Reiseberatung für individuelle Reisen

Mein Myanmar Urlaub – Von Yangon über Mandalay und Bagan zum Inle See

Myanmar Urlaub

Kleiner Mönch in Myanmar

Wer die Zeit stehen lassen will sollte einmal einen Myanmar Urlaub von Yangon nach Mandalay und Bagan zum Inle-See unternehmen. Auf eine Empfehlung buchten meine Schwester und ich unseren Myanmar Urlaub bei Antares Asien-Reisen quer durch Myanmar. Mitte September 2010 sollte es losgehen und wir landeten an einem Mittwoch in Yangon.

Savoy Hotel in Yangon

Innenhof Savoy Hotel Yangon

Wir haben das Savoy Hotel (5 Sterne) gebucht, welches im Kolonialstil am Rand der Innenstadt von Yangon steht und im Frühstücksraum einen herrlichen Blick auf die goldene Shwedagon Pagode zulässt.

Die Zimmer sind traumhaft schön und das Ambiente sehr privat und überaus freundlich. Yangon selbst ist schon allein eine Erfahrung: passt man nicht auf, kann man schon einmal in eines der vielen Löcher fallen, die die Bürgersteige durchziehen.

Als wir uns am nächsten Tag die Stadt ansahen, fanden wir uns im direkten Kern von Yangon – auf einer Verkehrsinsel stehend – an der goldenen Sule Pagode wieder. Als wir die sechsspurige Straße überquert hatten, folgten wir den bunten Longyis und dem geschäftigen Treiben bis wir nach ca. 30 Minuten die Strand Straße mit dem Strand Hotel erreichten. Wer auf eleganten Luxus und prachtvolles Erbe der britischen Kolonialzeit steht und sich gleichzeitig noch für zeitgenössische und klassische Kunst sowie Kunstgegenstände interessiert, ist in diesem Hotel Yangons bestens aufgehoben, wenn er das nötige Kleingeld mitbringt. Eine Übernachtung im Strand Hotel ist keine günstige Angelegenheit, sichert aber Exklusivität und perfekten Service. Weiter ging es in den Kandawgyi Park, an dessen See sich das traditionelle Kandawgyi Palace Hotel an einem See liegend befindet. Im Park selbst fanden wir einen kleinen Tiergarten mit exotischen Vögeln und anderen asiatischen Artgenossen aus dem Tierreich. Nachmittags nutzten wir die Gelegenheit im Scott-Markt um Geld zu wechseln. Hier finden Myanmar-Urlauber den besten Wechselkurs, denn im Landesinneren wie Mandalay, Bagan oder am Inle-See variiert der Kurs von Tag zu Tag. Da wir keine Souvenir-Shopper sind, kauften wir uns lediglich einen traditionellen Longyi, der im Muster jeweils eine ethnische Minderheit wiederspiegelt. Da wir als Touristen nicht zu übersehen sind mit unseren blonden Haaren, traten wir wohl auch niemanden auf den Schlips, dass wir nicht den Rock seines Volkes auswählten sondern nach Farben und Mustern aussuchten.

Yangon - Shwedagon Pagode

Yangon – Shwedagon Pagode

Ein Highlight unseres Myanmar Urlaubs war der Sonnenuntergang an der Shwedagon Pagode. Auf dem Platz hatten wir die Möglichkeit mit Mönchen und Nonnen zu sprechen, die gern ihr Englisch aufbessern und von ihrem Leben in den zahlreichen Klöstern rund um Yangon erzählen. Die Sonne leuchtete schon rot und tauchte die prachtvolle Shwedagon Pagode in ein noch tieferes Gold und der ganze Platz umgab eine bezaubernde fast spirituelle Atmosphäre.

Nach ein paar Tagen in Yangon und nach dem Besuch des Goldenen Felsen, der mitten im Dschungel liegt und eine fantastische kleine Wanderung beinhaltet, flogen wir nach Mandalay.

Mandalay - Königspalast

Mandalay – Königspalast

Die Stadt ist das religiöse und spirituelle Zentrum des Landes und in der Umgebung hörten wir oft das Singen von Mönchen in ihren Klöstern. Einen fantastischen Blick auf die umliegenden Shan-Berge und die flache vom Irrawaddy durchzogene Tiefebene von Bagan bietet die Umin Thounzeh Pagode in Sagaing. Hier blieben wir zwei Stunden und konnten uns nicht satt sehen an der Schönheit der Natur. Ein architektonisches Highlight der Gegend ist die U-Bein Brücke in Amarapura, die den Ort mit einem kleinen Dorf verbindet und die längste Teakholzbrücke der Welt darstellt. Übernachtet haben wir in Mandalay im Red Canal (4 Sterne), welches sich östlich des Königspalastes befindet und ebenfalls ein kleines, elegantes Kolonialhaus ist und einen winzigen Garten mit Pool besitzt.

