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Havanna – Metropole mit eigenartigem Reiz

Havanna

Havanna

La Ciudad de La Habana, wie die Hauptstadt Kubas auf Spanisch heißt, hat nicht nur den amerikanischen Schriftsteller Ernest Hemingway in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in ihren Bann gezogen. Auch heute werden Besucher, die zum ersten Mal nach Havanna kommen, von der Atmosphäre der Stadt, ihrer morbiden Schönheit, der Lebensfreude und dem Temperament ihrer Einwohner fast augenblicklich gefangen genommen.

„La Habana Vieja“ – Altstadt mit episodenreicher Vergangenheit

Die engen Gassen der Altstadt, die bröckelnden Fassaden der einst prachtvollen Gebäude und Paläste, der Lärm und der Verkehr entlang des Malecón, der prachtvollen Uferpromenade, erinnern an Rom. Wie in Italiens Hauptstadt, gibt es auch hier keine Verkehrsregeln: Rechts überholen ist normal, Blinker werden nicht betätigt und Zebrastreifen generell ignoriert. Wie im Slalom überquert man die breite Uferstraße in der Hoffnung, nicht überfahren zu werden.

Altstadt Havanna

Altstadt Havanna

Um Havanna zu entdecken sollte man zunächst mit einem Rundgang durch die Altstadt beginnen – dieser gleicht einem Spaziergang durch die Kolonialgeschichte der Stadt: Auf dem Weg liegen die älteste Festung der Inselmetropole, das „Castillo de la Real Fuerza“ aus dem Jahre 1538 sowie die daran angrenzende „Plaza de Armas Carlos Manuel de Céspedes“, die historische Stätte der Gründung Havannas aus der ersten Hälfte es 16.Jahrhunderts. Nicht weit davon entfernt liegt die Kathedrale „San Cristóbal de la Habana“, in der sich im Hauptschiff bis zum Abzug der Spanier im Jahre 1899 das Grabmal für Christoph Columbus befand.

Hemingways Lieblingsbar: La Bodeguita del Medio

Hier trank Hemingway seinen Mojito, und hierher kamen auch Nat King Cole, Salvador Allende und andere Berühmtheiten aus Film und Politik. Die Regale stehen voller Flaschen aus aller Welt, Plakate und Fotos der berühmten Gäste zieren die Wände. Im Hinterraum, dessen kahle Wände bekritzelt sind mit euphorischen Sprüchen auf die Kochkunst der Bodeguita, werden Gerichte aus der kreolischen Küche serviert. Nicht weit davon befindet sich das Hotel Ambos Mundos, in dem Hemingway in den 1930er Jahren zeitweise gewohnt und geschrieben hat. Sein Zimmer ist noch unverändert und kann besichtigt werden.

Zum Daiquiri ins El Floridita

An der Ecke Calle Obispo und Avenida Bélgica liegt das berühmte Restaurant „El Floridita“, das berühmt ist für seine gemütliche Bar, an der Hemingway seine geliebten Daiquiris trank. In Erinnerung an den berühmten Gast wird jener Cocktail heute „Papa Hemingway“ genannt. Ansonsten ist das Restaurant bekannt für seine Fisch- und Muschelspezialitäten. Hemingways Spruch „ Mi Mojito en la Bodeguita, mi Daiquiri en la Floridita“ hat beide Lokale berühmt gemacht.

Malecón – die breite Uferstraße Havannas

Der fünf Meter lange Malecón (zu deutsch „Ufermauer aus Stein“), umschließt die Stadt wie einen Gürtel und bietet Schutz vor den anrollenden Wellen des Atlantik. Der Malecón wurde 1926 fertiggestellt und verbindet seitdem die Altstadt Havannas mit den modernen Stadtvierteln. Abends ist seine lange Kaimauer ein beliebter Treffpunkt der Jugendlichen, und im Juli wälzt sich der Karnevalszug auf der Uferstraße entlang.

 

 

 

 

 

Garcia Lorca Theater

 

Vedado, das politische Zentrum

Vedado ist das politische Zentrum Kubas, wo auch die „Plaza de la Revolución“ (der Revolutionsplatz) liegt. Hier befinden sich die wichtigsten Ministerien und hier ist der Sitz des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei. Die Front des Innenministeriums ist bedeckt mit dem gewaltigen Porträt Ernesto „Che“ Guevaras. Che auf Häuserfronten, auf Postern, Gemälden und Fotos begegnet überall in Havanna.

In Vedado befindet sich auch das Hotel Habana Libre, das größte Hotel Kubas, das kurz nach der Revolution von Castro als Hauptquartier genutzt wurde. Im 28. Stock befindet sich ein sehr elegantes Restaurant, in dem man bei einem Candle Light Dinner mit Pianomusik schlemmen und dabei Havanna bei Nacht bewundern kann.

 

 

 

 

 

Revolutionsmuseum

 

Auf den Spuren der kubanischen Revolution

Sehenswert ist das Museum der Revolution im ehemaligen Präsidentenpalais in der Calle Refugio. Von der Nordterrasse aus hat die Revolutionsregierung in den Jahren 1959/60 öffentlich die ersten Gesetze verkündet. Anhand von Dokumenten, Fotos, Waffen und zahlreichen Erinnerungsstücken gibt das Museum einen aufschlussreichen Überblick über den beeindruckenden Kampf des kubanischen Volkes um seine Unabhängigkeit von der spanischen Kolonialherrschaft bis zur Revolution 1959.

Auf dem Gelände des Museums liegt auch die Gedenkstätte „Granma“, deren Mittelpunkt die 20 Meter lange Motorjacht Granma ist, mit der am 2. Dezember 1956 zweiundachtzig Revolutionäre, an ihrer Spitze Fidel Castro, aus dem Exil in Mexiko kommend, in Kuba landeten.

 

 

 

 

 

 

Santa Maria

 

Die Strände vor den Toren Havannas

Etwa 20 Kilometer von der City entfernt befindet sich im östliche Bezirk Playas del Este der traumhaft schöne Palmenstrand Santa Maria del Mar am kristallblauen Atlantik. Hier gibt es sehr schöne, kleine Hotels – der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in die Stadt.

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Über den Autor

Cornelia Lohs

Cornelia Lohs ist freie Journalistin und schreibt für Print- und Online-Medien in den Bereichen Reise und Lifestyle. Sie lebt in Heidelberg und den USA. Mehr Informationen auf www.cornelia-lohs.de

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