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Great Zimbabwe und Matobo National Park – Safari und Reise in Simbabwe / Zimbabwe

Simbabwe - Flagge

Simbabwe – Flagge

Meine letzte Reise führte mich ins südliche Afrika, nach Simbabwe einem Land reich an verschiedenen Vegetationsarten und National Parks wie zum Beispiel dem Matobo National Park und Heimat eines der sieben Weltwunder – den Victoria Fällen. Eine reichhaltigen Flora und Fauna- unter anderem sind hier die sogenannten „Big 5“ – Löwe, Elefant, Leopard, Büffel und Nashorn beheimatet sowie verschiedene kulturelle und historische Stätten wie die Great Zimbabwe Ruinen versprachen mir eine aufregende und interessante Rundreise durch das südliche Afrika.

Nach der Ankunft am internationalen Flughafen der Hauptstadt Harare wurde ich mit traditionellem Tanz, Trommeln und Gesang von der freundlichen einheimischen Bevölkerung empfangen. Per Transferbus wurden wir ins Zentrum von Harare gebracht welches etwa 12 Kilometer vom Flughafen entfernt liegt.

Harare

Harare

Harare- auch die sonnige Stadt genannt- ist die Haupt- und größte Stadt Simbabwes und gleichzeitig das wichtigste Handels- und Industriezentrum. Die lebendige Stadt „die niemals schläft“ lockt ihre Besucher mit verschiedenen Parks, einem Museum, dem Lion Cheetah Park in dem Sie Löwen und Geparden bewundern können und diversen kleineren Einkaufszentren. Viele der breiten in der Regel gut asphaltierten Straßen sind mit herrlich lila blühenden Jacaranda Bäumen gesäumt. Hier und da finden sich jedoch noch größere Schlaglöcher, auch die Kanalisation wird gerade erst vollständig installiert. Die vollen und größtenteils sauberen Straßen laden zu einem ausgedehnten Bummel ein. Nach langen Zeiten der wirtschaftlichen Krisen sind seit einigen Monaten auch die Supermarktregale und Einkaufsläden wieder gut mit Lebensmitteln und anderen Waren gefüllt und ich habe mich tagsüber sehr sicher in der Stadt gefühlt. Nachts ist es allerdings sehr dunkel auf den Straßen Harares, da die Straßenbeleuchtung meistens nicht funktioniert und auch nur wenige Einkaufsläden beleuchtet sind. Daher würde ich empfehlen nachts nicht alleine durch die Straßen zu laufen.

Englisch ist zwar die offizielle Sprache in Simbabwe die einheimische Sprache Shona ist allerdings sehr weit verbreitet und wird in der Regel benutzt, wenn sich Simbabwer miteinander unterhalten.

Meikles Hotel in Harare

Meikles Hotel in Harare

In Harare habe ich hervorragend in einem der Top Hotels der Stadt, dem luxuriösen Meikles Hotel übernachtet. Dieses zentral gelegene Hotel beherbergt das Preis gekrönte La Fontaine Restaurant sowie einen Swimmingpool mit Sonnendeck und herrlichem Ausblick über die Stadt. Alternative Unterkünfte in Harere sind zum Beispiel das komfortable Rainbow Towers Hotel oder das gemütliche in einem gepflegten Garten gelegene Bronte Garden Hotel nur wenige Minuten von Harares Stadtzentrum entfernt.

Am nächsten Tag führte meine Simbabwe Reise mich Richtung Süden bis in die kleine Stadt Masvingo. Vorbei an riesigen Rinderfarmen durch die trockene Graslandschaft, erreicht man Masvingo von Harare aus nach etwa 300 Kilometern. Die Straße ist gut asphaltiert und meistens wenig befahren, so dass man die Strecke in circa 3 ½ Stunden zurücklegen kann.

Masvingo ist das älteste koloniale Städtchen in Simbabwe und eignet sich sehr gut als Ausgangspunkt für Touren zu den Great Zimbabwe Ruinen und zum Kyle Recreational Park am Lake Mutirikwi gelegen. Der Lake Mutirikwi- ehemals als Lake Kyle bekannt- ist der größte Inlandssee in Simbabwe. Die Aktivitäten der Gegend umfassen verschiedene Wassersportarten wie zum Beispiel Angeln, Wasserski oder Bootsfahrten. Auch Wildbeobachtungen sowie Vogelbeobachtungen können hier durchgeführt werden. Übernachtungsmöglichkeiten in der kleinen Stadt Masvingo bieten das gemütliche Regency Hotel Flamboyant oder das Protea Hotel Flamboyant im Zentrum des Ortes.

Lodge at the Ancient City

Lodge at the Ancient City

Verlässt man Masvingo in Richtung Süden gelangt man nach etwa 30 Minuten zur Lodge at the Ancient City- meiner Unterkunft für die Nacht. Diese Safari Lodge liegt versteckt zwischen Bäumen und bietet einen herrlichen Panoramablick auf die Wälder der Umgebung und die Great Zimbabwe Ruinen. Die mit viel Liebe zum Detail gestaltete Lodge wurde teilweise aus den Steinen der Great Zimbabwe Ruinen erbaut. Hier habe ich in einem der sehr großen, komfortabel eingerichteten Bungalows genächtigt. Am Nachmittag konnte ich mich im Lodge eigenen Swimmingpool erfrischen und die Affen in den Bäumen beobachten.

