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Flusskreuzfahrt Manatee Explorer im Amazonas Regenwald von Ecuador

Amazonas Regenwald Ecuador

Regenwald Ecuador

In Ecuador gibt es die Möglichkeit das Amazonasgebiet auf einer Flusskreuzfahrt in ganz entspannter Atmosphäre zu entdecken. Dazu empfiehlt sich das Flussschiff Manatee Explorer, das unterschiedliche Reiseverläufe anbietet. Man kann bis zu acht Tage von Coca bis an die peruanische Grenze fahren und die noch recht unberührten Gebiete des Regenwaldes kennen lernen oder man macht nur eine kurze 4-tägige Kreuzfahrt an Bord des Manatee Explorers, um einen Eindruck von dem Amazonas Regenwald von Ecuador zu bekommen.

Manatee Explorer Ecuador

Flussschiff Manatee Explorer

Auf der 4-tägigen Flusskreuzfahrt, die wir mit dem Manatee Explorer gemacht haben, werden drei Reservate im Regenwald besucht und man kann einen Eindruck vom Leben im ecuadorianischen Dschungel bekommen. Von Quito, der Hauptstadt Ecuadors, flogen wir am Morgen nach Coca. Dieser Flug dauert nur ca. 30 Minuten und am Flughafen wurden wir in Empfang genommen und zum Hafen von Coca gebracht. Dort mussten wir noch ein wenig warten, bis unsere beiden Naturführer das Patent von der Marine bekommen haben. Dies ist ein Prozedere, das jedes Mal neu gemacht werden muss, wenn man ankommt. Aber die Wartezeit wurde uns von den Affen, die hier nach Insekten suchen und dem Papageien versüßt, so dass die Zeit im Nun vergang. Dann bestiegen wird das motorisierte Kanu, das uns innerhalb von 1,5 Stunden auf dem Rio Napo zur Stelle bracht, wo die Manatee vor Ort lag. Da der Rio Napo recht flach ist und viele Sandbänke hat, kann das Schiff nicht bis nach Coca gelangen und auch während der Ausflüge, dringt man mit dem Kanu tiefer in den Dschungel vor. Der Manatee Explorer dient uns als Basis für die Dschungelausflüge. An Bord angelangt, wurden wir von dem Verwalter des Schiffs begrüßt und während wir ein Glas erfrischenden Saftes tranken, ging er mit uns die Kabinenverteilung durch.

Flussschiff Kabine

Kabine auf der Manatee

Kurz danach gab es dann auch schon Mittagessen. Das Essen auf dem Manatee Explorer besteht zu meist aus den typischen Zutaten des Dschungels wie Maniok und Kochbananen in allen verschiedenen Varianten, das immer als Grundlage für eine leckere Mahlzeit gedient hat. Nach dem Mittagessen erfolgten die weiteren Einweisungen zu dem Leben an Bord und den Sicherheitserklärungen. Der restliche Nachmittag stand uns zur freien Verfügung um uns auszuruhen und die schöne Landschaft des Regenwaldes an Deck des Schiffs an uns vorbeiziehen zu sehen. Wir kamen an kleinen Dörfern oder einzelnen Häusern am Ufer des Rio Napos vorbei und vereinzelt konnte man auch einen Bohrturm der Ölgesellschaften sehen. Unsere Naturführer erklärten uns wie das Leben der Bewohner des Dschungels aussieht und auch über die Probleme mit den Ölgesellschaften. Am Abend vor dem Abendessen gaben uns unsere Naturführer eine Einleitung über den ecuadorianischen Dschungel, die Nachtwanderung, die nach dem Abendessen statt finden sollte und die Aktivitäten des nächsten Tages. Die Nachtwanderung durch den Regenwald war sehr interessant und wir trafen auf viele Insekten, aber insbesondere Spinnen. Wie gut, dass wir an Bord des Schiffes schliefen.

