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Rundreise Myanmar mit Yangon, Mandalay, Amarapura, Inwa und dem Inle See

Bagan

Bagan

Unsere Reise nach Myanmar mit Kiwi Tours. Wir flogen von Frankfurt nach Yangon mit Thai Airways. Wir kannten die Airline nicht und waren gespannt, ob die asiatischen Fluglinien ihrem guten Ruf gerecht wurden. Wir waren recht begeistert. Gleich nach dem Einsteigen bekamen wir das erste Mal etwas zu essen. Die Klimaanlage war etwas zu kalt eingestellt, aber wir fragten nach und man versprach uns, sie etwas wärmer zu stellen. Das geschah auch, auch wenn es natürlich etwas länger dauerte, bis man es spürte. Wir waren zufrieden.

Yangon war etwas anstrengend. Die Stadt ist extrem geschäftig, gut 6 Millionen Menschen leben im Einzugsgebiet, hier schlägt das industrielle Herz des Landes und das merkt man auch. Viel Tradition sieht man hier nicht mehr, allerdings gibt es hier eine der schönsten Pagoden auf der Erde, die Shwegadon-Pagode. Die hübschen  Spitzen der Türme überall, die vielen Glöckchen, alles in Gold – Wahnsinn! Wir beobachteten die gläubigen Burmesen beim Beten, das war wirklich interessant. Am großartigsten sah sie nachts aus, wenn sie von den vielen Lampen beleuchtet wurde. Ansonsten ist die Stadt eher laut und unruhig.

Mandalay Royal Palace

Mandalay Royal Palace

Mandalay ist die zweitgrößte Stadt Myanmars. Sie liegt im Landesinneren und wir erreichten sie mit dem Flugzeug. Dort wurden wir zum Hotel gebracht. Der Standard entsprach nicht ganz dem europäischen, aber es war sauber und okay. Dann ging es auf Entdeckungstour. Mandalay ist die Stadt der Mönche. Rund 60 Prozent der hiesigen buddhistischen Mönche leben hier, wo sich auch die meisten Pagoden und Klöster befinden. Hier kann man durchgehend Pagoden besichtigen, so scheint es. Wir sahen die berühmte Mahamuni Pagode mit dem goldenen Buddha, der etwas unförmig aussieht, weil die Gläubigen ihn immer aufs Neue mit Blattgold „verschönern“. Das wird hier hergestellt, wir konnten dabei zusehen und haben gelernt, wie anstrengend diese Arbeit ist. Immer wieder werden flache Goldstückchen mit schweren Hämmern dünner und dünner geschlagen. Ich möchte nicht tauschen. Außerdem besuchten wir die Kuthodaw Pagode und noch einige andere, eine schöner als die vorherige. Wir verbrachten die Nacht in Mandalay und fuhren am nächsten Tag nach Süden nach Amarapura, wo wir eine Mönchsspeisung miterleben konnten. Das funktioniert so:

Schwedagon

Schwedagon

Gegen 10 Uhr stellen sich hunderte von Mönchen in zwei Warteschlange, ganz geduldig. Auf einmal geht es los, die Schlange setzt sich in Bewegung und, gut organisiert, dauert es nicht besonders lange, bis alle Mönche ihr Essen haben. An der ersten Station erhalten sie Reis, dann Kuchen oder so etwas ähnliches, und dann verschwinden sie ins Innere. Es war  faszinierend, wie schnell das Ganze ging. Unsere Reise führte uns weiter mit der Fähre nach Inwa. Hier ist es etwas ländlicher. Wir stiegen um in eine Pferdekutsche, die in recht wilder Fahrt (zumindest für uns hinten scheint es so) über Stock und Stein führt. Und über viele Schlaglöcher… Wir schauten uns verschiedene Sachen an, ein Teakholzkloster, einen schiefen Wachturm und das Kloster Maha Aungmye Bonzan Kyaung, das uns besonders gut gefallen hat. Wir besuchten in Sagaing noch eine Silberschmiede, bevor wir wieder nach Mandalay zurückkehrten. Ein langer und anstrengender Tag, aber jede Station war einen Besuch wert.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Monywa. Von Mandalay dauerte die Fahrt etwa zweieinhalb Stunden. Die hübsche kleine Stadt ist vor allem berühmt als Tor zum Thehboddhay-Pagoden-Komplex. Der ist riesig mit 845 Stupas und 7.350 Statuen. Gigantisch. Wieder sahen wir mit Gold überzogene Stupas, es ist unglaublich, wie wertvoll hier immer alles wirkt.

