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Western Australia – von Perth nach Monkey Mia

Über Ostern waren wir in Western Australia unterwegs – diesmal nach Norden von Perth bis nach Monkey Mia.

Erstmal sitzt man stundenlang im Flieger, denn von Sydney nach Perth sind es ca 4 Std Flug. Aber Australien ist eben auch Australien weil es so gross und leer ist. Jede Menge leere, rote Erde. Spät abends in Perth angekommen sind wir die erste Nacht in Goosebery Hills in einem netten Bed & Breakfast direkt an einem Nationalpark gewesen.

Weiter ging es am nächsten Morgen gen Norden mit dem Mietwagen. Zuerst kommt man durch das Swan Valley (die Weingegend nördlich von Perth). Dort sollte man auf jeden Fall einen Stop einlegen und mal ein grosses und eine kleines Weingut ansehen. Ein schönes grosses Weingut ist Houghton mit einem riesigen Park zum Picknicken und einem Museum und alten Gebäuden. Bei den kleineren Gütern hat und Mann (toller Sekt) und Entopia sehr gefallen. Zum Essen können wir die Brauerei Feral empfehlen.

Weiter im Norden ging es entlang der Küste zu einem Stop in Lancelin wo herrlicher Sandstrand und flaches türkises Wasser zum Baden einläd. Dann erfrischt weiter nach Norden wo die Dörfer immer weniger werden bis nach Cervantes und Jurien Bay. Dort sollte man sich entweder in der Morgensonne oder am Abend wenn die Sonne untergeht die Pinnacles ansehen – Felsformationen die zu tausenden aus dem Boden ragen. Bei den richtigen Lichtverhältnissen ist es eine tolle Stimmung und man kann den Sonnenuntergang dort erleben und zwischen den Steinsäulen umher laufen.

Von Perth nach Cervantes/Jurien Bay sind es ca 3 Std Fahrt, wenn man auf der Strecke öfters mal anhalten will kann man aber auch gut eine Tagestour daraus machen.

Weiter nach Norden kann man direkt an der Küste entlang fahren und hat manchmal wunderbare Sandstrände, mal Steilküste und jede Menge Natur pur bis man nach Geralton kommt – immerhin mit 30.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt West Australiens. Ideal um ein paar Dinge einzukaufen und vielleicht dort eine Mittagspause einzulegen. Die Hauptstrasse hat ein paar schöne alte Gebäude und das Denkmal zur gesunkenen HMAS Sydney (gefunden erst 2008) ist dort auf einer Erhöhung.

Weiter in Richtung Norden sollte man die Abzweigung nach Kalbarri nehmen wenn man ein wenig Zeit hat und/oder dort übernachten möchte (vorher buchen, gerade am Wochenende und in der Urlaubszeit). Unbedingt sollte man bei den riesigen Sanddünen mal anhalten welche auf dem Weg sind. Südlich von Kalbarri kommt man direkt an einer vorbei und kann an der Strasse anhalten und dort den weissen Sand hochwandern. Auch ein Stop am ‘Pink Lake’ bei Gregory ist es wert, dort wird Beta Karotin aus dem Salz gewonnen welches das Wasser herlich Pink färbt.

Kalbarri ist ein kleines Dorf, welches hauptsächlich vom Tourismus lebt. Der Kalbarri Nationalpark ist einen Stopp wert. Neben langen Wanderwegen gibt es auch ein paar kurze Strecken (bspw Natures Window). Die Temperaturen werden dort extrem heiss und Wasser ist immer mitzunehmen. Im Sommer wird es durchaus 50 Grad in der Mittagshitze – empfehlenswert Wanderungen auf den Morgen zu legen.

Hinter Kalbarri wieder auf der Landstrasse 1 kommt so ziemlich nichts mehr ausser eben Steppe und Outback. Ein Stopp an einem der Roadhouses ist ein Muss – ein wenig wie eine Wild West Filmkulisse.

Irgendwann kommt dann der Abzweig nach Links nach Monkey Mia und man kommt auf eine ca 150 km lange Strasse mit Dead-End nach Shark Bay. Denham ist dort der “grössere” Ort mit einer Tankstelle und zwei kleinen Supermärkten, man sollte aber nicht zuviel erwarten.

Vorher kommt man noch an der alten Poststation vorbei, welche über eine 5km Stichstrasse nach rechts zu erreichen ist. Empfehlenswert für einen Stop, einen Afternoon-Tea in der Station und um sich die Stromatolites am Hamelin Pool anzusehen. Doch Vorsicht, wir sind von Millionen von Fliegen dort überfallen worden – auch ein Teil von Australien. Am Besten rüstet man sich in einer der grösseren Orte mit Fliegen-Netzen aus, welche man sich übers Gesicht zieht.

Monkey Mia ist ein kleiner Resort, in dem man gut mal 2-3 Nächte ausspannen kann. Neben ein paar besseren Unterkünften dient es auch vielen Backpackern und Campern als Ziel und man lernt interessante Leute kennen. Man sollte aber auch deswegen keinen Luxus erwarten, die Zimmer sind aber sauber und es gibt neben dem Restaurant noch eine Bar, welche Bar-Food und Pizza anbietet. Die Atmosphäre ist relaxed und neben den Bootstouren in der Bay zum Erkunden der Tierwelt (Tiger-Haie, Seekühe, Delfine, Wasser-Schildkröten, Manta-Rochen) kann man sich Kajaks leihen natürlich Baden und die herrlichen Sonnenuntergänge am Strand mit einem kühlen Bier geniessen.

Die Hauptattraktion ist aber die morgendliche Besuchsstunde der Define, welche bis zu einem halben Meter an den Strand heran kommen und dann mit ein paar Fischen für Ihren Besuch belohnt werden. Die erste Fütterung gibt es morgens, man bekommt dazu allerlei Hintergrundwissen zu den Definen dort und im allgemeinen. Es lohnt sich nach der ersten Fütterung noch dort zu warten da die Delfine nach einer Weile nochmal kommen und dann nicht mehr soviele Zuschauer dort sind.

Wer noch mehr Zeit hat sollte unbedingt noch ans Ningaloo Reef fahren. Dabei soll Coral Bay zum Schnorcheln sehenswerter sein als Exmouth, von Exmouth gehen aber wohl die besseren Bootstouren zu den Walhaien los. Das müssen wir dann bei unserer nächsten West Australien Reise mal erkunden…

 

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Über den Autor

Seid 2007 in Sydney lebend. Wir berichten unsere Erlebnisse seid der Entscheidung des Auswanderns hier: http://www.xmission.de/blog/

Eine Reaktion bis “ Western Australia – von Perth nach Monkey Mia ”

  1. Euer Bericht ist für mich eine schöne Einstimmung auf unseren eigenen Westaustralien Urlaub heuer im Herbst. Werden 4 Wochen die Route Darwin -> Perth fahren und viele Stationen, die Ihr beschreibt, auch besuchen.

    Kann es kaum noch erwarten.

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