Wanderung im Dschungel in Pañacocha

Dschungelexkursion Pañacocha

Den nächsten Tag verbrachten wir im Pañacocha Schutzgebiet. Wir wurden um 05:30 am Morgen geweckt und brachen um 06:45 vom Schiff auf. Nach nur ca. 15 Minuten erreichten wir das Schutzgebiet und fuhren langsam über den Fluss in Richtung der Lagune. Dabei hielten wir nach Tieren und Vögeln Ausschau. Wir sahen in der Ferne einge Gruppe Affen in den Baumwipfeln vorbeiziehen und viele verschiedene Vogelarten. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir einen Rastplatz, den der Manatee Explorer von einer lokalen Familie gemietet hat. Hier steht ein Haus, in dem wir unsere Sachen lassen konnten und wo wir nach einem Bad in der Lagune zum Mittagessen zurück kehrten. Das Bad in der Pañacocha Lagune war sehr erfrischend und wir wollten schon fast gar nicht mehr aus dem Wasser! Dann ging es zum Mittagessen wieder zurück zum Haus und anschließend brachen wir zu einer Wanderung im Primärregenwald auf. Dabei erklärte uns unser Naturführer ein wenig mehr über die Pflanzen und Insekten, die wir auf dem Weg fanden. Leider sahen wir keine Affen oder weitere Tiere, da es doch sehr heiß an diesem Tag war und somit die Tiere auch weniger aktiv sind. Ähnlich wie wir, die froh waren auf der Rückfahrt im Kanu ein kleines Nickerchen zu halten. Gegen 16:00 erreichten wir dann wieder unser Flusskreuzfahrtschiff und konnten uns bis zum Abendessen ausruhen. Nach dem Abendessen hatten wir dann die Besprechung für den nächsten Tag und dann wurde uns angeboten einen Film über den Stamm der Huaoranis anzusehen. Dieser Film spielte in der Zeit, als die Huaoranis noch nicht kontaktiert waren und ihr Territorium verteidigt haben. Missionare haben versucht sich mit ihnen in Verbindung zu setzen. Ein wirklich interessanter Film!

Interpretationszentrum der Kichwa Yasuni

Typischen Haus Kichwa Yasuni Nationapark

Der nächste Tag unserer Flusskreuzfahrt begann eine Stunde später als der vorherige. Wir fuhren zum nahegelegenen Museum der Kichwa, genauer gesagt der Añangu Kichwa, die im Yasuni Nationalpark leben. In dem Museum führte uns eine der Kichwa Frauen, die das Museum leiten, zu einem überdachten Platz. Dies ist der Ort, an dem getanzt wird und uns zeigte eine Gruppe von Frauen einen typischen Tanz. Natürlich durften wir mitmachen, wenn wir wollten. Anschließend zeigten Sie uns ein Haus und die Küchenutensilien. Ebenfalls konnten wir Chicha und Huayusa, zwei typische Getränke des Dschungels, probieren. Am Ende der Führung konnten wir uns noch im Blasrohrschießen versuchen. Gar nicht so einfach, aber einige trafen den Holzpapageien, der als Ziel diente. Von hier fuhren wir mit dem Kanu zu einem Papageienfelsen. Wir legten an und von dort mussten wir noch ca. 10 Minuten laufen, bis wir den Felsen erreichten. Auf dem Weg begegneten wir einer Affengruppe, dem Totenkopfäffchen. Am Felsen angelangt sah der Papageienfelsen eher wie eine Lichtung aus. Der Papageienfelsen ist eine Stelle mit vielen Mineralien, die die Vögel benötigen und daher kommen sie am Morgen her um diese zu sich zu nehmen.

Pagageienfelsen Yasuni Nationalpark

Papagei im Yasuni Nationalpark

Hier ist das wichtigste sich nicht zu bewegen und ruhig zu verhalten. Die Sittiche und auch 3 große Papageien befanden sich in den Baumwipfeln der Bäume, die sich am Felsen befinden. Sie sind sehr schreckhaft und haben Angst vor Feinden. Daher wagen sie sich nur langsam weiter nach unten zu der Lichtung und nach ca. 1 Stunde warten, haben sie sich endlich getraut. Was für ein Spektakel. Vorher war der Lärm der Vögel ja schon sehr laut, aber als sie weiter unten waren, war es noch lauter. Von unserem Platz hatten wir eine sehr gute Sicht und unser Naturführer hatte ein Teleskop mit, durch das wir die Sittiche und Papageien noch besser sehen konnten und sogar Nahaufnahmen von ihnen machen konnten. Am Ende trauten sich auch die Papageien nach unten. Da sie größer sind, sind sie noch scheuer als die Sittiche.

