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London – Buckingham Palace, Tube, Trafalgar Square und viel mehr…


Städtereisen London: Wer zum ersten Mal nach London kommt, der wird in Heathrow, dem größten Flughafen Europas, landen oder an einem der zehn Bahnhöfe ankommen, vielleicht an der Waterloo Station aus dem Zug steigen und sich in einer lauten, bunten und aufregenden Stadt mit rund 12 Millionen Einwohnern wiederfinden.

London hat Linksverkehr und wer nicht von einem der Taxis überfahren werden will, der sollte sehr vorsichtig über die Straße oder lieber gleich in den Untergrund gehen. „Going by Tube“ heißt die Zauberformel, um unbeschadet durch den Londoner Verkehr zu kommen. Das Fahren mit der Tube oder der U-Bahn hat viele Vorteile: Es geht schnell, denn jede Minute kommt ein Zug, es kostet wenig und man kommt überall hin. Einfacher kann man London nicht entdecken.

Wo sollte eine Besichtigungstour durch die britische Hauptstadt starten? Vielleicht am Buckingham Palast, dem Wohnsitz der englischen Königin? Wenn die Fahne auf dem Dach weht, dann ist ihre Majestät zu Hause, im August und September kann man übrigens auch Teile des Palastes besichtigen. Nicht weit vom Buckingham Palace entfernt liegt der St. James Palast, der Wohnsitz des Prinzen of Wales. Hier hat die königliche Leibgarde ihr Quartier und seit Queen Victoria dort gewohnt hat, marschiert die Wache zweimal am Tag von dort aus zum Buckingham Palast, um die Wachen abzulösen.  Wer am St. James Palast ist, der kann auch direkt zwei andere Sehenswürdigkeiten besuchen: Den Trafalgar Square und Number 10 Downing Street. Der Trafalgar Square mit der Nelson Säule war früher der Platz, an dem englische Siege aller Art gefeiert wurden, heute trifft man dort Menschen aus aller Welt. Number 10 Downing Street ist der Wohnsitz des englischen Premierministers und leider nur aus Ferne zu sehen, denn in die Straße selbst darf kein Besucher.

Nur ein paar Schritte weiter ist die White Hall und dort findet jeden Tag um 11°° Uhr der Wachwechsel der Horseguards statt. Ein wunderbares Spektakel. Weiter geht es zum Houses of Parliament und zu Big Ben. Das Parlamentsgebäude kann auch besichtigt werden. Wenn man den Glockenschlag der 16 Tonnen schweren Glocke Big Ben im Westminister Tower hören möchte, dann  sollte man die volle Stunde abwarten.

Sehenswert ist auch die St. Pauls Cathedral, neben der Westminster Abbey die größte Kirche in London. Besonders bemerkenswert ist die so genannte Flüstergalerie in der weißen Kuppel von St. Pauls. Nicht weit entfernt befindet sich auch der Tower of London. Für den ehemaligen Wohnsitz von König Heinrich VIII. sollte man sich viel Zeit nehmen. Die „Beefeater“ in ihren historischen Uniformen führen die Besucher durch die Prunkräume des Schlosses und durch den Innenhof mit den Raben, die nicht wegfliegen dürfen (und können), weil sonst das Empire zusammenbricht. Hier steht auch der Richtblock, an dem zwei der Frauen Heinrichs VIII. und auch die schottische Königin Maria Stewart ihren Kopf verloren. Unbedingt ansehen sollte man sich die Kronjuwelen im Tower.

Wer das Regierungsviertel verlässt und in östlicher Richtung geht, der kommt ins East End von London. Früher ein eher finsteres Viertel, hat sich der Bezirk hinter der Liverpool Station heute in einen schicken Stadtteil verwandelt. Einen Besuch wert sind auch die bunten Märkte in der Petticoat Lane und in den Spitalfields. Hier ist London besonders multikulturell. Wenn es dunkel wird im East End, dann sollte man sich ein ganz spezielles Erlebnis gönnen und eine Jack the Ripper Tour mitmachen. Das ist allerdings nichts für schwache Nerven, denn die leblosen Frauenkörper in den Gassen, der Schatten mit wehendem Mantel und einem blitzenden Messer in der Hand, der dann hinter einem Torbogen verschwindet und die Bobbys mit Trillerpfeifen wirken bedrohlich echt. Nach dem Schrecken sollte man sich im „Ten Bells“ Pub, wo der Ripper einst seine Opfer fand, ein Glas Ale gönnen. Für noch mehr Grusel und Gänsehaut sorgt eigentlich nur noch der „London Dungeon“, der Kerker von London. Er wurde beim U-Bahn-Bau im 19. Jahrhundert zufällig entdeckt und ist heute ein Museum der besonderen Art: Jack the Ripper ist zu sehen, aber auch Sweeney Todd, der teuflische Barbier aus der Fleet Street und der große Brand von London, sowie die Hinrichtung von Anne Boleyn werden hier täuschend echt nachgespielt.

Deutlich ruhiger geht es im Londoner West End zu. An einem verregneten Nachmittag ist es das Beste, in einem der vielen eleganten Tearooms im West End um 17°° Uhr zur Teestunde, eine Tasse Earl Grey und eine Gurkensandwich oder ein köstliches Erdbeertörtchen zu genießen. Das West End von London ist auch das Theaterviertel der Stadt. Am Haymarket, dem Heumarkt, wurde 1720 das erste Theater eröffnet und heute gibt es neben dem Royal Theatre und dem Shakespeare Globe Theatre dort auch eine Menge Musicals und Kinos.

Buntes Markttreiben erwartet den Besucher am Covent Garden. Hier ist nicht nur ein weltberühmtes Opernhaus, sondern auch ein Markt, auf dem man (fast) alles kaufen kann. Hier werden Pullover aus schottischer Wolle und Schafskäse aus Irland genauso angeboten wie Kitsch und Trödel. Nicht weit von Covent Garden liegt Pimlico. Alle die Zimmer mit Frühstück und Familienanschluss suchen, die sollten es im Londoner Dienstbotenviertel versuchen.

Chinatown ist ein Highlight das bei einem Besuch in London nicht fehlen sollte. In der Geraldstreet, direkt hinter der Victoria Station, beginnt das chinesische Viertel mit seinen unzähligen kleinen Läden und den Garküchen, in denen man alle Spezialitäten Chinas essen kann. Ein kleiner Tipp: Man sollte nur in die Restaurants gehen wo Chinesen sitzen, denn dann ist die Küche wirklich gut.

In London am Abend auszugehen ist ein Muss. Am besten startet man am Piccadilly Circus und macht dann eine Runde durch die angesagten Clubs. Oder man geht in einen der vielen Pubs. Hier muss man das Ale selbst an der Theke holen und man sollte nicht vergessen dem Wirt ein Bier aus zu geben. „One for yourself“ heißt es dann und der Mann hinter der Theke wird antworten: „I‘ll save it for your ron“, was so viel heißt wie: ich werde es auf ihr Wohl trinken.

Wenn man ein bisschen Erholung braucht, dann ist der Hyde Park perfekt. Um London allerdings von oben zu sehen, sollte man unbedingt eine Fahrt mit dem Riesenrad machen, dem „London Eye“.

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