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Urlaub an Bord der alten Queen Mary in Long Beach

qmÜbernachten auf einem Luxusliner, ohne dabei den Hafen zu verlassen und ohne seekrank zu werden? An Bord der ehemaligen „Königin der Meere“ ist dies möglich.

Es ist halb fünf Uhr morgens und der Jetlag, der Transatlantikreisende viel zu früh aus dem Schlaf reißt, treibt einen hinauf auf das endlos lang erscheinende Promenadendeck der Queen Mary, auf dem sich außer ein paar Möwen so früh am Morgen noch niemand befindet. Die Sonne geht gerade auf und taucht den Pazifik in ein blassrosa Licht. Die Aussicht auf die Skyline von Long Beach ist spektakulär und man möchte ewig gegen die Reling gelehnt dastehen und hinüberschauen, während man dem Rauschen des Meeres und dem Geschrei der Möwen lauscht.

Bis das Promenadencafe öffnet, dauert es noch zwei Stunden, und die gilt es zu überbrücken. Nun, es gibt drei Decks für lange Spaziergänge. Das schönste Deck ist allerdings das Promenadendeck, auf dem es Cafés, Geschäfte und kleine Boutiquen gibt. Dort sind auch Fotos der berühmten Passagiere der vierziger und fünfziger Jahre ausgestellt: Winston Churchill, Gary Cooper, Fred Astaire, Clark Gable, Stan Laurel und Oliver Hardy, um nur einige wenige zu nennen. Vor allem beim Betrachten der fünfziger Jahre Fotos kommt einem augenblicklich der Film „An Affair to Remember“ mit Cary Grant und Deborah Kerr in den Sinn, der auf einem Luxusliner spielt, der genauso wie die Queen Mary aussieht. Der Name des Schiffes, das den Atlantik überquert, wird im Film allerdings nicht genannt.

 

 

Promenadendeck der Queen Mary

Kabinen im Stil der alten Zeit

Die über 300 Kabinen auf drei Decks, in denen ein Hauch von Nostalgie hängt, sind noch im Originalzustand erhalten. Moderne technischen Annehmlichkeiten wie Kühlschrank, Kaffeemaschine, Internet und Fernseher sind in den historischen Art Deco Stil eingebettet. Es ist ein herrliches Gefühl, im Bett zu liegen und durch die Bullaugen die beleuchtete Skyline von Long Beach zu beobachten. Das Geräusch der Wellen, die am Schiff brechen, täuscht eine Fahrt auf hoher See vor, und im Halbschlaf meint man tatsächlich, dort auch zu sein.

Queen Mary I – das schnellste Schiff seiner Zeit

In den vierziger und fünfziger Jahren galt die Queen Mary als die „Königin der Meere“. Mit über 310 Metern war sie länger als die Titanic und zudem schneller und vornehmer ausgestattet als die meisten anderen Schiffe. Im August 1936 erhielt sie das blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung zwischen Southampton und New York. Während des zweiten Weltkrieges wurde der Luxusliner im Pazifik als Truppentransporter eingesetzt (das Lazarett aus dieser Zeit kann man im Museum auf der Queen Mary besichtigen) um anschließend, generalüberholt, wieder auf die Transatlantikroute zurückzukehren.

Als die ersten Großraumflugzeuge aufkamen, mit denen sich der Atlantik schneller überqueren ließ, wurde die Queen Mary in den Ruhestand geschickt.

 

 

 

Blick auf Long Beach vom Deck der Queen Mary

Long Beach, eine der schönsten Städte Kaliforniens

Der Ozeanriese wurde 1967 von der Stadt Long Beach gekauft, zu einem Hotel umfunktioniert, und hat seitdem einen Ehrenplatz im Hafen, der nach New York der zweitgrößte der USA ist.

Long Beach ist eine der größten und schönsten Städte in Kalifornien, die 20 Meilen südlich von Los Angeles liegt. Seitdem die alte Queen Mary im Hafen von Long Beach verankert liegt und in ein Hotel umgewandelt wurde, gehört die Stadt zu einem der meistbesuchten Orte im Los Angeles County, denn kaum ein Tourist möchte sich die Besichtigung des ehemaligen Ozeanriesen entgehen lassen.

Urlaub an Bord der alten Queen Mary in Long Beach
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Über den Autor

Cornelia Lohs

Cornelia Lohs ist freie Journalistin und schreibt für Print- und Online-Medien in den Bereichen Reise und Lifestyle. Sie lebt in Heidelberg und den USA. Mehr Informationen auf www.cornelia-lohs.de

Eine Reaktion bis “ Urlaub an Bord der alten Queen Mary in Long Beach ”

  1. ich war schon vor langer zeit auf der queen mary1 ich denke immer noch daran es war beeidruckend die ganze geschichte zuerleben und zu spüren diesen flär der vergangenheit
    ich hoffe das es noch diese dixi musik gibt die versetzt einen sofort in gute laune
    ich hoffe das ich nochmal die gelegenheit habe an bord zugehen aber diesmal mit übernachtung
    lg aus österreich josef

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