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Reisebericht – Chile: Santiago de Chile – Pucon – Patagonien

Santiago ist eine tolle Stadt. Doch nach dem langen Flug braucht man meist erst einmal eine Pause und ein bett. Das bekommt man am besten und interessantesten in einem der schönen Hostels der Stadt. In der Nähe der Uni befindet sich das Hostel de Sammy – eine Villa mit großer Küche, Billardwohnzimmer, vielen Computer zur freien Nutzung und eine schöne Terrasse. Ein bisschen weiter in Richtung Zentrum liegt das Casa Roja: das ist ein großes Hostel mit viel Betrieb in einer Stadtvilla mit großem Innenhof. Wer hier unterkommt hat auch gleich einen Anlaufpunkt für eventuelle Touren und Ausflüge, denn hier sitzt das Büro für den Anbieter „Pachamama“.

Am schönsten ist es dann, wenn man morgens in die Stadt läuft. Wer noch nicht gefrühstückt hat, der beginnt den Tag im Marktbezirk (andere Brückenseite). Hier gibt es Gemüse und Obst und ein spezielles typisches Getränk aus Sirup, Mais und Pfirsich. Außerdem gibt es überall Käse und Enpanadas zu kaufen und viel zu beobachten. Gestärkt geht es dann weiter und es gibt viel zu sehen: im alten Bahnhof sind oft wunderbare Ausstellungen, Zentrum ist der Plaza de Armas, von hier aus sind Kathedrale und der Präsidentenpalast nicht weit, wer das Grüne sucht besucht den wunderschönen Park Cerro Santa Lucia. Von hieraus hat man auch eine herrliche Sicht über die Stadt, ebenso wie von der weithin sichtbaren Statue San Cristobal. Als Geheimtipp kann vielleicht das Stadtviertel Bellavista. Hier sitzt man abends ist hübschen Kneipen bei Wein und Tapas. Und man kann sich in guter Gesellschaft fühlen, denn hier lebte Pablo Neruda. In diesem Stadtviertel ist auch sein Wohnhaus zu besichtigen; heute ist es ein Museum.

Irgendwann geht es raus aus der Stadt und in Richtung Süden, in Richtung Patagonien.

Ein toller Ort um zu Verweilen – auf dem Weg zum Tor zu Patagonien – ist Pucon. In dieser Gegend ist alles ein wenig europäisch angehaucht, denn hierher hat es viel Menschen, vor allem aus Deutschland und der Schweiz verschlagen, Sie haben hier ein neues Leben begonnen und den Landstrich geprägt. Umgeben von saftigen Wiesen, hügeliger Landschaft und dem eindrucksvollen Vulkan Villarica liegt das Städtchen am gleichnamigen klaren See und mutet wirklich europäisch, fast deutsch oder schweizerisch an: überall stehen kleine Blockhäuser aus Holz, es wird Schokolade verkauft und es gibt Käse- und Fonduestuben. Bei Rotwein kann man in einem der kleinen Pizzerien sitzen und sich den Tagesplan für den nächsten Tag zurechtlegen. Da gibt es hier viel zu tun: Besteigen des Vulkanes, Rafting, Canopy.

Von Pucon aus ist es nicht mehr weit bis zum Tor Patagoniens, nach Puerto Montt. Von hier aus hat man die Möglichkeit per Jeep weiterzufahren, zu Fuß zu laufen oder aber auf die Navimag zu gehen. Das ist eine Art Frachtfähre, die den Reisenden 4 Tage lang an Bord nimmt, über das offene Meer und durch Fjorde fährt, an Gletschern und Eisbergen vorbei bis nach Puerto Natalas. Wer sich für diese Version entscheidet, sollte sich auf dem Straßenmarkt noch einen ordentlich warmen Pulli zulegen und sich ein paar Reisetabletten kaufen, denn auf dem Schiff wird es ordentlich schwanken.

Am besten bucht man seine Kabine schon ein paar Wochen im Voraus, denn es ist immer voll auf dem Schiff.

Die Verpflegung ist klasse, die Unterhaltung auch und oft trifft man interessante Leute, mit denen man sich die Nächte an Bord nicht lang werden lässt.

Am vierten Tag kommt man in Puerto Natales an. Das ist ein Dorf, wie man es sich am Ende der Welt vorstellt: einfach und windig. Hier starten die Trekkingtouren zum Torres del Peine und die Fähren nach Ushuaia oder gleich weiter nach Feuerland. Um den weiteren Plan zu überdenken und sich Tipps und vielleicht auch eine Wander- oder Kletterausrüstung zu holen sei das Hostel Nancy und Erratic Rock empfohlen.

Reisebericht – Chile: Santiago de Chile – Pucon – Patagonien
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Über den Autor

Dipl. Biologin, Freie Journalistin, Naturpädagogin und Reiseleiterin

Eine Reaktion bis “ Reisebericht – Chile: Santiago de Chile – Pucon – Patagonien ”

  1. das beste überhaupt , wenn man am ende der welt ist “ PATAGONIEN “
    da ist alles und nichts , dieses gefühl zu erleben ist irre
    nirgendwo erlebt man die SINNE so intensive wie in PATAGONIEN
    traumhaft, spannend,ganz alleine mit dem wind sich sleber wieder spüren …….das ist patagonien

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