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Samburu, Lake Nakuru – Massai Mara – Big 5 Safari durch die schönsten Nationalparks Kenias

Im September 2010 machte ich mich auf zu einer hoffentlich erlebnisreichen Kenia Safari Reise. Von Düsseldorf aus flogen wir komfortabel mit Swiss über Zürich in die kenianische Hauptstadt Nairobi. Dort angekommen wurde unsere kleine Reisegruppe von einem Repräsentanten in Empfang genommen und wir begaben uns auf den Weg vom Flughafen in unser Hotel in Nairobi. Durch den dichten Feierabendverkehr kämpften wir uns durch bis in den Stadtteil Westlinds, wo wir im ordentlichen Southern Sun Mayfair Hotel, dem ehemaligen Holiday Inn Hotel untergebracht waren. Nach einem kurzen Frischmachen trafen wir uns im offenen Restaurant zu einem ersten gemeinsamen sehr leckeren Abendessen und konnten so die Reisegruppe kennenlernen.

Elefanten

Nach einer erholsamen Nacht begannen wir nun mit unserer Kenia Safari. Im rustikalen Landcruiser fuhren wir mit unserem deutschsprachigen Reiseleiter durch verschiedene Stadtteile Nairobis Richtung Norden. Nachdem wir die Stadt hinter uns gelassen hatten ging es über holprige Straßen, vorbei an kleinen lokalen Dörfern Richtung Samburu Nationalpark. Wir passierten den Äquator bei Nyeri bevor wir zu einem späten Mittagessen im Lew Safari Camp eintrafen. Dieses komfortable Camp liegt in einer Privatkonzession der Lewa Downs Region und bietet herrliche Aussichten und eine tolle Tierwelt. Schon bei der Anfahrt auf das Camp liefen uns Zebras, Giraffen und eine Elefantenfamilie über den Weg. Nach einem leichten Mittagessen bei Blick auf die unendliche Weite verließen wir Lewa Downs und führen weiter in den Samburu Nationalpark. In dieser recht trockenen Region übernachteten wir in der Simba Samburu Lodge. Die großen Zimmer blicken alle auf ein nachts beleuchtetes Wasserloch. Von der großen Terrassen Bar konnten wir bei einem kühlen Bier bestens den Lauten der afrikanischen Nacht lauschen. Auch hatten wir das Glück und ein Krokodil verirrte sich ans Wasserloch, so dass wir dieses beobachten konnten.

Lewa Safari Camp

Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen. Auf einer Pirschfahrt in unserem Safari Lancruiser erkundeten wir den Samburu Nationalpark. Vor der Kulisse diverser Berge beobachteten wir Wasserböcke, Kudus, Giraffen und sogar das seltene Grevy’s Zebra, welches fast ausschließlich in dieser Region beheimatet ist. Anschließend fuhren wir noch ein Stückchen weiter in das Shaba Game Reserve. Hier bietet sich das Joys Camp als herrliche Unterkunft. Das kleine Camp wird liebevoll geführt und lockt mit absoluter Privatsphäre, tollen Wildbeobachtungen und einer tollen Landschaft.
Anschließend machten wir uns auf Richtung Mount Kenya. Leider hatten wir heute noch nicht das Glück die Spitze des größten Berges in Kenia zu sehen, da diese von Wolken verhangen waren. Im grünen Ol Pejeta Conservancy nahmen wir unser Mittagessen im Sweetwaters Tented Camp ein. Die ca. 35 Safarizelte hier sind meist auf hölzernen Plattformen erbaut und laden zwischen den Pirschfahrten zum Wohlfühlen und in die Ferne blicken ein.

Samburu

Auf unserem Weg durch das Ol Pejeta Conservancy trafen wir auf eine riesige Büffelherde welche uns am Wegesrand hinterherblickte. Wer gerne einige Nächte inmitten der absoluten Wildnis nächtigen möchte ist im Ol Pejeta Bushcamp bestens aufgehoben. Die einfachen Zelte verfügen zwar über eine Dusche/WC liegen aber inmitten der Natur umgeben von dichtem Buschwerk. Nicht selten trifft man nachts auf wilde Tiere welche bis an die Campgrenzen herankommen. Unsere Reise führte uns aber weiter zum Mount Kenya wo wir im Mount Kenya Safari Club übernachteten. Dieses prestigeträchtige Hotel ist im eleganten viktorianischen Stil errichtet und die weite Anlage bietet tolle Freizeitmöglichkeiten inklusive Golfplatz und Labyrinth.

