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Urlaubsabenteuer – von der Dschungel Lodge zurück nach Lima

Mittwoch

Puerto Maldonado – Lima

Als Elmar zu unserem letzten “Weckruf” kommt sind wir schon wach und dabei die letzten Sachen in die Koffer zu packen. Es regnet schon wieder und der heutige Abschied fällt uns nicht besonders schwer, dieser Regenwald hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Vielleicht probieren wir es nochmal zu einer anderen Jahreszeit? Und an einem anderen Ort, wo wir auch die Aras beobachten können. Edith reagiert entsetzt auf diese Vorschlag, sie hat vom Dschungel genug. Dabei war sie doch vorgestern nicht mit! 🙂
Nach dem Frühstück steht die Verladung unsere beiden Koffer und der übrigen Rucksäcke auf dem „Peque peque“ an. Es klappt, das Gepäck hinten und die Passagiere vorn verstaut- genau wie auf der Herfahrt. Nun noch die Schwimmwesten anziehen – helfen die eigentlich auch gegen Piranhas und Kaimane?

die Pumpen der Goldsucher

die Pumpen der Goldsucher im Dschungel

Unterwegs sehen wir auf der zweistündigen Bootsfahrt nach Puerto Maldonado einen weiteren Erwerbszweig dieser Region. Nachdem der Handel mit Edelhölzern verboten wurde und dadurch eine hohe Arbeitslosigkeit entstand, versuchen einige Menschen ihr Glück mit der Goldsuche im Rio Madre de Dios. Die Goldsucher leben und arbeiten auf dem Fluss, sie haben sich Hausboote gebaut, die nur aus dem Lebensnotwendigen bestehen. Eine Holzhütte zum Wohnen, ein Saugrohr welches die Erde aus dem Flussbett nach oben befördert und eine Rampe auf welcher der Sand geschüttelt, gewaschen und gesiebt wird, in der Hoffnung auf einige Körner Gold. Die Goldsucher leben auf den Hausbooten mit ihren Familien und an einer Leine hängt Wäsche zum trocknen – das ist vermutlich noch optimistischer als die Suche nach Gold.

die Rampen für die Goldsuche

die Rampen für die Goldsuche

Die Möglichkeiten sich hier seinen Lebensunterhalt zu verdienen sind nicht sehr vielfältig. Der Tourismus bietet einige Arbeitsplätze in den Lodges oder als Führer, jedoch bei weitem nicht genug. Sehr viele Einwohner arbeiten auf Plantagen und verdienen ihr Geld bei der  Kaffee- und Paranussernte.
Schon kommt der Hafen in Sicht und kurz darauf werden wir und unser Gepäck ausgeladen. Wie auch schon bei der Anreise geht es nun mit einem Bus weiter, ein kurzer Stopp im Hauptbüro und dann durch die Stadt weiter zum Flughafen. Das Flugzeug hat ein klein wenig Verspätung, doch da wir  im Trockenen sitzen, unsere Bücher lesen können und hin und wieder mit jemand aus unserer Gruppe plaudern, vergeht die Zeit sehr schnell.
Dann können wir endlich in unser Flugzeug einsteigen und starten in Richtung Lima.

