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Sehenswürdigkeiten Amsterdam – Grachten, Oude Kerk, Van Gogh Museum

Städtereisen Amsterdam „Amsterdam die große Stadt, ist gebaut auf Pfahlen. Wenn sie einst zusammenfällt, wer soll das bezahlen?“ Diesen Reim kennt in Amsterdam jedes Kind und es ist viel Wahres daran. Amsterdam wird nicht umsonst das Venedig des Nordens genannt, denn genauso wie das italienische Venedig, steht auch die holländische Metropole auf etwas wackeligen Füßen. Was in Venedig die Kanäle sind, sind in Amsterdam die Grachten, aber dann hören die Gemeinsamkeiten der beiden Städte auch schon auf. Wo Venedig immer ein bisschen morbide und schwermütig wirkt, ist Amsterdam eine Stadt voller Lebensfreude und Charme. Wirken die Dogenpaläste in Venedig auf den Besucher nur alt und verfallen, so machen die schmalen, alten Giebelhäuser in Amsterdam, schon fast einen pittoresken Eindruck. Amsterdam ist eine besondere Stadt und das aus vielerlei Gründen.

Unter den Städten in Europa nimmt Amsterdam eine Sonderstellung ein. Amsterdam ist eine relativ große Stadt, die trotzdem immer überschaubar bleibt. Gegenüber London oder Rom ist Amsterdam zwar klein, aber die Stadt an der Amstel hat nicht weniger zu bieten als die Millionenstädte. Im Gegenteil, in Amsterdam weiß man manchmal nicht, was man zuerst besichtigen soll. Die vielen Museen, die Baudenkmäler, die bunten Märkte oder doch lieber die vielen kleinen Geschäfte und die schönen Gärten? In Amsterdam ist die Auswahl groß und die Entscheidungen fallen schwer.

Amsterdam hat 50 Museen der unterschiedlichsten Art und wer sich für Kunst interessiert, der wird in Amsterdam auf seine Kosten kommen. Zu den bekanntesten Museen gehören das Reichsmuseum und das Van-Gogh Museum. Das Reichsmuseum, das größte Museum der Niederlande und zugleich auch eine Hommage an einen der größten Maler des Landes: Rembrandt van Rijn. Im Reichsmuseum hängen unter anderem auch die berühmte „Nachtwache“, aber auch weniger bekannte Werke Rembrandts. In diesem Zusammenhang sollte man auch das Haus besuchen, in dem Rembrandt mit seiner Frau Saskia von 1639 bis 1658 gelebt hat. In dem kleinen, eher unscheinbaren Haus in der Jodenbreetstraat 4, gibt es neben vielen Einrichtungsgegenständen auch einige Zeichnungen und Radierungen zu sehen, die Rembrandt von den Menschen angefertigt hat, die seine Werke maßgeblich beeinflusst haben.

Ein weiterer Höhepunkt unter den Amsterdamer Museen stellt das Van-Gogh Museum dar. Im Museumviertel an der Paulus Potterstraat 7, werden rund 200 Gemälde und 550 Zeichnungen von Vincent van Gogh gezeigt, unter anderem ist dort auch das weltberühmte Gemälde „Sonnenblumen“ zu sehen. Ein guter Tipp für ein schönes Andenken ist der Museumsshop, denn dort kann man für kleines Geld, wunderschöne Kunstdrucke der Van Gogh Gemälde kaufen.

Ein Museum, das sich mit einem dunklen Kapitel der holländischen Geschichte befasst, befindet sich in unmittelbarer Nähe der Westerkirche. Dort in der Prinsengracht 267, schrieb Anne Frank ihr Tagebuch. Das Versteck, in dem Anne mit ihrer Familie lange Zeit im Verborgenen und in ständiger Angst vor den deutschen Besatzern leben musste, ist heute ein sehr eindrucksvolles Museum.

