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Reisetipp Venedig – Von Markusplatz, Rialto-Brücke, Canale Grande, Dogenpalast und Lido di Jesolo

Eigentlich muß man recht viel Geld mitbringen, wenn man sich für einige Tage Venedig anschauen will. Aber es geht auch anders:

Das erste Zauberwort heißt Lido di Jesolo und liegt außerhalb Venedigs, auf einer Halbinsel.

Jesolo ist ein kleines Touristendörfchen mit allerlei Cafes und Restaurants, Shops, Discos und Hotels.

Auch einen kleinen Strand hat Jesolo. Wer günstig übernachten will geht auf einen der vielen Campingplätze. Diese haben einen sehr hohen Standart und sind bezahlbar.

Um nach Venedig zu kommen, nimmt man die Fähre und kommt dann – den herrlichen Blick genießend – mitten im Getümmel an.

Eine entspannende Art, Venedig zu bereisen.

Die Sonne scheint und eine wunderbare, andere Welt tut sich auf: die Gondoliere schippern Liebespaare durch die Kanäle Venedigs, schmettern dabei Lieder wie im Fernsehen, schicke Hüte auf den Köpfen. Auf den Brücken entlangspazierende Touristinnen werden überschwänglich mit Komplimenten – auf die ganz italienische Art – überhäuft.

Zum ersten Besuch Venedigs gehört wie selbstverständlich der Besuch des Markusplatzes und der Tauben. Wer früh genug hier ist, kann noch die einzigartige Stimmung des leeren eindrucksvoll großen Platzes genießen, bevor sich Müllmänner, erste Straßenhändler, früh aufstehende Touristen und Kellner des Platzes bemächtigen.

Wem frischer Kaffeeduft aus den vielen Cafeterien und Restaurants in die Nase steigt, der sei gewarnt: sobald sich der erste Musiker zeigt, verlangt jedes Cafe zusätzlich zum Preis für das draußen sitzen, 5 Euro für das Musikzuhören.

Ambesten macht man dann nur einige Fotos und zieht sich dann in die vielen verwinkelten Straßen hinter dem Markusplatz zurück. Hier schmeckt der Kaffee mindestens genauso gut und kostet die Hälfte.

Jedes Jahr findet von Juni bis November die große Kunstbiennale in Venedig statt. Museen, Installationen, Kunsträume werden geschaffen und der Besucher kann sich tagelang mit Kunst in standesgemäßer Umgebung beschäftigen.

Anläßlich dieser Veranstaltung finden auch Duzende von Vernissagen allabendlich statt. Eine willkommene Einladung für den kunstinteressierten Touristen, von Ausstellungsort zu Ausstellungsort zu spazieren, mit stets einem neuen Sektglas in der Hand; in der anderen abwechselnd ein Kaviar- und ein Lachsschnittchen, zu spazieren.

Beim Flanieren und Spazieren gelangt man sicher auch in das Stadtviertel Cannaregio. Seit dem 16. Jahrhundert war ein Teil des Viertels das abgeschlossene Wohngebiet für die jüdische Bevölkerung. Die venezianische Republik wies ihnen 1516 dieses Wohn- und Arbeitsgebiet zu, so entstand das erste Ghetto Europas. Im Laufe der Jahre isolierte man das Viertel immer mehr, bis sich dort sogar ein eigenständiger Handel entwickelte.Wer durch die Gassen Venedigs streift, dem begegnen viele kleine Handwerkerläden. Da kann man den alten Herren beobachten, der weiße Masken anfertigt, die er dann – je nach Auftrag-in den schillernsten Farben bemalt oder mit Federn und edler Seide bestückt. Da ist der Uhrmacher, der in seiner 2×2 Meter großen Kammer sitzt und seit Jahrzehnten wohl nichts anderes macht, als Uhren zu reparieren.

Heute können in dem Viertel sechs Synagogen besichtigt werden. Außerdem können noch einige besondere Läden und ein koscheres Restaurant mit israelischen und italienischen Gerichten besucht werden.

Natürlich gibt es auch die überlaufenen Plätze – die aber nicht weniger schön sind:

Allen voran die Seufzerbrücke, die Marktbrücke, der Canale Grande mit der Rialtobrücke, so manch Museen und Kunstausstellungen und der Dogenpalast.

Am Canale Grande in San Polo direkt unter der Rialto-Brücke findet von Donnerstag bis Samstag ein Fischmarkt statt. Am besten kommt man schon sehr früh am Morgen hierher, um den Morgendunst noch aus der Lagune aufsteigen zu sehen. Die fangfrischen Fische glitzern im Morgenlicht, der Canale Grande rahmt den Fischmarkt ein und überall ist das lautstarke Diskutieren und Palavern der Venezianern zu hören.  Venedigs herkommen und diskutieren, welches den der richtige Fisch zum kaufen ist.

Wenn man dann am Abend in einer der vielen Pizzerien sitzt, merkt man die schmerzenden Füße und freut sich auf die Heimfährt mit der Fähre und auf einen der Campingplätze weit ab von der Wuseligkeit Venedigs. (z.B. Villa al mare- Camping)

Wer aber das abendliche Flair Venedigs noch genießen möchte, dem sei „Die Schattenwelt“ empfohlen. Das ist nicht etwa die negative Seite der Stadt, sondern vielmehr die Welt des Genießens fernab des Tourismus.

Man zieht von Osteria zu Osteria und von Bacarò zu Bacarò und trinkt jeweils ein oder zwei  Gläser Wein, die nie größer sind als 0,1l und isst dazu die typisch venezianischen Häppchen, genannt Cicheti oder auch stuzzichini. Meist werden diese kleinen Leckereien im Stehen und mit dem Zahnstocher verspeist. Cicheti können Frutti di mare in allen Variationen, überbackene Zucchini und Auberginen, eingelegte Artischocken, pikant marinierte Hühnerbeinchen, Trockenfisch, Käsehappen oder Tramezzini sein.

Und wo geht man dazu am besten hin? Ins Ausgehviertel San Polo. Hier trifft man sich zum abendlichen Schwätzchen und genießt seinen Feierabend. Der lebendige Stadtteil Cannaregio ist ebenfalls ein „Muß“, denn hier ist Venedig selbst nach 22 Uhr noch lebendig und in den Bacari, Bars und Osterias brodelt das Leben.

Tip außerhalb Venedigs:

Weltberühmt ist die Insel Murano, welche sich nordöstlich von Venedig befindet, für ihre Glaserzeugnisse – dem Murano Glas. Vom Kronleuchter bis hin zum Kristallschmuck kann man  hier alles in allen erdenklichen Formen und Objekten aus buntem Glas nachgebildet erwerben. Der Name Murano genießt in der Glasindustrie weltweit einen ausgezeichneten Ruf – und ist einen Besuch wert.

Reisetipp Venedig – Von Markusplatz, Rialto-Brücke, Canale Grande, Dogenpalast und Lido di Jesolo
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Über den Autor

Dipl. Biologin, Freie Journalistin, Naturpädagogin und Reiseleiterin

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