Conicle Tower Great Zimbabwe

Conicle Tower Great Zimbabwe

Nach einer erholsamen Nacht fuhren wir nur wenige Kilometer bis zum Eingang der Great Zimbabwe Ruinen. Die Anfänge der Great Zimbabwe Ruinen reichen bis in das 11. Jahrhundert zurück und somit sind die Ruinen die bedeutendste historische Stätte im südlichen Afrika. Daher ist eine Führung durch die Ruinen sehr interessant und empfehlenswert. Bei einem Spaziergang durch die Ruinen versorgte unsere Tour Guide uns mit interessanten Details über die Ruinen. Der Name Simbabwe kommt aus der Shona Sprache und bedeutet übersetzt „großes Haus aus Stein“. Die beeindruckenden Ruinen sind die Überreste eines ehemaligen Stadtstaates der mit Gold handelte und stellen die Wurzeln des Landes Simbabwe dar. Unter anderem besuchten wir die ehemaligen Schlafstätten der früheren Könige, den Balkon von dem der König zu seinem Volk gesprochen hat und den konischen Turm welcher neben dem simbabwischen Vogel als eines der Wahrzeichen im Land gilt.

Club Bulawayo Hotel

Club Bulawayo Hotel

Nach diesem kulturellen Erlebnis in Great Zimbabwe bin ich weiter nach Westen bis in die Stadt Bulawayo gereist. Bulawayo ist die zweitgrößte Stadt in Simbabwe und liegt je 440 Kilometer von Harare und den Victoria Fällen entfernt. Bulawayo verfügt über einen kleinen internationalen Flughafen mit Inlandsverbindungen sowie regelmäßigen Flügen von und nach Johannesburg in Südafrika. Ich habe Bulawayo als kleinen quirligen Ort wahrgenommen. Tagsüber sind die Straßen voll mit Menschen welche, wie im ganzen Land auch, sehr freundlich und zufrieden wirken. In Bulawayo befindet sich das sehenswerte Nationale Geschichtsmuseum. Außerdem ist Bulawayo das Tor zum historischen Matobo Hills Park und Hwange National Park – Heimat der Big 5 Säugetiere. Die Region bietet seinen Besuchern verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Ich habe hier bestens im Club Bulawayo Hotel genächtigt. Dieses vor über 100 Jahren erbaute und frisch renovierte Hotel im Kolonialstil bietet komfortable Zimmer und ein delikates Abendessen. In den mit Antiquitäten versehenen Bars und Lounges fühlt man sich in frühere Zeiten zurück versetzt und kann die Seele baumeln lassen. Eine Alternative zum Club Bulawayo bietet das ordentliche Bulawayo Rainbow Hotel welches auch im Stadtzentrum gelegen ist.

Matobo Hills

Matobo Hills

Am folgenden Tag erreichten wir nach einer 40- minütigen Autofahrt Simbabwes ältesten National Park – den Matobo National Park. Seit 2003 gehört dieser Park zum UNESCO Weltkulturerbe. Dieser vielbesuchte National Park ist bekannt für seine außergewöhnlichen Fels- und Granitformationen und hat mich sehr beeindruckt. Diese Felsformationen sehen für mich teilweise so aus als wären Sie aus dem Himmel gefallen. Am bekanntesten ist die außergewöhnliche „Mother and Child“ Felsformation. Hier balancieren mehrere Felsen aufeinander und geben so ein interessantes Bild ab. Besonders sehenswert sind die Matopo Hills mit ihren über 3000 verschiedenen Fels- und Höhlenmalereien welche sich überall im Park verteilt finden lassen und auf diversen geführten Wanderungen erkundet werden können. Insbesondere die Felsmalereien an der Nswatungi Höhle sind meiner Meinung nach einen Besuch wert.

Am Nachmittag haben wir uns auf einen Spaziergang zum Malindidzimu Hügel begeben. Über einen steinigen und teilweise recht steilen Weg der ein gewisses Level an Fitness erfordert erreichten wir die Gräber verschiedener im ersten Matabele Krieg getöteter weißer Siedler welche hier begraben liegen. Dieser Teil des Matobo Parks wir als heiliger Ort für Nationalisten und Einheimische angesehen und strahlt eine sehr mysteriöse und spirituelle Atmosphäre aus. Nach einer Begutachtung der Gräber haben wir am Gipfel des Malindidzimu Hügel den unglaublichen Panoramablick auf den Matobo Park und den herrlichen Sonnenuntergang genießen können bevor es zurück zu unserer heutigen Unterkunft das Camp Amalinda ging.