Naturreservat Limoncocha

Sonnenuntergang Limoncocha

Anschließend fuhren wir zurück auf den Manatee Explorer, wo wir zu Mittag aßen. Währenddessen fuhr die Manatee breits weiter zum Limoncocha Lagunensystem, dem 3. Schutzgebiet auf unserer viertägigen Reise. Um 16:00 brachen wir erneut auf. Zunächst ging es mit dem Kanu bis nach Pompeya, dort bestiegen wir die Jeeps, die uns zur Lagune brachten. Hier wartete ein einheimischer Jugendlicher auf uns, der am heutigen Nachmittag unser Kanuführer war. Er fuhr ganz langsam um die Lagune herum und wir hatten Zeit die Vögel am Flussufer und noch eine Gruppe junger Affen, die in einem Baum spielten, sehen zu können.

Schwarzer Kaiman Limoncocha

Schwarzer Kaiman

Als die Sonne unterging, konnten wir fantastische Fotos auf dem See machen und fingen an, nach Kaimanen zu suchen. Dazu leuchtete unser Naturführer den See mit einer Taschenlampe ab und suchte nach den Augen der Tiere. Erschwert wurde die suche durch die Tausende von Glühwürmchenlarven, die sich im Wasser aufhielten und leuchteten. Dann aber endlich fanden wir Kaimane. Bei unserer ca. 20-minütigen Suche sahen wir 4 Exemplare, eins sogar noch ein Baby. Dann fuhren wir zurück zur Anlegestelle, begaben uns wieder zu den Jeeps und wurden nun direkt zur Anlegestelle des Manatee Explorers gebracht. Dann aßen wir zu Abend und genossen die letzte Nacht an Bord. Nach dem Abendessen gab es eine Überraschung – eine Diashow mit den besten Fotos der Reise, die wir anschließend als CD mitnehmen konnten.

Vulkan Antisana Ecuador

Schneebedeckter Antisana Ecuador

Am letzten Tag unserer Flusskreuzfahrt mussten wir auch wieder zeitig aufstehen und zwar um 05:30, um nach Coca zurück zu fahren. Da es nun den Rio Napo flußaufwärts ging, dauerte die Fahrt etwas länger. Nach zwei Stunden erreichten wir dennoch den Hafen von Coca und wurden dann zum Flughafen in Coca gebracht. Der Flug sollte um 10:00 sein, jedoch schien der Kapitän von TAME, einer nationalen Fluggesellschaft von Ecuador, es sehr eilig zu haben und flog bereits um 09:40 los, so dass wir bereits um 10:00 in Quito landeten. Wir hatten super Wetter und konnten somit viele schneebedeckte Vulkane von oben sehen. Dazu gehörten der Antisana, der Cotopaxi und die Illinizas.

Die Flusskreuzfahrt auf dem Manatee Explorer war ein schönes Erlebnis auf unserer Reise durch Ecuador und wir haben viele Eindrücke vom Dschungel mit nach Hause genommen.

Flusskreuzfahrt Amazonas

Flusskreuzfahrt Amazonas

Weitere Informationen zu einer Flusskreuzfahrt im Amazonas Dschungel mit dem Manatee Explorer können Sie unter www.terravista-erlebnisreisen.de finden.

Jenny H. aus Berlin

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Über den Autor

Eine Reaktion bis “ Flusskreuzfahrt Manatee Explorer im Amazonas Regenwald von Ecuador ”

  1. Ein sehr beeindruckender Bericht. Ihr habt in der Kürze der Zeit ja wirklich unheimlich viel erlebt, solch eine Flusskreuzfahrt würde ich auch sehr gern einmal antreten! Da habt ihr mich auf eine tolle Idee gebracht 😉

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