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Ferien-Abenteuer – von Nasca mit dem Bus nach Arequipa, die weisse Stadt Perus

Donnerstag

Nasca- Arequipa

Wir wachen mit dem Gefühl auf, heute unwahrscheinlich viel Zeit zu haben. Der Bus geht erst um 15ººh und uns steht der gesamte Vormittag hier in der Lodge zur Verfügung. Daher gehen wir zuerst mit aller Ruhe Frühstücken und lassen uns viel Zeit dabei.

Hotelgarten

Hotelgarten in Nasca

Danach geht es ans Kofferpacken, da haben wir inzwischen schon Routine und sind „ruck -zuck“ fertig. Nun werden wir die Lodge und deren näheres Umfeld erkunden und gehen die schmalen Feldwege entlang, die über das große Gelände führen. Wir kommen auf eine riesige Wiese voller Mangobäume und vermuten, dass die Wasikopuno Lodge früher eine Obstplantage gewesen sein muss. Auch Gemüse wurde hier angebaut, einige Beete sind noch vorhanden und werden augenscheinlich auch heute noch für den Eigenbedarf genutzt.
Nachdem unser Rundgang beendet ist, setzen wir uns in den Garten und schreiben die ersten Ansichtskarten. Vielleicht kommen die Karten dieses Jahr tatsächlich einmal vor uns an.
So vergeht der Vormittag mit ausruhen, Füße hochlegen und schreiben. Zwischendurch kommt die Señora nach uns schauen und fragt nach ob wir etwas brauchen. Vielleicht Wasser?  Und ob wir zu Mittag etwas essen möchten?  Edith und ich schauen uns an: essen?
Hunger haben wir keinen, wir haben doch vor kurzem erst gefrühstückt. Wir nehmen Obst, es gibt frische Mangos und Melone. Ob die aus dem eigenen Garten kommen?

Reisefertig

Reisefertig

Um 14ººh ist es dann soweit, das für uns bestellte Taxi kommt und bringt uns zur „Bushaltestelle“. Es handelt sich hierbei um die „Garage“ des Busunternehmens, denn in Peru gibt es keine zentralen Busbahnhöfe an dem die verschiedenen Fernbusse abfahren. Jeder Bus fährt seine Gesellschaft an. Die Wartehalle ist fast leer und ein Angestellter teilt uns mit, dass der Bus zwei Stunden Verspätung hat.  Wir lassen unser Gepäck in einem verschließbaren Raum unterbringen und machen uns auf Entdeckungstour in der näheren Umgebung. Zehn Minuten später sind wir zurück, viel zu entdecken gibt es hier nicht. Wir setzen uns auf die Wartebank, suchen unsere Bücher und lesen. Als die zwei Stunden vorbei sind frage ich nochmals nach. „Wann kommt denn der Bus?“  „Na ja, in ungefähr einer halben Stunde, der Bus hat heute etwas Verspätung“ erfahre ich. So langsam füllt sich jedoch die Wartehalle mit anderen Passagieren und das lässt mich auch auf den Bus hoffen. Etwa eine Stunde später kommt Bewegung in die Wartenden. Ein Mitarbeiter der Gesellschaft geht auf den Hof, öffnet das Tor und tatsächlich rollt kurz darauf der von allen heiß ersehnte Bus auf das Gelände.

Linienbus

Linienbus

Nun wird das Gepäck verstaut, das Ticket kontrolliert und dann steigen wir ein und suchen unsere Sitzplätze. Endlich geht es also weiter! Wir haben nun noch eine Stunde Tageslicht und nutzen die Zeit um die Landschaft zu betrachten. Wir fahren in Richtung Süden, weiter durch die Wüste und nach einer weiteren Stunde bricht die Dunkelheit herein. Daher richte ich nun meine Aufmerksamkeit  auf das Innere des Busses. Die Plätze sind fast alle besetzt und die meisten Reisenden machen einen sehr müden Eindruck. Wo kommt der Bus wohl her? Das Rätsel wird in einem Gespräch mit den beiden Passagierinnen hinter mir gelöst – der Bus kommt aus Kolumbien und fährt durch bis nach Bolivien. Die beiden jungen Frauen sind nun schon seit gestern unterwegs und kommen morgen Mittag an ihrem Ziel an.

