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Wien – Kaffee, Walzer und noch mehr!

Städtereisen Wien Altes und Neues, Gestern und Heute, Modernes und Tradition – das alles ist Wien. Wie kaum eine andere Stadt in Europa ist die österreichische Hauptstadt sich selbst treu geblieben. Wien ist ein einzigartiger Schatz und es lohnt sich die Stadt an der Donau einmal näher zu betrachten.

Wien ist nicht unbedingt eine Autostadt wie Rom oder Paris. Der Wiener mag es gemütlich und für den Besucher zahlen sich die Fußwege aus, allein schon wegen der horrenden Parkgebühren (neun Euro für eine Stunde parken im Parkhaus an der Oper!). Aber keiner muss weit laufen um alles zu sehen was Wien zu einer der schönsten Städte der Welt macht, denn alle Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander.

Jede Tour durch Wien sollte am Stephansdom beginnen, oder dem Steffl wie die Wiener ihr Wahrzeichen mit dem 137 m hohen Turm gerne nennen. Der im 14. Jahrhundert erbaute Dom ist das bedeutendste gotische Bauwerk in Österreich und besonders der dreischiffige Innenraum und die Krypta  sind sehenswert. Wer sich die Mühe macht und die 343 Stufen des Turms hinaufsteigt, der wird mit einem fantastischen Blick auf die Stadt belohnt.

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Vom Steffl aus geht es weiter zu Fuß in die Wiener Innenstadt. Kohlmarkt und Graben sollten die nächsten Ziele sein, denn dies sind die beiden mit Abstand elegantesten Einkaufstraßen der Stadt. Aber es sind nicht nur die Geschäfte die Kohlmarkt und Graben so sehenswert machen, es sind vielmehr die Fassaden. Hier spürt man noch das Flair des einst so aristokratischen Wien. Besonders merkt man das am Kohlmarkt Nr. 14, denn hier ist das Kaffeehaus Demel. Das Café Demel war einst die königliche Hofkonditorei während der k.u.k Monarchie und ist heute ein Muss für jeden Wien Besucher. Im Demel scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Stühle und Sitzbänke aus rotem Samt, kleine runde Tische mit Marmorplatten und schwere Samtportieren an den Fenstern lassen den Besuchern das Gefühl der guten alten Zeit spüren. Man sollte sich Zeit nehmen und einen Einspänner oder einen großen Braunen trinken, die der Ober im Frack formvollendet immer zusammen mit einem Glas Wasser serviert. Dazu vielleicht ein Stück Torte, denn nicht nur die Sachertorte mit Schlagobers ist im Café Demel ein Gedicht.

Gestärkt geht es weiter durch Wien. Vom Kohlmarkt aus hat man die Wahl: Entweder ins Antiquitätenviertel zwischen Kärntner- und Augustinerstraße oder in Richtung Hofburg. Im Antiquitätenviertel locken das Jüdische Museum und ein weiteres wunderschönes Kaffeehaus, das Café Hawelka in der Dorotheergasse. Nicht weit entfernt ist auch die Kapuzinergruft, in der seit 1633 die österreichischen Monarchen ihre letzte Ruhe finden. Besonders imposant ist das Doppelgrab von Kaiserin Maria Theresia und ihrem Mann Franz Stephan.

Die Hofburg ist eines der bekanntesten Gebäude in Wien. Einst der Wohnsitz der österreichischen Kaiser, ist die Burg heute ein Kongresszentrum. Besichtigen sollte man allerdings die Kapelle, die Silberkammer und die kaiserlichen Apartments. Für alle Pferdefreunde ist die spanische Hofreitschule natürlich Pflicht.

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Das historische Wien beginnt an der Ringstraße. Kaiser Franz Joseph ließ die Prachtstraße 1857 bauen und heute ist die 60 m breite Straße das Zentrum aller Stilepochen der Vergangenheit. Absoluter Mittelpunkt sind die Wiener Oper und das Burgtheater. „Alles Walzer!“ heißt es einmal im Jahr beim bekanntesten Ball in der Wiener Oper, einer von 300 Veranstaltungen die dort alljährlich stattfinden. Die Gäste des Opernballs dinieren vor dem Walzer übrigens im Hotel Imperial, in einem schönen Palais in der Ringstraße, gegenüber der Oper. Neben der Oper sind besonders das Kunsthistorische Museum und das 1888 erbaute Burgtheater in der Ringstraße einen Besuch wert.

Nach einem ausgiebigen Bummel durch die Innenstadt geht es weiter in den noblen Westen von Wien. Schloss Schönbrunn ist ein weiterer Höhepunkt bei jedem Besuch in Wien. Von den 1200 Räumen des Schlosses sind 39 für das Publikum geöffnet, aber diese Räume sind auch die Schönsten und Prachtvollsten in Schönbrunn. Die Führungen durch das Schlafzimmer der Kaiserin Elisabeth (Sissi), den Zeremoniensaal, den Spiegelsaal und das Arbeitszimmer von Kaiser Franz Joseph dauern rund eine Stunde und es lohnt sich garantiert dabei zu sein. Im Sommer sollte man auch einen Spaziergang durch den Schlosspark machen, denn sowohl der Tiergarten, der Botanische Garten und vor allem das Palmenhaus sind sehenswert.

Wien hat rund 150 Museen die alle im unteren Wiental zwischen Naschmarkt, Stadtpark und Karlsplatz liegen. Natürlich schafft man es nicht alle zu sehen, aber das Belvedere mit der Österreichischen Galerie und die Secession sind einen Besuch wert. Die Secession, ein weißer Würfel mit einer goldenen Kuppel, ist ein Meisterwerk der avantgardistischen Kunst des 19. Jahrhunderts.

Das volkstümliche Wien findet man etwas außerhalb. Besonders der 7. und 8. Bezirk erinnern an das Wien des frühen 19. Jahrhunderts. Das wird vor allem in den engen Gassen in der Josefstadt und am Spittelberg deutlich.

Zum Abschluss eines Besuchs in Wien sollte man sich einen Bummel durch den Prater gönnen und einmal mit dem berühmten Riesenrad fahren. Eine Umdrehung dauert 15 Minuten und ist besonders bei Dunkelheit ein Erlebnis.

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2 Reaktionen bis “ Wien – Kaffee, Walzer und noch mehr! ”

  1. Zeit nehmen, das ist wohl der wichtigste Hinweis, wenn man ein Wiener Kaffeehaus besuchen möchte. Hier geht man nicht mal eben hin. Hier ist es keine Seltenheit, stundenlang dazu sitzen, Kaffee (Einspänner, Verlängerten oder die Wiener Melange) zu trinken, zu schauen und zu plaudern. Die schönsten Kaffeehäuser Wiens werden zum Beispiel auf der Seite des Tourismus-Verbandes vorgestellt:

  2. Ich liebe Wien. Und zwar zu jeder Jahreszeit. Mein persönlicher Favorit unter den Kaffeehäusern ist und bleibt das Café am Schwarzenbergplatz. Typisch Wien, typisch Österreich. Ein Genuss!

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