Am nächsten Morgen war unser Weg nicht sehr weit. Durch die bergige Landschaft fuhren wir bis zum Aberdares Country Club. Hier verstauten wir unser großes Gepäck da wir für unsere nächste Übernachtung im historischen The Ark nur eine kleine Übernachtungstasche mitnehmen konnten. Da der Transport zum The Ark erst später am Tage stattfinden sollte begaben wir uns mit einem Ranger auf eine leichte Wanderung rings um das schöne Anwesen des Aberdares Country Club. Nur wenige Meter vom Anwesen entfernt trafen wir auf eine Herde Giraffen welche bequem im Gras lag oder in den Baumkronen die Blätter abgrasten. Die riesigen Tiere ließen sich in keiner Weise von uns stören und so konnten wir bis auf wenige Meter an die Giganten zugehen und herrliche Fotoaufnahmen machen. So nah vor den schön gemusterten Tieren zu stehen war schon ein Abenteuer. Anschließend wanderten wir weiter bis wir auf eine große Lichtung kamen. Hier trafen wir auf diverse Zebragruppen. Diese waren allerdings nicht ganz so zutraulich und ließen uns nur bis auf einen gewissen Abstand an sie herankommen. Zurück im Hotel nahmen wir das delikate Mittagessen ein und dann hieß es alle Man einsteigen und los in den Aberdares Nationalpark.

Blick auf den Mount Kenya

Nach einer kurzen Fahrt  gelangten wir durch das Treetops Gate in den Aberdares Nationalpark. Ich hatte bis zu diesem Tag nicht viel über diesen kenianischen Nationalpark gehört und wurde sehr positiv überrascht. Der Aberdares Nationalpark bietet eine ganz andere Vegetation als die anderen Nationalparks die ich bisher gesehen hatte. Der Weg schlängelte sich bergauf und bergab durch grüne Wälder, Gebüsch und Wiesen welches einen leichten Regenwaldcharakter hatte. Und auch der Tierreichtum konnte sich sehen lassen. Neben mehreren Elefanten beim Grasen liefen und Unmengen an Warzenschweinen und sogar Hyänen über den Weg. Büffel säumten die Wegesränder und in einem Flusslauf kämpften zwei Wasserböcke um ihr Revier. Nach gut 1,5 Stunden toller Pirschfahrt errichten wir das berühmte The Ark Hotel. In Form einer Arche gebaut ist das Highlight dieses Hotel die über 3 Etagen gehende Fensterfront welche zu einmaligen Tierbeobachtungen aus geringer Entfernung einlädt. Bis spät in die Nacht saßen wir vor den Fenstern und konnten das bunte Treiben am beleuchteten Wasserloch beobachten. So sahen wir zum Beispiel wie eine Horde von Hyänen vergebens versuchte ein Warzenschwein zu erledigen und Büffel welche auf Nahrungssuche waren. Spät am Abend trudelte ein Elefant nach dem anderen ein und wühlte ausgiebig mit dem Rüssel im Boden nach etwas essbarem. Auch für diejenigen die sich frühzeitig zu Bett begaben, aber doch nichts verpassen wollen bietet das The Ark etwas Besonderes. Jedes Zimmer ist mit einem Buzzer ausgestattet welcher bei Bedarf klingelt sobald Leoparden, Elefanten oder Löwen das Wasserloch besuchen – ein einmaliges Erlebnis.

Lake Nakuru

Nach der recht kurzen Nacht standen wir früh auf um ein letztes Mal die Elefanten am Wasserloch zu sehen. Außerdem hatten wir nun endlich das Glück und konnten letztendlich doch die Spitze des Mount Kenyas zum Sonnenaufgang sehen. Anschließend fuhren wir zurück zum Aberdares Country Club um unser Gepäck einzusammeln und machten uns dann auf den direkten Weg in den Lake Nakuru Nationalpark. Auch hier wollten wir natürlich wieder die heimische Tierwelt kennenlernen und öffneten die Dachfenster unseres Landcruisers, so dass wir beste Wildbeobachtungsmöglichkeiten hatten. Und auch hier wurden wir nicht enttäuscht. Der Nakuru See war gesäumt von unzähligen Flamingos welche hier dem europäischen Winter entfliehen. Außerdem hatten wir Glück und sahen sowohl das Breitmaul- als auch das seltene Spitzmaulnashorn gemütlich unter einem Baum liegend. Zebras und Giraffen sprangen vor uns über die Straße und eine Mitreisende entdeckte mit ihren Adleraugen sogar die wenig gesehenen Colobus Affen mit schwarz-weißem Schwanz. Unser Mittagessen nahmen wir in der Sarova Lion Hill Lodge ein – die wohl beste Unterkunft im Lake Nakuru Nationalpark.

