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Reisebericht Irland: Dublin, Ring of Kerry, Cork

Eigentlich wollte ich nur unbedingt auf ein R.E.M. Konzert in Dublin. Daraus ist dann die Idee einer kleinen Irlandtour geworden.

Guinness is good for you

Guinness is good for you

 

Per Mietauto.

Als Basis hatten wir uns Bantry ausgesucht. Ein wenig spektakulärer Ort. Nur das Bantry House ist sehenswert. Eine Übernachtung oder ein Essen würde mir mein komplette Urlaubskasse plündern. Das haus ist ehemaliger Sitz des Stadthalters Lord of Bantry. Das Anwesen befindet sich bis heute in Privatbesitz und die Familie Bantry wohnt immer noch in einem Flügel des Hauses. Einige Zimmer wurden als Gästezimmer (sehr teures Bed&Breakfast) eingerichtet und der Großteil ist zur Besichtigung freigegeben. Das Haus hat eine prunkvolle Einrichtung mit uralter Bibliothek, Wandbehängen und imposantem Speisezimmer. Um das Haus herum ist ein wunderschöner Italienischer Garten angelegt.

Wenn auch nicht sehr schick, so ist Bantry doch ein geschichtsträchtiger Ort: Hier wurde die französische Armada zurückgeschlagen, was einem durch Denkmäler, Museen und Namen von Restaurants und Pubs an jeder Straßenecke in Erinnerung gerufen wird. Auf dem Platz in der Stadtmitte ist ein riesiger Holzanker von einem der gesunkenen Schiffe zu sehen. Außerhalb de Orts hatten wir für eine Woche ein herrliches Landhaus gemietet. Wunderbar eingerichtet und weit ab vom Schuß! Mit einem herrlichen Garten und gemütlichen Wintergartenwohnzimmer kann man seine Zeit hier genießen!

Der Süden Englands ist bekannt für seine Luft, seine Natur und die Produkte der Natur. An jeder Ecke gibt es große Bauernmärkte, mit herrlichen Waren. Bevor wir unseren ersten Abend in unserem haus genießen, kaufen wir gut ein: es gibt frische Pilze, das irische Sodabrot, Käse und Räucherfisch. Guten Appetit!

Weißer Turm an der rauhen Westküste

Weißer Turm an der rauhen Westküste

Richtung Westen beginnt dann die erste Tour. Es regnet nicht – die Sonne strahlt und taucht die Landschaft in wunderbare Farben.

Alter Friedhof mit Meeresblick

Alter Friedhof mit Meeresblick

Wir wollen den Ring of Beara fahren. Der Ring ist eine 140 km lange Panoramaküstenstraße auf der gleichnamigen Beara – Halbinsel (auch Caha-Halbinsel genannt). Sie liegt je zur Hälfte in den Countys Kerry und Cork.

Wer Lust hat, kann hier auch Wandern – der „Beara Way“ sei ein ausgezeichneter Wanderpfad.

Endstation - eindeutig gekennzeichnet

Endstation – eindeutig gekennzeichnet

Über kleine Küstenstraßen schlängeln wir uns aber –per Auto – über Berg und Tal. Hier trifft man auf keine Menschenseele.

Besonderen Flair haben Callihies und Caherkeen. Hier kann man schon einige Zeit, mit dem Fotoapparat in der Hand verbringen.

Der Hauptort der Halbinsel ist Castletownbere. Hier lassen wir uns das erste Guiness des Tages schmecken und bestellen Fish and Chips mit dem berühmten Vinegar.

Kulinarisch gibt es überhaupt einige Besonderheiten hier in Irland. Das braune Sodabrot zum Beispiel. Komplett anders als unsere Brote schmeckt es, und man sollte mal probieren.

Meersicht von der Küstenstraße aus

Meersicht von der Küstenstraße aus

Entlang saftig grüner Weiden und rauen Felsen geht es weiter und wir beenden unsere Ringfahrt. Unser Reiseführer beschreibt noch etliche Steinmonumente, die hier zu sehen sein sollen (mini- Stone Henge)-aber wir konnten nichts entdecken.

Der Ring hat sich gelohnt – wenig befahren (vor allem nicht von den für die kleinen Straßen zu großen Reisebusse) konnten wir die Einsamkeit und die Landschaft Irlands genießen.

Uriger Wald

Uriger Wald

Wer sich für den Ring of Kerry auch interessiert, der sollte erst diesen und dann den Ring of Beara fahren. Denn sonst ist der Schock über die plötzliche Größe der Straßen und über die „Menschenmassen“ zu groß.

Einige Tage lang genießen wir noch das Faulsein in Bantry, dann machen wir uns auf den Rückweg nach Dublin.

Auf dieser Fahrt klappern wir alle auf dem Weg liegenden Städtchen ab. Den längsten Stop legen wir in der pfiffigen ehemaligen Kulturhauptstadt Europas, Cork, ein.

Cork ist reich an besonderer Architektur. Einen alten und gleichzeitig sehr modernen Charme versprüht die Stadt. Sie ist keine Metropole, hat aber schicke Bars und es gibt einige recht interessante Museen und Kirchen, die man besuchen kann. Shoppen kann man hier gut. Es soll hier ein Sommerfestival geben – das soll sich sehr lohnen. Wer Kultur sehen will, der besuche die Christ Church Cathedral. In der originalen Vikingerkirche des Geländes der Christchurch Kathedrale wurde von Dúnán, dem ersten Bischof von Dublin und von Sitriuc, dem Wikingerkönig von Dublin gegründet. Etwas besonderes ist die Krypta. Sie verbreitet eine ganz seltsame mittelalterliche Atmosphäre.

So groß ist nicht und so kommen wir bald in Dublin an, geben unser Auto ab und flanieren ein bißchen durch die Stadt, bevor unser Konzert beginnt. Was mir an Dublin dann besonders auffällt sind die Räucher. ich kenne Irland von früher – da gehörte das Guinness untrennbar mit einer Zigarette zusammen. Und beides wurde natürlich IM Pub , bei ordentlich live – Musik, genossen. Heute – so kam es mir vor – waren die Pubs leer und alle Gäste standen mit ihrem Getränk rauchend vor der Tür. Die Straßen waren abends brechend voll.

Darüber hinaus ist Dublin eine junge, flippige und bunte „Insel“. Das Wasser ist nah, es gibt flippige Designerläden in uralten traditionell irischen Häuschen; es gibt kreative Bars und überall wehen einem Musikfetzen um die Ohren. Wer sich hier schick einkleiden will und Geld mitbringt, der besuche das Designcenter im Powerscourt Townhouse.

Über Restaurants und Pubs muß man nicht viel schreiben: Dublin hat sicher wesentlich mehr Pubs, als man in vielen Monaten besuchen kann.

Pubvielfalt in Dublin

Pubvielfalt in Dublin

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Über den Autor

Dipl. Biologin, Freie Journalistin, Naturpädagogin und Reiseleiterin

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