Landschaft in Peru

Landschaft in Peru

Zur Unterhaltung der Fahrgäste läuft der Fernseher, ein Action-Film nach dem anderen. Im Moment ist Bruce Willis zu sehen, davor haben Ausserirdische  die Welt bedroht. Nachdem Bruce Willis gesiegt hat ist jedoch Schlafenszeit und Fernseher so wie das Licht werden ausgemacht. Ein Blick auf meine Uhr- 23ººh, noch etwa zwei Stunden bis Arequipa. Da lohnt sich der Schlafversuch eigentlich nicht, ich bleibe lieber wach und lese ein wenig.

Es wird zwölf, es wird eins und kein Arequipa in Sicht. Gegen zwei Uhr lese ich „Arequipa“ auf einem Schild. Toll, wir sind sicher bald da!  Doch nein, es war nur eine Bierreklame. Ein Bier mit dem Namen Arequipa! Edith war inzwischen eingeschlafen und ich habe sie wegen eines Biernamens umsonst geweckt.
Gegen drei Uhr tauchen Lichter am Horizont auf. Das muss es sein, ganz klar! Warum sollten hier sonst so helle Lichter sein? Edith war inzwischen wieder eingeschlafen, ich wecke sie schon mal auf, damit sie Zeit hat ihre Schuhe wieder anzuziehen. Aber die Lichter bleiben links liegen, es scheint sich dabei um ein Industriegebiet zu handeln.
Doch dann ist es geschafft, die ersten Wohnhäuser tauchen auf und in den Bus kommt Unruhe und Aufbruchsstimmung. Taschen werden gesucht, Bücher verpackt, Schuhe und Jacken angezogen.  Wir haben Arequipa erreicht! Inzwischen ist es 4ººh morgens und ich bin gespannt, ob wir mit so viel Verspätung abgeholt werden. Bisher war ja die Organisation von El Dorado Travel super, alles klappte wie am Schnürchen. Aber um 4ººh morgens? Ob wirklich jemand so lange wartet?  Doch, es wurde gewartet! Mit einem Schild „Elli Hope“ stehen zwei junge Männer am Ausgang und nehmen uns trotz dieser Uhrzeit und strömenden Regen freundlich in Empfang. Einer der beiden, Wilson, ist unser Reiseleiter und wird mit uns morgen/heute Arequipa und das Kloster Santa Catalina besichtigen. Wann wir denn abgeholt werden möchten? Morgens oder lieber mittags und vorher ausschlafen?  Wir entscheiden uns für den Nachmittag und verabreden uns direkt am Kloster, denn bis halb drei schlafen wir sicherlich nicht. So können wir jedoch ausschlafen so lange wir möchten und uns dann schon in der Stadt Arequipa umsehen.
Wilson bringt uns ins Hotel, ein verschlafener Nachtwächter sucht unsere Reservierung. Er findet sie zuerst nicht, er hat um diese Zeit offensichtlich auch niemand mehr erwartet. Doch da ist sie, unsere Reservierung! Jetzt rasch aufs Zimmer, im vorhandenen Kühlschrank finden wir zwei kalte Arequipa -Bier und mit diesem „Betthupfer´l“ sind wir kurz darauf eingeschlafen.

Peru, eine Rundreise von der Küste in die Anden und den Regenwald Perus

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Über den Autor

Elke Hoppe

Vor fast 20 Jahren bin ich von Deutschland nach Spanien ausgewandert, um auf der Sonnenseite Europas leben zu können. Doch auch von hier aus habe ich das Bedürfnis mehr von der Welt kennen zu lernen. Da es mir zeitlich und beruflich möglich ist, mache ich seit 2005 einmal im Jahr eine „große Reise“. Begleitet werde ich dabei von Edith, meiner Mutter, die vor 15 Jahre ebenfalls aus dem deutschen Regen in die spanische Sonne geflüchtet ist. Bisher hat uns unsere Reiselust nach Thailand, Kenia (Tagebuchbericht zu lesen unter www.safari-wangu.de) und Peru geführt. Für das Jahr 2009 hatten wir uns für Indien entschieden. Auf unseren Rundreisen durch Rajasthan (Jan. 2009), Kaschmir (Aug.2009) und Gujarat (Dez. 2010) waren wir in Begleitung von unserem Fahrer Prakash Acharya. Er ist ein zuverlässiger und informativer Reisebegleiter, den ich sehr empfehlen kann. Prakash hat sich vor kurzem selbständig gemacht und falls jemand mit ihm eine Rundreise machen möchte bin gerne bereit den Kontakt herzustellen.

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