Camp Amalinda

Camp Amalinda

Das Camp Amalinda liegt am Fuße der Matopo Berge eingebettet in das Grasland und die Felsformationen der Umgebung. Die in die Felsen eingelassenen Zimmer sind sehr gemütlich und komfortabel eingerichtet. Bei einem Bad in der Steinbadewanne konnte ich mich bestens von den Anstrengungen des Tages erholen. Am Swimmingpool sitzend ließen sich außerdem mehrere Zebras am Wasserloch beim grasen beobachten. Eine schöne alternative Unterkunft findet sich in der, in einem privaten Wildreservat gelegenen, Matobo Hills Lodge. Von den komfortablen, mit Stroh gedeckten Bungalows überblickt man das markante Malerne Tal mit seinen Höhlen und Felsmalereien.

Am nächsten Morgen haben wir uns zu früher Stunde auf eine aufregende Pirschfahrt durch den Matobo National Park begeben. Zusammen mit einem hoch motivierten Guide und einem erfahrenen National Park Ranger sind wir in den National Park gefahren. Der Park bietet eine reichhaltige Flora und Fauna. Hier leben 88 verschiedene Säugetierarten sowie 39 Schlangen- und 175 Vogelarten.

Nashorn im Matobo National Park

Nashorn im Matobo National Park

Das Glück meinte es an diesem Morgen gut mit uns. Schon nach einer kurzen Fahrt durch das trockene Grasland entdeckten wir Zebras, Giraffen und zwei weiße Nashörner unweit von uns entfernt. Wir beschlossen den Jeep anzuhalten und zu Fuß näher an die beiden Nashörner heranzugehen. Ganz langsam und in gebückter Haltung schlichen wir in Richtung der Tiere. Während die Zebras und Giraffen direkt Reiß aus nahmen starrten die beiden Nashörner uns nur kurz an, ließen sich aber nicht weiter von uns abschrecken und grasten gemütlich vor sich hin, so dass wir diese gewaltigen Tiere eine Weile aus nächster Nähe beobachten konnten. Das Gefühl einem 2,5 Tonnen schweren Nashorn bis auf drei Meter nahe zu kommen ist jedoch unbeschreiblich und nichts für schwache Nerven. Nach diesem frühmorgendlichen berauschenden Erlebnis sind wir weiter durch den National Park gefahren, immer auf der Suche nach weiteren wild lebenden Tieren. An einem Flussabschnitt hatten wir das Glück zwei Nilpferde beim Baden zu bewundern und Impalas und Warzenschweine aus der Ferne beobachten zu können. Beim Verlassen des Matobo Parks konnten wir zu alle dem auch noch den seltenen schwarzen Adler hoch oben in einem Baumwipfel sitzen sehen. Alternative Aktivitäten zu Safarifahrten im Matobo National Park sind Wanderungen zu diversen Höhlen, Pferdeausritte, Angeln an einem der vielen Dämme oder Bootsfahrten mit Tierbeobachtungen auf einem der Dämme.

Das letzte Ziel meiner Simbabwe Reise war der beeindruckende Gonarezhou National Park welcher sich im südöstlichen Simbabwe befindet. An der Grenze zu Mosambik und Südafrika gelegen bildet er zusammen mit dem Limpopo National Park in Mosambik und dem Kruger National Park in Südafrika den grenzübergreifenden Great Limpopo Transfrontier Nationalpark. Auf Safarifahrten durch den Park habe ich unter anderem Löwen Antilopen, Zebras und Giraffen beobachten können. Mit viel Glück kann man hier aber auch Geparde, Leoparden und die seltenen wilden Hunde erspähen. Außerdem eignet sich der Gonarezhou National Park bestens für Vogelbeobachtungen.

Curio Shop

Curio Shop

Meine Reise durch Simbabwe hat mein Bild, welches ich von diesem Land hatte sehr positiv verändert. Ich habe mich überall sehr willkommen gefühlt. Die lokale Bevölkerung ist sehr freundlich auf mich zugekommen, so dass ich mich sehr sicher gefühlt habe und mich in Simbabwe nur wohlfühlen konnte. Auch wenn die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der letzten Jahre noch nicht vollständig überstanden sind und noch viele ländliche Gegenden ohne fließend Wasser und Strom auskommen müssen habe ich das Land als stabil empfunden. Die Hauptstrassen sind sehr gut befahrbar und die Unterkünfte die ich kennenlernen durfte haben alle einen recht hohen Standard geboten, so dass Simbabwer meiner Meinung nach als ein attraktives Reiseland im südlichen Afrika zu berücksichtigen ist.

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Great Zimbabwe und Matobo National Park – Safari und Reise in Simbabwe / Zimbabwe
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Über den Autor

Die Vielfalt Afrikas, der Zauber und die Faszination fremder Welten, seine noch heute lebendigen Traditionen und Rituale, die unterschiedlichen Kulturen und landschaftlichen Schönheiten begeistern mich stets aufs Neue! Das kann durchaus ansteckend. Seit 1979 bin ich nun im Tourismus tätig. Als Geschäftsführerin von AfricanWorld Reisen tausche ich mich gerne mit Ihnen über meine Reiseerlebnisse aus.

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