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Whale Watching – wunderbare Delfin- und Wal-Begegnungen vor La Gomera

10.00 Uhr morgens im Hafen von Vueltas, im Tal Valle Gran Rey im Südwesten der zweitkleinsten Kanarischen Insel La Gomera: Wir besteigen die Ascensión del Señor, ein traditionelles kanarisches Fischerboot, um bei einer Whale Watching Tour Delfine und Wale vor La Gomera zu entdecken, denn Delfin- und Walbegegnungen sind schon seit langer Zeit ein Traum von mir.

Whale Watching Boot Ascension del Senor

So habe ich mit OCEANO Reisen eine Ozeanische Woche Klassik auf La Gomera gebucht, in deren Programm 3 Whale Watching Touren und ein Inselausflug eingeschlossen sind.

Endlich geht es los, die Augen alle 10 Gäste sowie des Guides und des Kapitäns sind suchend gen Horizont gerichtet. Vor uns liegt das weite Meer, die Herrlichkeit und Freiheit des Atlantiks ist zu spüren. Es ist windstill, kaum Wellen, die Sonne spiegelt sich auf dem Wasser. Hier und da eine Möwe oder ein Gelbschnabel-Sturmtaucher aus der Familie der Albatrosse.

Hier vor der Küste La Gomeras hat man in den letzten 10 Jahren schon 23 verschiedene Wal- und Delfinarten entdeckt, über ein Viertel aller 86 weltweit vorkommenden Arten, wie uns der Guide in einer kurzen, informativen Einführungsrede zum Boot und den Delfinen und Walen erzählt.

Nach gut einer Stunde ruft unser Tourbegleiter plötzlich „Delfine! auf 12 Uhr“, und alle schauen interessiert und aufregt nach vorne: schon sieht man in der Ferne etwas aus dem Wasser springen. Da nähern sich auch schon einige Tiere pfeilschnell dem Boot. Das Wasser ist so klar, das man sie auch unter Wasser gut sehen kann: Es sind die kleinen Fleckendelfine. Zwei Tiere schwimmen direkt neben dem Boot, dabei kann man gut erkennen, dass einer von beiden noch sehr jung ist, denn er hat noch keine Flecken.

Fleckendelfine vor dem Whale watching Boat

Vier Gäste liegen vorne auf dem Bug des Bootes und können ein wunderbaresSchauspiel direkt unter sich im Wasser mitverfolgen: – die agilen Delfine „surfen“ in der Bugwelle mit, fünf zur gleichen Zeit! Unglaublich, wie schnell sie schwimmen können! Immer wieder springen sie neben dem Boot aus dem Wasser und erstaunen alle mit ihren kunstvollen Sprüngen.

Nach einiger Zeit verabschieden wir uns von den Delfinen, um nach weiteren Meeressäugern Ausschau zu halten. Die Fleckendelfine begleiten das Boot noch einige Zeit. Weiter geht es Richtung Süden und in der Ferne kann man kann nun Teneriffa und den Teide (der höchste Berg Spaniens mit knapp 3.800 m) erkennen, als unser Begleiter vor uns schon wieder Rückenfinnen entdeckt: Es sind Pilotwale, oder auch Indische Grindwale genannt.

Pilotwalschule vor Valle Gran Rey

Vor uns ragen ca. 12 dunkelgraue Rückenflossen aus dem Wasser, ganz ruhig und gemütlich schwimmen die Pilotwale an der Oberfläche, bevor sie dann abtauchen. Der Kapitän steuert das Boot vorsichtig seitlich heran und stellt den Motor aus. Stille. Bis der erste Pilotwal wieder auftaucht und mit einem deutlichen „pfffffffff“ ausatmet. Gänsehautfeeling. Keiner an Bord macht einen Mucks. Auch die anderen Pilotwale tauchen wieder auf und man kann sie deutlich atmen hören. Ein unvergesslicher Augenblick.

Auf dem Rückweg in den Hafen entlang der Küste gibt unser sympatischer Tourbegleiter weitere Infos über die gesehenen Wale und Delfine. Auch der Ausblick auf La Gomera vom Meer aus ist sehr beeindruckend. Da bekommt man richtig Lust, die Insel weiter zu entdecken.

Am nächsten Tag steht eine Inselausflug auf dem Programm. Mit dem Auto geht es erstmal aus dem Tal heraus, an kleinen Orten des Valle Gran Rey vorbei. Unser erster Stop auf ca. 900m ist der Mirador de César Manrique, ein Aussichtspunkt, der von dem kanarischen Künstler gestaltet wurde. Von dem Balkon aus kann man den Blick in Vogelperspektive über das Valle Gran Rey schweifen lassen und bekommt einen ersten Eindruck über die Landschaft La Gomeras mit ihren steilen Schluchten und Felsen, und den vielzähligen Terrassenfeldern, die auch heute zum Teil noch bewirtschaftet werden.

Tafelberg Fortaleza mit Blick auf El Hierro

Als nächstes geht es zum Nationalpark Garajonay. Wir erklimmen mit einer kurzen Wanderung den höchsten Punkt der Insel, den Alto de Garajonay. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über den immergrünen, sagenumwogene Nebelwald bis auf das Meer, und bei guter Sicht sogar bis zu den benachbarten Inseln Teneriffa, La Palma und El Hierro. Auf verschiedenen Wanderrouten kann man den Märchenwald mit seiner einzigartigen Pflanzenwelt entdecken, nicht umsonst steht er als UNESCO-Weltnaturerbe der Menschheit unter höchstem Schutzstatus.

Weiter geht’s, vorbei an beschaulichen Bergdörfern wie Chipude und El Cercado, den Orten des Nordens Agulo und Hermigua, dem ehemaligen Vulkanschlot Roque Agando, vielen Palmen, Plantagen, Schluchten und Terrassen, die das Bild La Gomeras prägen. Auf dem Rückweg können wir noch einen Blick auf den Tafelberg „La Fortaleza“ werfen. Es lohnt sich sehr, die vielfältige und beeindruckende Natur der kleinen Insel La Gomeras zu erkunden.

Am nächsten Tag steht wieder Whale Watching auf dem Programm – es zieht uns wieder auf’s Meer – das Boot und die Delfine und Wale haben es uns angetan. Whale Watching könnte unser neues Hobby werden. Delfin- und Walbegegnungen vor La Gomera können wir sehr empfehlen und auch die Art und Weise, wie OCEANO diese Touren anbietet: Die Wale und Delfine sind die Gastgeber, wir sind nur zu Gast.

Mit anderen Worten: Delfin- und Walbegegnungen werden auf respektvolle und sanfte Art und Weise durchgeführt, damit Whale Watching nicht zu einer weiteren Bedrohung bzw. Stressfaktor für die Meeressäuger wird. Wir haben unsere Whale Watching Ausflüge und die ganze Woche auf La Gomera sehr genossen! Weitere Infos unter www.oceano-gomera.com

Jennifer Wallach

Whale Watching – wunderbare Delfin- und Wal-Begegnungen vor La Gomera
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Über den Autor

Eine Reaktion bis “ Whale Watching – wunderbare Delfin- und Wal-Begegnungen vor La Gomera ”

  1. Toller Reisebericht, die Whalewatchingtouren haben wir auch einmal auf La Gomera gemacht, wir haben zwar keine Tiere gesehen aber die Tour hat sich trotzdem sehr gelohnt. Man bekommt einen ganz anderen Blick auf die Insel. Viele Grüße, Markus

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