Chui Lodge

Nach dem Mittagessen ließen wir den Lake Nakuru Nationalpark hinter uns und führen weiter über den Lake Elementaita bis in die Lake Naivasha Region. Unser heutiges Tagesziel war die luxuriöse Chui Lodge im privaten Oserian Schutzgebiet gelegen. Das Oserian Schutzgebiet zeichnet sich aus durch dichtes Gestrüpp und eine grüne Landschaft aus Hügeln und Tälern. Außerdem beherbergt dieses Gebiet lediglich 2 Unterkünfte, so dass man kaum einmal anderen Fahrzeugen begegnet und ein wahres Out of Afrcia Gefühl hochkommt. Nachdem wir kurz unsere herrlich mit Holzhandarbeiten dekorierten Zimmer begutachtet haben machten wir uns auf zu einer Pirschfahrt. Wir hatten Glück und trafen auf den einzigen Löwen welcher in Oserian lebt und folgten ihm eine Weile auf seinem Streifzug. Nachdem wir eine Weile durch den Park gefahren waren und es so langsam dunkel wurde errichten wir eine Anhöhe. Hier warteten bereits die Lodge Managerin und ein Angestellter auf uns. Extra für uns hatten sie ein Lagerfeuer entzündet, Stühle aufgestellt und Snacks und Getränke vorbereitet. So saßen wir dort inmitten der Wildnis und genossen unseren herrlichen Sundowner vor einer atemberaubenden Kulisse. Auf dem Rückweg in die Lodge hatten wir auch noch das Glück und konnten ein Prachtexemplar von einem Leoparden entdecken. So hatten wir es also geschafft und die Big 5 an einem Tag gesehen: Elefanten am Morgen im Aberdares Nationalpark, Büffel und Nashörner am Lake Nakuru sowie Löwe und Leopard im Oserian Schutzgebiet!  Später wurde uns im Speiseraum der Chui Lodge ein sehr leckeres Essen serviert. Anschließend entspannten wir bei einem Glas Wein in der Lounge welche mit Ihren Sofas, dicken Kissen und handgefertigten Dekorationen zum Verweilen einlädt.

Früh am nächsten Morgen wollten wir natürlich noch einmal das Oserian Schutzgebiet näher betrachten. Also fuhren wir durch die grüne Landschaft, beobachteten Zebras, Warzenschweine und Gnus in den Ebenen. Zum Ende dieser Fahrt wartete noch ein Höhepunkt auf uns: Mit Blick auf den See stand ein schön gedeckter Frühstückstisch für uns bereit und so konnten wir inmitten der Wildnis ein Champagner Frühstück genießen.

Massai Mara

Massai Mara

Nun stand also der Weg in den letzten Nationalpark unserer Kenia Safari an. Von Naivasha aus machten wir uns auf die lange und teils sehr holprige Fahrt in das weltberühmte Massai Mara Wildreservat – natürlich ein Höhepunkt, auf den wir uns alle sehr gefreut haben. Als wir nach einigen Stunden endlich die Massai Mara erreicht hatten waren wir direkt beeindruckt von der unendlichen Weite und dem Tierreichtum. Diese Nacht verbrachten wir in einem wahren Luxuscamp – dem Olonana Camp. Direkt am Fluss erbaut bieten die großen Zelte auf Ihren Plattformen tolle Aussichten auf den von Nilpferden frequentierten Fluss und guten Komfort. Das Abendessen wurde im schön eingerichteten Speiseraum serviert und von lokalen Massai Tanzvorführungen begleitet.