Von Pakokku reisten wir per Boot weiter nach Bagan. Die Landschaft hier war atemberaubend grün und still. Es scheint, als wäre die Zeit stehen geblieben. Und in seiner Mitte fanden wir ein architektonisches Meisterwerk: Ananda Pahto – einer der schönsten, größten und besterhaltensten Tempel in Bagan. Eine schöne Abwechslung bot der Nyaung U Markt.

Markt

Markt

Hier ist es geschäftig und laut und sehr eng und man wird in alle Richtungen geschoben. Mir gefiel es sehr gut hier, man bekam ein wenig einen Einblick in das Leben der Burmesen. Unsere nächste Station war der Inle See. Mit einem Motorboot erkundeten wir die Umgebung. Die Menschen vom See, die Inthas, bewohnen den See. Ihr Dorfleben passiert vor allem auf dem Wasser, auch ihre Häuser stehen hier, manchmal müssen sie mit ihnen umziehen, dann lässt sich das Familienoberhaupt mit einem Seil ins Wasser und zieht das Haus an eine neue Stelle.

Die Phaung-Daw-U-Pagode ist das religiöse Zentrum des südlichen Shan-Staates und beherbergt fünf wichtige Buddha-Statuen. Außerdem besuchten wir noch einen Markt, was mir wieder am besten gefallen hat.

Inle See

Inle See

Schon am nächsten Tag ging es zurück nach Yangon. Unsere Rückreise nach dieser 12-tägigen Rundreise stand an. Leider. Myanmar ist ein kulturell sehr reiches Land, wenn man sich für Religion, Tempel und Pagoden interessiert, ist man hier gut aufgehoben. Das Land ist von einer stillen Schönheit, und es ist traurig zu wissen, was hier politisch passiert.  All die Menschenrechtsverstöße, die Behandlung von Minderheiten wie den Karen, der Einsatz von Kindersoldaten und Foltern stehen in grausamem Gegensatz zu dem ruhigen und schönen Land. Wir wollen uns nun einsetzen, dass sich das ändert und haben bereits Kontakt aufgenommen zu einem Verein, der sich mit den Ungerechtigkeiten in diesem Land beschäftigt. Außer Geldspenden können wir wenig tun, aber vielleicht muss sich ja etwas ändern, wenn das Land touristisch ein wenig besser erschlossen wird. In meiner Erinnerung wird das Land vor allem golden sein, denn Blattgold findet man dort überall. Ich bin ein großer Fan Myanmars geworden und hoffe, dass sich die politischen Verhältnisse bald ändern.

Steffi Lehner

Rundreise Myanmar mit Yangon, Mandalay, Amarapura, Inwa und dem Inle See
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4 Reaktionen bis “ Rundreise Myanmar mit Yangon, Mandalay, Amarapura, Inwa und dem Inle See ”

  1. Ich habe diese Reise im Februar 2012 gemacht und kann bestätigen, dass es ein einmaliges Erlebnis war. Ich habe noch nie eine Reise gemacht, die mich so beeindruckt hat.
    Mittlerweile ist wohl eine Lockerung des Drucks der Diktatur zu spüren. Ich erlebte eine alte, wertvolle Kultur und herzlich freund-
    liche Menschen, Was sind da schon kleine Unzulänglichkeiten aus der Sicht unserer perfektionierten Welt.
    Ein Reiseerlebnis, dass ich jedem empfehlen kann.

  2. ich hätte einige fragen an herrn jürgen dopjans. kann man mit ihm kontakt aufnehmen?

  3. Hallo Frau poletti,
    mit Jürgen dopjans Kontakt kann ich nicht dienen, aber bei Interesse kann ich Ihnen empfehlen, bei unserem Veranstalter kiwi tours direkt mit der zuständigen Mitarbeiterin zu sprechen: Ingrid kuchenreuther Tel: 089/74662531, E-Mail i.kuchenreuther@kiwitours.com. Sie kann sicher auch Ihre fragen beantworten, wir fanden den Kontakt mit ihr sehr angenehm. LG Steffi lehner

  4. Hallo Siggi,

    wir sind jetzt seit knapp 3 Wochen aus Myanmar zurück und hatten ebenfalls eine schöne Zeit erlebt. Unsere Reise haben wir umfassend bildlich dokumentiert und unter http://www.travelcats.de/kat/asien/myanmar/ veröffentlicht. Wir waren an folgenden Stationen:

    Yangon
    Mandalay
    Bagan
    Kalaw
    Inle Lake
    Yangon

    Liebe Grüße

    Kathleen

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