Eine ganz andere Landschaft als das grüne Mandalay bietet das in rotem Steppensand liegende Bagan, der dritte Ort unseres Myanmar Urlaubs.

Bagan - Tempelebene

Bagan – Tempelebene

Die Tempelebene mit ihren einst 13.000 Tempeln glühte nun schon Ende September rötlich und bot zur Morgen- oder Abendsonne eine herrliche Fotokulisse. Der 1000 Jahre alte Ananda-Tempel sowie die Shwezigon Pagode stellen zwei der unzähligen Heiligtümer dar und sind absolut sehenswert. Einen einsamen Blick auf den Sonnenuntergang finden Bagan-Reisende jedoch auf etlichen Pagoden und Tempeln, die weniger touristisch sind – der Reiseleiter hat bestimmt für jeden Geschmack einen Geheimtipp.

Tempel in Bagan

Bagan – Tempeleben

Wer genug hat von toten Gebäuden findet auf dem täglich stattfindenden Markt in Alt-Bagan eine quirlige, lebensfrohe Abwechslung. Bagan ist besonders bekannt für seine traditionellen Lackwaren, die wir in allen Formen und Farben mit oder ohne goldener Verzierung im Bagan-House in der No. 9 Jasmin Road (Neu-Bagan) finden konnten. Die Bestizerin Maw Maw ist wirklich zauberhaft und bietet neben wundervollen Möbeln auch Kekse und Tee auf ihrer gemütlichen Terrasse an. In der Werkstatt haben wir mehr über die Herstellung der Lackwaren gesehen.

Mein Highlight des Myanmar Urlaubs war der Inle-See. Auf 900 Metern Höhe befindet sich Myanmars zweitgrößter See im hügeligen Shan-Staat und bietet nach den aufregenden Sehenswürdigkeiten von Mandalay und Bagan ein naturbelassenes, amphibisches Märchenland. Die Intha – die „Söhne des Sees“ – umklammern mit einem Bein ihr Ruder und fischen im Balanceakt mit ihren Armen oder werfen ihre Netze aus.

Inle See

Einbeinruderer auf dem Inle-See

Der Inle-See strahlt eine erhabene Ruhe aus und wir genossen die Langsamkeit ohne dabei eine Sekunde Langeweile zu spüren. Wir besuchten schwimmende Märkte und Gärten, in denen Tomaten und Orchideen reiften. In einer Seiden- und Lotusweberei lernten wir die Herstellung von edlen Stoffen und Bekleidung kennen. Die Kombination von Seide und Lotus ist in ihrer Herstellung sehr aufwendig und ein Schal kann schon mal 60 USD kosten. Auf dem Inle-See gibt es Hotels, die sich nicht etwa am Ufer befinden sondern wirklich mitten auf dem Wasser. Andere Hotels stehen am Ufer in üppigen Gärten und Schilffeldern. Wir bewegten uns in einem Speedboot fort. Die Hotels besitzen alle einen Steg. Das Klima am Inle-See ist kühler als in Bagan und wir brauchten in den Nächten warme Socken und einen Pullover.

Für Essen und Getränke während unseres Myanmar Urlaub haben wir durchschnittlich 10 USD pro Person ausgegeben. Transfers und Frühstück waren in unserer Rundreise inklusive. Unsere Reiseleitung bekam von uns 10 USD am Tag, unser Fahrer 5 USD am Tag. Unsere Reiseleiter sprachen gutes Englisch und bemühten sich unsere Wünsche und Extra-Wünsche zu erfüllen. Wir bedanken uns hiermit noch einmal herzlich bei der tollen Organisation durch Antares Asien-Reisen.

Inle-See Fischer

Fischer auf dem Inle See

Unser Myanmar Urlaub war für uns ein traumhaftes Reiseerlebnis und wir genossen die Langsamkeit, untouristische Plätze und die freundlichen, liebenswerten und gelassenen Burmesen. Die ethnische Vielfältigkeit des Landes ist überall erkennbar: in Yangon, in Mandalay, in Bagan und am Inle-See. Myanmar zählt zu einem Geheimtipp Südostasiens, der für den Moment noch touristische Einsamkeit und Ursprünglichkeit verspricht.

Mein Myanmar Urlaub – Von Yangon über Mandalay und Bagan zum Inle See
5 (100%) 3 votes

Über den Autor

Eine Reaktion bis “ Mein Myanmar Urlaub – Von Yangon über Mandalay und Bagan zum Inle See ”

  1. Guten Tag
    Es ist ein schöner Reisebericht über Myanmar. Ich möchte Sie fragen, ob Sie alleine (oder in einer geführten Gruppe) gereist haben? Kann man in Myanmar ohne Bedenken alleine reisen?

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

    Freundlicher Gruss
    V. Tran

Hinterlassen Sie eine Antwort

Sie können diese XHTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <blockquote cite=""> <code> <em> <strong>