Massai Mara Giraffe

Massai Mara

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen von Tierbeobachtungen in der Massai Mara. Zunächst trafen wir auf Nilpferde und Krokodile im Mara Fluss und eine Gruppe Löwen welche faul unter einem Baum im Schatten lagen. Auch hatten wir das Glück zur Zeit der großen Migration in Kenia zu sein. Nicht nur das die ganze Massai Mara überfüllt war mit Gnus und Zebras, nein wir wurden sogar Zeuge wie eine Herde von etwa 1500 Tieren den Mara Fluss überquerte. Dieses Schauspiel wird für mich unvergesslich bleiben. Geier kreisten bereits über der Stelle und man sah wie Zebras und Gnus sich in das Wasser stürzten und versuchten an der anderen Seite an Land zu kommen. Es war faszinierend zuzusehen wir die einzelnen Tiere miteinander kommunizieren. Jeder suchte den Rest seiner „Reisegruppe“, so dass man gemeinsam weiter ziehen konnte Richtung Tansania.
Nach diesem spektakulären Erlebnis besuchten wir kurz die Mara Serena Safari Lodge. Die Lodge mit ca. 70 Zimmern liegt im Herzen der Massai Mara und eignet sich gut als schöne Mittelklasse Unterkunft. Unser Mittagessen genossen wir auf der Wiese des Governors Camp, ein komfortables Zeltcamp am Fluss und mit Blick in die Weite gelegen.
Auch am Nachmittag wurden wir auf einer Safari Zeuge der vielseitigen Tierwelt Kenias. Überall trafen wir auf Zebras und Gnus, noch ganz erschöpft von der Flussüberquerung, Giraffen streiften durch die Ebenen und Hyänen lauerten am Wegesrand.

Gnuherde

Unsere letzte Nacht in Kenia verbrachten wir im schönen Mara Timbo Camp in der nördlichen Massai Mara. Die großen Zelte waren komfortabel ausgestattet und das Abendessen schmeckte hervorragend. Ein letztes Mal lauschten wir den Geräuschen der Nilpferde im Fluss und lauschten den nächtlichen lauten Afrikas.
Nach dem letzten Frühstück aus Toast, Rührei, Speck und Früchten im Freien begaben wir uns auf die lange Rückfahrt nach Nairobi. Da die Straßenverhältnisse auf dieser Strecke bzw. in Kenia allgemein nicht so gut sind brauchten wir bis zum späten Mittag, bis wir die Hauptstadt wieder erreichten. Aber wir wurden für die lange Fahrt entschädigt und durften es uns bei einem hervorragenden Essen im berühmten Carnivore Restaurant noch einmal so richtig gutgehen lassen. Dieses Restaurant liegt relativ nah am Flughafen und bietet sich gut an um eine Wartezeit für einen Abflug am Abend zu überbrücken. So kamen wir in den Genuss tolle Fleischspeisen direkt vom Grill und Spieß mit guten Beilagen und Saucen zu probieren.

Kenia

Am Abend wurden wir dann zum Flughafen gebracht und flogen via Zürich zurück nach Düsseldorf! Dies bedeutete das Ende einer unvergesslichen Woche voller Tierbeobachtungen, spannenden Safaris, sehr unterschiedlichen Nationalparks, tollen Camps und Lodges und einer sehr schmackhaften Verpflegung. Meine Höhepunkte waren eindeutig das Entdecken der Big 5, die unendlichen Weiten der Massai Mara und der grüne Aberdares Nationalpark. Dies war bestimmt nicht mein letzter Kenia Urlaub.
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Über den Autor

Die Vielfalt Afrikas, der Zauber und die Faszination fremder Welten, seine noch heute lebendigen Traditionen und Rituale, die unterschiedlichen Kulturen und landschaftlichen Schönheiten begeistern mich stets aufs Neue! Das kann durchaus ansteckend. Seit 1979 bin ich nun im Tourismus tätig. Als Geschäftsführerin von AfricanWorld Reisen tausche ich mich gerne mit Ihnen über meine Reiseerlebnisse aus.

Eine Reaktion bis “ Samburu, Lake Nakuru – Massai Mara – Big 5 Safari durch die schönsten Nationalparks Kenias ”

  1. Schöne Eindrücke die ihr aus Kenia mitgebracht hat. Meine Frau und ich waren 2011 auch in der Masai Mara und fanden es fantastisch. Unsere Reiseeindrücke haben wir auf unserem Blog auch in einem Reisebericht zusammengefasst.

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