Die älteste und zugleich auch schönste Kirche von Amsterdam ist die Oude Kerk. Wer sich die Kirche ansehen will, der wird sich sehr wahrscheinlich wundern, denn der alte, prachtvolle Bau liegt mitten im Amsterdamer Rot-Licht Viertel, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Bordellen und Striplokalen. Sehenswert ist auch der Königliche Palast mitten in der Innenstadt, mit einem wunderschönen Vorplatz. Wenn die Fahne auf dem Dach weht, dann ist Königin Beatrix übrigens zu Hause.

Wenn es um Ruhe und Erholung vom städtischen Getümmel geht, dann hat Amsterdam zwei Orte, an denen man sich entspannen kann. Zum einen ist das der Vondelpark, mit vielen Wiesen, kleinen Teichen und schönen Wanderwegen und zum anderen das Jordaan Viertel. Während es im Vondelpark Attraktionen für die ganze Familie gibt, ist das Jordaan Viertel seit vielen Jahrhunderten ein Wohnviertel, mit urigen Häusern und vor allem sehr gepflegten Gärten. Um sich vom Stadtbummel auszuruhen, ist das Jordaan Viertel perfekt.

Amsterdam und einkaufen – das ist eine Sache für sich. Es gibt keine großen Supermärkte innerhalb der Stadtgrenzen, alles was der Amsterdamer zum Leben braucht, das kauft er entweder auf dem Markt oder in den vielen kleinen Geschäften, wie es sie zum Beispiel rund um den Leidseplein gibt, den größten Platz der Stadt. Besonders schön ist der Albert-Cuip Markt, im Szeneviertel Pijp. Mit über 300 Verkaufsständen ist der Albert-Cuip Markt recht groß und man kann dort von Bekleidung, über Schuhe bis hin zu Lebensmitteln, alles kaufen. Alle die gerne Käse essen, werden eine große Vielfalt an verschiedenen Käsesorten finden. Eine gute Adresse für schicke und junge Mode ist die Kalverstraat, denn dort gibt es die Boutiquen der angesagten Designer. Am Wochenende ist es allerdings nicht ganz so einfach durch die Kalverstraat zu gehen, denn dann schieben sich Massen von Menschen durch die schmale Straße. Besonders Frauen werden sich wahrscheinlich am Leidseplein wohlfühlen, denn dort gibt es ein Schuhgeschäft neben dem anderen. Dort kann man alles bekommen, von edlen, handgefertigten Schuhen bis hin zu verrückten Schuhen, in allen erdenklichen Formen und Farben. Wer schon immer ein Paar Schuhe tragen wollte, die genau nach den eigenen Vorstellungen gefertigt werden, der sollte mal bei Botticelli vorbeischauen. Viele sehr gute Antiquitätengeschäfte, in denen vor allem Möbel, Bilder und antiquarische Bücher verkauft werden, findet man in der Damstraat.

Wer die Damstraat bis zum Ende geht, der kommt in das chinesische Viertel von Amsterdam. In Chinatown gibt es neben Läden mit extrem bunten und kitschigen Andenken, aber auch eine Reihe von sehr guten asiatischen Restaurants. Nicht nur asiatisches Essen, sondern alles was mit Asien zu tun hat, findet der Besucher auf dem Zeedijk. Hier gibt es originelle Andenken, aber auch maßgeschneiderte Kimonos. Was in New York die 5th Avenue ist, das ist in Amsterdam die P.C Hoofdstraat. In der immer belebten Straße, in der Nähe des Vondelparks, geben sich alle weltbekannten Designer ein Stelldichein. Bekannt ist Amsterdam für seine zahlreichen Coffeeshops. Wer sich einen solchen Shop einmal von innen ansehen will, der wird vielleicht enttäuscht sein, denn sehr viel anders als ein Studentencafé sehen die berüchtigten Coffeeshops auch nicht aus.

Wenn es Nacht wird in Amsterdam, dann kann man zwei Dinge tun: Sich entweder im Rot-Licht Viertel zwischen Dam, Bahnhof und Neumarkt umsehen, dort ein Bier trinken oder eine Grachtenfahrt machen. Letzteres ist zu empfehlen, denn im Schein der Lichter hat Amsterdam einen ganz besonderen Zauber.

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