mann GmbH, bestehend aus Günter Kykillus und Hans Witzig aus der Region München. Wir führen begleitete Motorradreisen in Amerika durch: 5 Touren im Jahr in den verschiedensten Regionen der USA. Mit eigenem Begleit-Fzg (Grosser Allrad-Pickup und grosser Auflieger-Anhänger zum Gepäcktransport und für eine Ersatz-Harley). Langjährige Erfahrung und viel Hintergrundwissen.

Eine Reaktion bis “ Motorradreisen USA : Der Südwesten ”

  1. Hallo guten Tag,
    habe soeben den Bikerbericht gelesen.
    Hätte Interesse an einer USA-Tour teilzunehmen.
    Würde mich über eine baldige E-mail Kontaktaufnahme freuen.

    Herzliche Grüße aus Augsburg

    Robert Eichleiter

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