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Wanderrouten in Kapstadt

Wanderrouten in Kapstadt

Es gibt wohl kaum eine Stadt, die so viele Möglichkeiten zum bergwandern (hiking) bietet wie Kapstadt. Das schöne ist das man für die Wanderausflüge nicht einmal die Stadt verlassen muss. Das Tafelbergmassiv zieht sich von der Stadtmitte nach Süden bis ins Cape Point Naturreservat. Wanderrouten finden sich auf diesem urbanen Gebirgszug überall und in allen Schwierigkeitsgraden. Hier ein paar meiner Favoriten:

Devil’s Peak

Diesen Berg sollte man nur bei klaren Bedingungen besteigen. Wenn die Wolken sich an der Bergspitze verfangen wird es sehr schnell feucht, kalt und gefährlich. Bei gutem Wetter ist Devil’s Peak jedoch eine gute und vor allem weniger bewanderte Alternative zum Tafelberg. Die gängigste Route ist wohl von der Tafelberg Road hinauf zum Sattelpunkt und dann zur Spitze. Der Berg lässt sich jedoch auch von Woodstock oder Newlands aus besteigen. Der Anstieg ist an stellenweise recht steil und sollte in etwa 1.5 Stunden geschafft sein.

Silvermine

Die M3 Richtung Muizenberg führt einen auf den Ou Kaapse Weg und der windet sich direkt am Silvermine Naturreservat vorbei. Hier gibt es mehrere, nicht zu anspruchsvolle Pfade, die an dem großen Stausee beginnen und enden. Im Sommer kann man die Wanderung also gut mit einem kleinen Bad verbinden, im Winter findet man mit etwas Glück ein paar Wasserfälle.

Platteklip Gorge

Dies ist der schnellste und direkteste Weg auf den berühmten Tafelberg. Der Pfad ist nicht unbedingt technisch anspruchsvoll aber höllisch steil. Der Anstieg ist in 1,5–2 Stunden machbar, kann aber je nach Fitnessgrad länger dauern. Eine entspannte Wanderung sieht anders aus – hier drücken sich nämlich an sonnigen Tagen die Touristen die Klinke in die Hand. Das eigentliche Highlight ist aber der Ausblick vom Plateau. Man kann hier die gesamte Stadt und die Kap-Halbinsel überblicken. Wem der Anstieg zu anstrengend war, kommt entspannt mit der Seilbahn ins Tal.

Cape Point

Das Cape Point Naturreservat bietet so viele Wanderwege jenseits des Massentourismus. Hier nur bis zum Leuchtturm und zurück zu fahren ist eine echte Verschwendung. Man sollte hier unbedingt auf Entdeckungsreise gehen und dabei die Tier und Pflanzenwelt erkunden. Das Pflanzenreich hier bietet unglaubliche 1100 Pflanzenarten. Entlang der Küste finden sich zudem einige Schiffswracks.

An einem besonders schönen Tag haben wir ein Auto am Eingang des Reservates geparkt und das zweite Auto in der Nähe des Leuchtturms abgestellt. Wir sind dann vom Eingang entlang der False Bay Küste zum Leuchtturm gewandert. Das Unternehmen muss wohl an die 5 Stunden gedauert haben. Auf dem Weg hatten wir herrliche Ausblicke, ein Bad im Meer, unzählige Exemplare des einheimischen Fynbos und zum krönenden Abschluss ein Bier am ’südwestlichsten Punkt Afrikas‘.

Constantia Nek

Auf dem höchsten Punkt von Rhodes Drive in Constantia findet sich ein Kreisverkehr. Vom anliegendem Parkplatz starten viele Wanderungen die einen auf die Rückseite des Tafelbergs führen. Besonders das Gebiet ‚Orange Kloof‘ lässt einen komplett vergessen, dass man in einer Großstadt ist. Die Wege sind hier etwas unüberschaubar und so ist eine geführte Wanderung eine gute Option. Ich war in dieser Gegend einmal mit dem Fynbosguy wandern und dabei sind diese Photos entstanden.


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