Puerto Maldonado

Puerto Maldonado

Einen letzten Blick aus dem Fenster- weit weg am Horizont sehen wir den Dschungel, all diese weitläufigen, grünen und flachen Ebenen mit den Palmen sind durch die Rodung des Urwaldes entstanden. Auch im Hinblick auf die Arbeitsplätze bin ich zufrieden, dass Naturschutzreservate entstanden sind und hoffe, dass uns der Regenwald mit all seinen Taranteln, Knoblauchbäume und „Modderpfaden“ erhalten bleibt.
Eine knappe Stunde später haben wir eine Zwischenlandung in Cusco und ein Teil unserer Gruppe steigt hier aus. Nun geht es weiter bis Lima und nach der Landung verlassen auch wir das Flugzeug. Sobald wir das Gepäck in den Händen haben verabschieden wir uns von Paul und John, und gehen nach draußen und schauen wer uns abholt. Karina sagte vor fast drei Wochen sie wird versuchen uns heute abzuholen, ob  dass wohl geklappt hat?  Sie ist tatsächlich hier und wir freuen uns aufrichtig sie wieder zu sehen. Auch Felix, der Taxifahrer ist uns bekannt vom letzten Aufenthalt in Lima. Bei unserer ersten Ankunft erzählte Karina einiges über Lima, unsere Ausflüge und gab nützliche Tipps. Heute ist es umgekehrt, Karina hört zu und wir erzählen von den Erlebnissen auf unserer Reise. Leider müssen wir uns bald wieder von Karina verabschieden, sie bringt uns nur bis zum Hotel. Felix wird uns dann übermorgen abholen und absichern, dass wir gut zum Flughafen kommen.
Bei dem jetzigen Aufenthalt wohnen wir in einem anderen Hotel, es macht einen netten, freundlichen Eindruck und wir fühlen uns auf Anhieb wohl. Vor allem als wir unter der Dusche stehen- hier gibt es warmes Wasser, ein herrliches Gefühl.
Wir packen das notwendigste aus und gehen erst mal auf Erkundigungstour. Auch diesmal wohnen wir wieder in dem Stadtteil Miraflores, doch da schon langsam die Abenddämmerung beginnt machen wir nur einen Rundgang in der unmittelbaren Umgebung. In einer Apotheke kaufen wir eine Creme, denn so ganz verschont haben uns die Moskitos im Dschungel nicht- obwohl wir reichlich Anti-Moskito Spray verwendet haben.
Es wird nun auch Zeit zu überlegen, wo wir zu Abend essen. Das Hotel hat einen kleinen einladenden Patio, der mit Palmen und Blumen wunderschön geschmückt ist. Wir werden dort bleiben, beschließen wir einstimmig. Egal wie das Essen schmeckt, so einen schönen Platz findet man so schnell nicht wieder.

Abendessen im Hotel

Abendessen im Hotel in Lima

Ein Kellner, Giorgio, begrüßt uns sehr freundlich und wir suchen uns den schönsten Tisch aus. Die Speisekarte ist vielseitig, wir entscheiden uns für Garnelen mit Tamarinde-Soße und anschließend  Fisch. Mit unseren bestellen Gerichte sind wir absolut zufrieden- es schmeckt köstlich! Dazu einen guten trockenen Weißwein – perfekt. Wir sitzen lange und klönen über die erlebten Dschungelabenteuer. Morgen haben wir noch einen vollen Tag in Peru, wir werden ihn nutzen um Miraflores besser kennenzulernen. Bei unserem letzten Aufenthalt hatten wir dazu leider keine Zeit, doch nun können wir das nachholen. Nach Abschluss unserer Pläne machen wir uns auf den Weg in unser Zimmer, gehen direkt ins Bett und ich schlafe fest und traumlos bis zum nächsten Morgen.

Peru, eine Rundreise von der Küste in die Anden und den Regenwald Perus

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Über den Autor

Elke Hoppe

Vor ca. 20 Jahren bin ich von Deutschland nach Spanien ausgewandert, um auf der Sonnenseite Europas leben zu können. Doch auch von hier aus habe ich das Bedürfnis mehr von der Welt kennen zu lernen. Da es mir zeitlich und beruflich möglich ist, mache ich seit 2005 einmal im Jahr eine „große Reise“. Begleitet werde ich dabei von Edith, meiner Mutter, die vor 18 Jahre ebenfalls aus dem deutschen Regen in die spanische Sonne geflüchtet ist. Bisher hat uns unsere Reiselust nach Asien, Kenia und Peru geführt. Für das Jahr 2009 hatten wir uns für Indien entschieden und dort neben Rajasthan inzwischen auch andere Regionen besucht. Auf den Rundreisen in Indien waren wir in Begleitung von unserem Fahrer Prakash Acharya. Er ist ein zuverlässiger und informativer Reisebegleiter, den ich sehr empfehlen kann. Prakash hat sich vor einigen Jahren selbständig gemacht und falls jemand mit ihm eine Rundreise machen möchte bin gerne bereit den Kontakt herzustellen.

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